Zum Inhalt

Der neue Rosen­krieg im Internet

Glo­bale Stu­die von Kas­persky erforscht die Aus­wir­kun­gen von Tren­nun­gen in den Neuen Medien. Über die Hälfte der eins­ti­gen Part­ner löschen alle Infos vom Ex und ein Drit­tel nutzt wie­derum Soziale Netz­werke für (mul­ti­me­diale) Spio­na­ge­tä­tig­kei­ten oder intime Veröffentlichungen. 

Wenn Bezie­hun­gen zer­bre­chen, gibt es die gewohn­ten all­täg­li­chen Aus­wir­kun­gen – und nun­mehr auch digi­tale Erschei­nungs­for­men. Eine glo­bale Stu­die der rus­si­schen Sicher­heits­for­scher von Kas­persky unter­suchte die (neue) Rolle von Smart­phone, Social Media und Co. bei Part­ner­schaf­ten – und fin­det dabei oft­mals regel­rechte “Cyber-Rosen­kriege“ bei der Been­di­gung derselben.
52 Pro­zent löschen nach einer Tren­nung auf ihren Gerä­ten alle Infos und Fotos vom ehe­ma­li­gen Part­ner. Knapp jeder Zweite voll­zieht das Bezie­hungs­ende auch in sozia­len Netz­wer­ken und 31 Pro­zent nut­zen die Netz­werke, um ihrem Ex hin­ter­her zu spionieren.

Face­book bleibt Nebenbühne
“Es war nie ein­fach für das Leben zu zweit das rich­tige Maß an Nähe und Pri­vat­sphäre zu fin­den. Und die fort­schrei­tende Digi­ta­li­sie­rung des All­tags stellt viele Part­ner vor ganz neue Her­aus­for­de­run­gen”, so der Befund von Kas­persky Lab. “Das Inter­net und seine sozia­len Netz­werke bie­ten Men­schen eine Platt­form, um sich mit­zu­tei­len. Das gilt auch für schwie­ri­gere Zei­ten wie bei einer Tren­nung”, erklärt Gott­fried Küh­bauer, Paar­the­ra­peut und Media­tor, gegen­über Pres­se­text Austria.
Face­book bleibe dabei aber eher eine Neben­bühne der Aus­ein­an­der­set­zun­gen. “Die Haupt­bühne ist die per­sön­li­che Ebene. Gleich danach kommt dann der Streit vor Gericht, bei dem es um The­men wie Geld oder Kin­der­be­treu­ung geht”, so Küh­bauer. “Wer einen Rosen­krieg im Netz ver­mei­den will, der sollte ver­su­chen, das schmut­zige Spiel nicht mit­zu­spie­len, Face­book nicht zu ernst zu neh­men und nicht allzu viele per­sön­li­che Infos preis­ge­ben”, rät der Experte.

Die Spio­na­ge­tä­tig­keit von Mann und Frau
Vor allem Män­ner leben ihre Rache­ge­lüste gegen­über dem Ex-Part­ner aus, indem sie auf noch ver­füg­bare Zugänge und Kon­ten ihrer Ver­flos­se­nen zurück­grei­fen. So spio­niert fast jeder vierte Mann (23 Pro­zent) dem Part­ner in des­sen Online-Accounts nach (Frauen : 18 Pro­zent). 17 Pro­zent der Män­ner ver­öf­fent­li­chen nach dem Bezie­hungs­ende rein pri­vate Infos über ihre Ex (Frauen : sie­ben Pro­zent). Und 15 Pro­zent der Män­ner kau­fen scham­los online über die Kon­ten des ande­ren ein (Frauen : sechs Prozent).
“Part­ner soll­ten nicht alles tei­len. Auch in der engs­ten Bin­dung sollte sich jeder Part­ner ein Stück Pri­vat­sphäre bewah­ren”, sagt Ste­fan Roja­cher, Lei­ter der Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­tion bei Kas­persky Lab DACH. “Pro­ble­ma­tisch wird es, wenn sich Paare bedin­gungs­los digi­tale Geräte und Zugangs­da­ten tei­len. Zu viel Trans­pa­renz und Ehr­lich­keit wer­den dann schnell zum Kil­ler für jede nette Über­ra­schung und gehen zudem auch auf Kos­ten der Sicher­heit”, unter­streicht Rojacher.

