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Der Still­stand der Windräder

Die Wald­viert­ler WEB Wind­ener­gie baut die Öko­strom­pro­duk­tion in Europa kräf­tig aus – aber nicht in Österreich.

Pro­jekte zur Errich­tung von Wind­kraft­an­la­gen mit einer Leis­tung von mehr als 70 Mega­watt hat der Wald­viert­ler Wind­kraft­er­zeu­ger WEB Wind­ener­gie AG schon geraume Zeit fix und fer­tig geplant in der Schub­lade. Die Bau­vor­ha­ben hän­gen jedoch in der War­te­schleife, weil För­der­zu­sa­gen feh­len, die die Öko­strom­pro­duk­tion erst wirt­schaft­lich ren­ta­bel machen.
„In Öster­reich könn­ten wir sofort 110 Mil­lio­nen Euro inves­tie­ren“, sagt WEB-Vor­stands­vor­sit­zen­der Frank Dum­eier. Sein Unter­neh­men ist in sie­ben Staa­ten Euro­pas und Nord­ame­ri­kas geschäft­lich tätig, aber so schwie­rig wie in Öster­reich sei die Lage für Wind­kraft­an­la­gen­be­trei­ber zur­zeit nir­gendwo sonst, kri­ti­siert er.

Inter­na­tio­nale Projekte
Das Geld nimmt der High-Tech-Betrieb mit Sitz in Pfaf­fen­schlag im Bezirk Waidhofen/​Thaya daher für Pro­jekte im Aus­land in die Hand. „Wir wer­den heuer und 2018 rund 100 Mil­lio­nen Euro in neue Wind­parks in Frank­reich, Ita­lien und Deutsch­land inves­tie­ren“, kün­digt Dum­ei­ner an. Der Betrag fließt zu je einem Drit­tel in drei neue Wind­parks unweit der nord­fran­zö­si­schen Stadt Lille, in sechs Anla­gen an der ligu­ri­schen Küste sowie in sechs neue Wind­rä­der in den nahe Mag­de­burg gele­ge­nen Wind­park Wörbzig.
Die WEB Wind­ener­gie AG ist Öster­reichs ältes­tes Wind­kraft­un­ter­neh­men. Der Wald­viert­ler Spe­zi­al­be­trieb, der 120 Mit­ar­bei­ter beschäf­tigt, betreibt 225 Wind­ener­gie­an­la­gen mit einer Gesamt­leis­tung von 408 Mega­watt an Stand­or­ten in Öster­reich, Deutsch­land, Ita­lien, Frank­reich, Tsche­chien und Kanada. Die Öko-Anla­gen decken den Strom­be­darf von mehr als 230.000 Haus­hal­ten. An der WEB Wind­ener­gie AG sind rund 5.700 Pri­vat­per­so­nen betei­ligt, der über­wie­gende Teil der nicht bör­se­no­tie­ren­den Aktien steht in öster­rei­chi­schem Besitz. 

Autor: NOe-Wirtschaftspressedienst/red/stem
01.02.2017

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