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© Pexels.com/Jayant Kulkarni

Der läh­mende Auf­wand beim Cloud-Computing

Große Unter­neh­men nut­zen bis zu sechs ver­schie­dene Cloud-Dienste und sodann bis zu acht wei­tere Anwen­dun­gen zur Steue­rung. Die stei­gende Kom­ple­xi­tät bin­det zuneh­mend Res­sour­cen, so eine aktu­elle Stu­die im Auf­trag von Dynatrace.

Eine aktu­elle welt­weite Stu­die (Down­load siehe Link) beleuch­tet die Nut­zung von Cloud-Ser­vices in gro­ßen Unter­neh­men. Im Auf­trag von Dyna­trace, ein inter­na­tio­na­ler IT-Dienst­leis­ter mit Schwer­punkt auf intel­li­gen­ten Soft­ware­an­wen­dun­gen, wur­den welt­weit 1.300 CIOs und lei­tende IT-Exper­ten befragt und dabei auch Deutsch­land geson­dert betrach­tet. Die Stu­die beleuch­tet die Her­aus­for­de­run­gen der zuneh­mend kom­ple­xer wer­den­den Multi-Cloud-Archi­tek­tu­ren mit einem Fokus auf Steue­rung und Moni­to­ring sowie Agi­li­tät und Skalierbarkeit. 

Gene­rell gilt, „dass Infra­struk­tur-Teams bei Über­wa­chung und Ver­wal­tung von sich stän­dig ver­än­dern­den Umge­bun­gen oft zu viele Daten erhal­ten und dann viel Zeit mit manu­el­len Rou­ti­ne­auf­ga­ben ver­brin­gen. Zeit, die dann etwa für Inno­va­ti­ons­pro­zesse fehlt“, so Dyna­trcae in einer Zusam­men­fas­sung. Die von Cole­man Par­kes durch­ge­führte Stu­die (Titel : „The move to mul­ti­cloud envi­ron­ments has bro­ken tra­di­tio­nal approa­ches to infra­struc­ture moni­to­ring“) umfasste 600 Befragte in Europa, 250 im asia­tisch-pazi­fi­schen Raum, 200 in den USA, 150 im Nahen Osten sowie 100 in Latein­ame­rika und hat für Deutsch­land eigene Ergeb­nisse publiziert.

Her­kömm­li­che Steue­rungs­lö­sun­gen zuneh­mend ungeeignet
Von den gro­ßen deut­schen Unter­neh­men (über 1.000 Mit­ar­bei­ter lt. Stu­di­en­sam­ple) nut­zen 100 Pro­zent eine Multi-Cloud-Umge­bung mit im Schnitt sechs unter­schied­li­chen Platt­for­men. Dazu gehö­ren Ama­zon Web Services/​AWS (62 Pro­zent), Micro­soft Azure (38), Google Cloud (23) und Red Hat von IBM (11 Pro­zent). Rein für das Moni­to­ring der IT-Infra­struk­tur zur Ver­wal­tung der Multi-Cloud-Umge­bun­gen ver­wen­den diese Betriebe dann durch­schnitt­lich acht (!) wei­tere unter­schied­li­che Anwendungen.

Hier sagen dann 55 Pro­zent, dass dies die Opti­mie­rung der Infra­struk­tur-Per­for­mance und des Res­sour­cen­ver­brauchs erschwere und 48 Pro­zent mei­nen, dass her­kömm­li­che Lösun­gen für das Moni­to­ring bei Multi-Clouds und Kuber­netes (Anm. OS-Sys­tem für auto­ma­ti­sierte Cloud-Ver­wal­tung) nicht mehr geeig­net sind. 83 Pro­zent sagen, dass Kuber­netes ihre Infra­struk­tur zwar dyna­mi­scher, aber auch schwie­ri­ger zu ver­wal­ten gemacht hat.

Neue Res­sour­cen für stra­te­gisch wich­tige Unternehmensbereiche
„Multi-Cloud-Stra­te­gien sind ent­schei­dend, um mit dem rasan­ten Tempo der digi­ta­len Trans­for­ma­tion Schritt zu hal­ten. IT-Teams in Unter­neh­men haben jedoch zuneh­mend Schwie­rig­kei­ten, die stei­gende Kom­ple­xi­tät die­ser Umge­bun­gen zu bewäl­ti­gen“, erläu­tert Bernd Grei­fen­e­der, Grün­der und CTO bei Dyna­trace. „Die Abhän­gig­kei­ten neh­men durch stän­dige Ver­än­de­run­gen expo­nen­ti­ell zu und Open-Source-Tech­no­lo­gien zur Auto­ma­ti­sie­rung ver­kom­pli­zie­ren dies durch erhöhte Daten­lie­fe­rung“, sagt Greifeneder. 