Autor: PressetextAustria/red/cc
18.05.2018

Weitere aktuelle Artikel

Die von Regie­rung beschlos­sene Sen­kung der Mehr­wert­steuer auf Lebens­mit­tel reicht nicht. Grund­be­dürf­nisse der Men­schen müs­sen ziel­ge­rich­te­ter abge­si­chert wer­den. Bei Han­dels­rie­sen braucht es mehr Preis­kon­trolle plus Zurück­hal­tung bei Gewinn­ma­xi­mie­rung, so Ana­lyse des Momentum-Instituts. Die öster­rei­chi­sche Bun­des­re­gie­rung und der Natio­nal­rat haben die Sen­kung der Mehr­wert­steuer auf aus­ge­wählte Lebens­mit­tel final abge­han­delt bzw. ver­ab­schie­det und kürz­lich hat auch der Bun­des­rat zuge­stimmt. Damit wird nun mit 1. Juli […]
Auf­tritt von Peter Thiel bei Wie­ner Fest­wo­chen nach ein­ge­hen­der Refle­xion unter­schied­li­cher Posi­tio­nen abge­sagt. Nach fun­dier­ter Erör­te­rung und Zustim­mung meh­re­rer Gre­mien im Vor­feld geben ver­laut­barte und ange­drohte Absa­gen ande­rer Künst­ler den Aus­schlag. Gan­zes Pro­ce­dere final nun Art eige­nes Festwochen-Stück. Die Wie­ner Fest­wo­chen rund um Inten­dant Milo Rau und Geschäfts­füh­re­rin Arte­mis Vakia­nis haben den für 7. Juni […]
US-Unter­neh­mer und liber­tä­rer Macht­theo­re­ti­ker Peter Thiel soll bei Wie­ner Fest­wo­chen auf­tre­ten. Kri­ti­ker wol­len ihm kein Podium geben und Fest­wo­chen­chef Milo Rau ent­wi­ckelt Gegen­stra­te­gie. Die ganze Chose beleuch­tet das klein­geis­tige Schre­ber­gärt­ne­rIn­nen­tum in Wien. Ein Kom­men­tar von Chris­tian Czaak. Die pein­lich-lächer­li­che Debatte um den Auf­tritt Peter Thiels bei den Wie­ner Fest­wo­chen offen­bart ein­mal mehr den beschränk­ten Hori­zont des […]
Digi­ta­ler Assis­tent für inklu­sive Mobi­li­tät. Men­schen mit Behin­de­rung sol­len ohne Bar­rie­ren mit öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln unter­wegs sein kön­nen. Ein Mobi­li­täts­pro­jekt der Uni­ver­sity of Applied Sci­en­ces St. Pöl­ten wird von der Fritz Schöggl Pri­vat­stif­tung gefördert. Ein neues Pro­jekt der Uni­ver­sity of Applied Sci­en­ces St. Pöl­ten (USTP) unter­sucht, wie Men­schen mit Behin­de­rung oder kör­per­li­cher Beein­träch­ti­gung bar­rie­re­freier mit öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln unter­wegs sein kön­nen. […]
Immer mehr Arbeit­neh­mer wol­len Job wech­seln. Ins­be­son­dere Gene­ra­tion Z betrof­fen. Mehr Geld, nega­ti­ves Arbeits­um­feld und bes­sere Work-Life-Balance als Haupt­gründe sowie ein aktu­ell begrenz­ter Arbeits­markt im Fokus einer neuen Stu­die von Rand­stad. Ermit­telt wur­den auch die belieb­tes­ten Arbeitgeber. Arbeits­märkte und unter­schied­li­che Zugänge und Sicht­wei­sen bei Arbeits­be­din­gun­gen sind natio­nal wie inter­na­tio­nal immer beson­ders rele­vante The­men. In Öster­reich naht […]
magnifier
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram