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Der Welt­tag des Schlafes

Rund 45 Pro­zent der Welt­be­völ­ke­rung lei­den an Schlaf­stö­run­gen, in Öster­reich ist jede/​r Vierte betrof­fen. Aus­rei­chen­der und qua­li­täts­vol­ler Schlaf ist eine ent­schei­dende Vor­aus­set­zung für die mensch­li­che Gesund­heit. Ins­be­son­dere die Bedeu­tung des Schla­fes für das Gehirn wird häu­fig unterschätzt.

Ein Drit­tel ihres Lebens ver­brin­gen Men­schen mit Schla­fen. Ein gesun­der Schlaf ist auch Vor­aus­set­zung für ein gut funk­tio­nie­ren­des Gehirn. Neu­este Erkennt­nisse bele­gen den Zusam­men­hang von neu­ro­de­ge­nera­ti­ven Erkran­kun­gen und Schlaf­stö­run­gen. „Aus­rei­chen­der Schlaf ist nötig, damit ange­sam­melte Abbau­pro­dukte im Gehirn abtrans­por­tiert wer­den kön­nen“, erklärt Bir­git Högl, Lei­te­rin des Schlaf­la­bors an der Univ.-Klinik für Neu­ro­lo­gie der Med-Uni Inns­bruck anläss­lich des „Welt­ta­ges des Schla­fes“ am 16. März 2018.

Toxi­sche Reinigung
Die inter­na­tio­nal renom­mierte For­sche­rin lei­tet das Schlaf­la­bor an der Univ.-Klinik für Neu­ro­lo­gie (Direk­tor : Wer­ner Poewe) in Inns­bruck. „Der Schlaf dient dazu, das Gehirn wirk­sam toxisch zu rei­ni­gen. Das ist sehr wich­tig, für die Erhal­tung der Gehirn­ge­sund­heit“, erläu­tert Högl. Dau­er­hafte Schlaf­stö­run­gen kön­nen dar­über hin­aus zu Über­ge­wicht oder einem geschwäch­ten Immun­sys­tem füh­ren. Auch Krebs­er­kran­kun­gen wer­den mit Schlaf­stö­run­gen asso­zi­iert. Stu­dien zei­gen aller­dings, dass die Schlaf­qua­li­tät wesent­lich wich­ti­ger ist, als die ‑quan­ti­tät.

Der Blick ins Gehirn im Schlaflabor
Das Inns­bru­cker Schlaf­la­bor ist aktu­ell an meh­re­ren inter­na­tio­na­len For­schungs­pro­jek­ten betei­ligt. Der­zeit sind rund 100 Schlaf­stö­run­gen bekannt, die in der Regel behan­del­bar sind. Durch eine Unter­su­chung im Schlaf­la­bor ist es auch mög­lich, neu­ro­de­ge­nera­tive Erkran­kun­gen früh zu erken­nen. „Wäh­rend unse­rer Unter­su­chung des Schlaf­ver­hal­tens wer­fen wir einen Blick ins Gehirn“, so Högl zu den Vor­tei­len einer früh­zei­ti­gen Unter­su­chung von gra­vie­ren­den Schlaf­stö­run­gen. Das Schlaf­la­bor an der Univ.-Klinik für Neu­ro­lo­gie zählt zu den moderns­ten in Europa und hat im Jahr 2017 knapp 4.000 Pati­en­ten­be­su­che oder Auf­ent­halte verzeichnet.

Vor­trag zur Bedeu­tung des Schla­fes für das Gehirn
Im Rah­men des „Welt­tag des Schla­fes“ wird auf die hohe Bedeu­tung des Schla­fes für die Gesund­heit des Men­schen auf­merk­sam gemacht. Inter­na­tio­nale Gesund­heits­tage die­nen dazu, auf wich­tige medi­zi­ni­sche Fak­ten hin­zu­wei­sen. Im März 2018 fal­len dabei zwei Ereig­nisse zusam­men, die inhalt­lich in Ver­bin­dung ste­hen. In die inter­na­tio­nale Woche des Gehirns („Brain Awa­re­ness Week“) fällt der „Welt­tag des Schla­fes“ (16. März).
Im Rah­men der Vor­trags­reihe zur „Woche des Gehirns“ der Medi­zi­ni­schen Uni­ver­si­tät Inns­bruck hält Bir­git Högl einen Vor­trag zur Bedeu­tung des Schla­fes für die Gehirn­ge­sund­heit am 16. März 2018 ; 18:30 Uhr, Gro­ßer Hör­saal am Cen­trum für Che­mie und Bio­me­di­zin (Inn­rain 80 – 82, Inns­bruck). Ein­tritt frei.

Autor: red
16.03.2018

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