„Dazu hat jede/​r Cloud-Platt­form/-Ser­vice eine eigene Moni­to­ring-Lösung. Für ein voll­stän­di­ges Bild müs­sen dann Daten aus jeder Lösung manu­ell extra­hiert und mit Daten aus ande­ren Dash­boards zusam­men­ge­fügt wer­den“, so der CTO von Dyna­trace. „Unter­neh­men soll­ten ihre Teams dabei unter­stüt­zen, manu­elle Auf­ga­ben zu redu­zie­ren. Dann kön­nen die sich wie­der auf stra­te­gi­sche Auf­ga­ben kon­zen­trie­ren, auf Inno­va­tio­nen oder auf ver­bes­serte Kun­den­ser­vices“, skiz­ziert Bernd Grei­fen­e­der von Dynatrace. 

Durch­gän­gige Steue­rung und Moni­to­ring von Multi-Cloud-Umgebungen
Wei­tere Ergeb­nisse der Stu­die bezo­gen auf Deutsch­land sind : 56 Pro­zent der IT-Füh­rungs­kräfte mei­nen, dass in ihren Multi-Cloud-Umge­bun­gen blinde Fle­cken beim Moni­to­ring zu einem grö­ße­ren Risiko für die digi­tale Trans­for­ma­tion füh­ren. Die Teams haben keine ein­fa­che Mög­lich­keit, die Infra­struk­tur durch­gän­gig zu über­wa­chen. Mit 60 Pro­zent wün­schen sich mehr als die Hälfte der befrag­ten IT-Mana­ger eine durch­gän­gige Steue­rung- bzw. Moni­to­ring-Lösung ihrer Multi-Cloud-Umgebungen.

„Infra­struk­tur-Teams benö­ti­gen KI-gesteu­erte Lösun­gen, die so viele manu­elle Rou­ti­ne­auf­ga­ben wie mög­lich auto­ma­ti­sie­ren“, ergänzt Bernd Grei­fen­e­der. „Unter­neh­men benö­ti­gen einen intel­li­gen­te­ren Ansatz, der KI, Auto­ma­ti­sie­rung und End-to-End-Obser­va­bi­lity kom­bi­niert. Sie erhal­ten dann neue Res­sour­cen und kön­nen sich auf die Beschleu­ni­gung von Inno­va­tio­nen oder die Opti­mie­rung von Nut­zungs­mög­lich­kei­ten kon­zen­trie­ren“, resü­miert der Grün­der und CTO von Dynatrace.
 
Dyna­trace
Dyna­trace lie­fert intel­li­gente Soft­ware-Anwen­dun­gen, um die Kom­ple­xi­tät von Cloud-Anwen­dun­gen zu ver­ein­fa­chen und damit auch die digi­tale Trans­for­ma­tion in Unter­neh­men zu beschleu­ni­gen. Basis ist eine inte­grierte Platt­form, die auto­ma­ti­siert und fle­xi­bel ska­lier­bar Infor­ma­tio­nen über Per­for­mance und Sicher­heit von Anwen­dun­gen, die zugrunde lie­gende Infra­struk­tur und die Erfah­rung aller Nut­zer liefert. 

Unter­neh­men sol­len damit Inno­va­tio­nen schnel­ler vor­an­trei­ben, effi­zi­en­ter zusam­men­ar­bei­ten und mit deut­lich weni­ger Auf­wand Mehr­wert gene­rie­ren. Dyna­trace betreut welt­weit und bran­chen­über­grei­fend zahl­rei­che große und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men bei der Moder­ni­sie­rung und Auto­ma­ti­sie­rung des Cloud-Betriebs, der schnel­le­ren Ver­öf­fent­li­chung ziel­ge­rich­te­ter Soft­ware sowie bei Gene­rie­rung und Bereit­stel­lung digi­ta­ler Erfahrungen.

Autor: red/czaak
20.01.2022

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