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Der Schlüs­sel für Übergewicht

For­scher der Uni of Mary­land (US) ent­de­cken Ursa­che für Fett­lei­big­keit in bis­lang unbe­kann­ten Ner­ven­zel­len. In USA lei­den bereits 40 Pro­zent der Erwach­se­nen und 20 Pro­zent der Kin­der an mas­si­vem Übergewicht.

For­scher der medi­zi­ni­schen Fakul­tät der Uni­ver­sity of Mary­land (US) haben kürz­lich einen Schlüs­sel für den Hang zur Fett­lei­big­keit ent­deckt und damit glau­ben sie nun auch eine neue The­ra­pie erschlie­ßen zu kön­nen. Ent­deckt haben die Wis­sen­schaf­ter bis­lang unbe­kannte Neu­ro­nen. Diese Ner­ven­zel­len regu­lie­ren den Hun­ger und sind sie außer Kon­trolle, wer­den Men­schen nicht so schnell satt. Das kann ent­spre­chend fatale Fol­gen für das Kör­per­ge­wicht haben.

Den Effekt die­ser bis­her unbe­kann­ten neu­ro­na­len Popu­la­tion haben die US-For­scher im Expe­ri­ment mit Mäu­sen ent­deckt. Hier zeigt sich, dass diese Ner­ven­zel­len sowohl Rezep­to­ren für Lep­tin als auch das BNC2-Gen expri­miert und das trägt nicht nur dazu bei, den Hun­ger zu unter­drü­cken, son­dern reagiert auch auf ernäh­rungs­be­zo­gene sen­so­ri­sche Reize wie etwa die Schmack­haf­tig­keit von Lebens­mit­teln. Lep­tin wird auch das “Hun­ger­hor­mon” genannt. Es signa­li­siert dem Gehirn im Nor­mal­fall, wann der Kör­per genü­gend Ener­gie gesam­melt hat, der Mensch also auf­hö­ren kann zu essen.

Expe­ri­mente mit Mäusen
Bis dato war vom BNC-2-Gen bekannt, dass es die Pig­men­tie­rung der Haut von Euro­pä­ern beein­flusst. Der Zusam­men­hang mit den Neu­ro­nen, die das Hun­ger­ge­fühl regu­lie­ren, ist neu. Die For­scher haben den Zusam­men­hang ent­deckt, indem sie mit der Gen­schere CRISPR-Cas 9 den Lep­tin­re­zep­tor in den BNC-2-Neu­ro­nen aus­schal­te­ten. Die der­art mani­pu­lier­ten Mäuse fra­ßen dar­auf­hin mehr und nah­men stär­ker zu. Wei­ters füg­ten die For­scher den BNC-2-Neu­ro­nen Fluo­res­zenz hinzu und diese Neu­ro­nen akti­vier­ten sich auch, wenn die Mäuse nach einer Fas­ten­zeit gefüt­tert wurden.

“Diese Erkennt­nisse erwei­tern unser Ver­ständ­nis dar­über, wie Neu­ro­nen den Appe­tit und die Fett­lei­big­keit beein­flus­sen, um eine ent­schei­dende neue Kom­po­nente”, so Brian Herb von der Uni­ver­sity of Mary­land (US). “Das könnte ein Schritt zur Behand­lung von Fett­lei­big­keit sein, etwa durch die Akti­vie­rung die­ser Neu­ro­nen, um das Gewicht zu redu­zie­ren oder den Hun­ger zu unter­drü­cken“, so Herb. In den USA lei­den 40 Pro­zent der Erwach­se­nen und 20 Pro­zent der Kin­der an Fett­lei­big­keit. In Europa sind 53 Pro­zent aller Erwach­se­nen über­ge­wich­tig, ein Zustand, der noch unter­halb der Fett­lei­big­keit liegt. 

Autor: Pressetext Austria/red/cc
10.02.2025

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