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Der Kampf gegen die Rush Hour

In Mil­ton Keynes regelt in Zukunft Künst­li­che Intel­li­genz den Verkehr.

Die Ampeln der Zukunft nut­zen in der bri­ti­schen Stadt Mil­ton Keynes Künst­li­che Intel­li­genz (KI), um Stoß­zei­ten ein Ende zu set­zen. Das Sys­tem über­wacht nicht nur Über­las­tun­gen des Ver­kehrs­net­zes in Echt­zeit, son­dern räumt auch Rad­fah­rern, Bus­sen sowie Ret­tungs­wa­gen mit­hilfe von grü­nen Lich­tern Vor­rang ein. Die Tech­no­lo­gie ist vom bri­ti­schen Unter­neh­men Viva­city Labs ent­wi­ckelt worden.
“Ver­kehrs­steue­rung, die auf­grund des tat­säch­li­chen Ver­kehrs­ge­sche­hens ein­grei­fen kann, ist sinn­voll, wenn damit Stra­ßen­bah­nen und Busse, Rad­fah­rer, Fuß­gän­ger und Ein­satz­fahr­zeuge bevor­rangt wer­den”, erklärt Mar­kus Gans­te­rer, Experte beim VCÖ. Soll damit nur der Kfz-Ver­kehr flüs­si­ger gemacht oder die Stra­ßen­ka­pa­zi­tät erhöht wer­den, brin­gen sol­che Sys­teme kei­nen nach­hal­ti­gen Nut­zen, weil dann der Auto­ver­kehr zunehme.

Kost­spie­li­ges Vorhaben
“In Städ­ten wie Graz und Wien bekom­men Busse und Stra­ßen­bah­nen bereits an vie­len Kreu­zun­gen auto­ma­tisch Vor­rang, auch wenn dies nicht flä­chen­de­ckend erfolgt”, führt Gans­te­rer aus. Sol­che Ampel­sys­teme auf Kame­ra­ba­sis ein­zu­füh­ren, könne die Chance auf ein­fa­chere Umset­zung die­ses Vor­rang­sys­tems bergen.
2.500 Sen­so­ren die­nen in Mil­ton Keynes der Ver­kehrs­über­wa­chung. Diese decken eine Flä­che von rund 130 Qua­drat­ki­lo­me­tern ab und haben sowohl alle wich­ti­gen Kno­ten­punkte als auch Park­plätze im Blick. Des Wei­te­ren visua­li­sie­ren Wär­me­bil­der, wie Fuß­gän­ger und Motor­rad­fah­rer sich im Ver­kehr ver­hal­ten. Im Sep­tem­ber 2018 wird der Ansatz erst­mals zum Ein­satz kom­men. Das neue Pro­jekt kos­tet die Stadt Mil­ton Keynes in etwa drei Mil­lio­nen Pfund (rund 3,5 Mllio­nen Euro). 

Autor: PressetextAustria/red/stem
19.10.2017

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