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© Pexels/ Ken Tomita

Deut­sche Unter­neh­men redu­zie­ren wei­ter Büroflächen

Die Arbeit von zu Hause aus bleibt im Trend. Betriebe in Deutsch­land reagie­ren nun zuneh­mend mit der Ver­klei­ne­rung von Büro­flä­chen. Das betrifft pri­mär Dienst­leis­ter und große Industrieunternehmen.

Der durch die Corona-Pan­de­mie aus­ge­löste Trend der Heim­ar­beit geht kon­ti­nu­ier­lich wei­ter. Das Home­of­fice ist wei­ter ange­sagt und viele Unter­neh­men in Deutsch­land ver­klei­nern nun ent­spre­chend ihre Büro­flä­chen oder erneu­ern diese zu soge­nann­ten Co-Working-Spaces. Das zei­gen neue Ergeb­nisse einer aktu­el­len Erhe­bung des Münch­ner ifo-Instituts. 

„Über sechs Pro­zent aller Unter­neh­men haben ihre Büro­flä­chen bereits ver­klei­nert. Und wei­tere über acht Pro­zent pla­nen es in den kom­men­den fünf Jah­ren“, sagt Simon Krause, For­scher vom ifo-Insti­tut. „Beson­ders stark zeigt sich die­ser Trend bei Dienst­leis­tern und Groß­un­ter­neh­men, die den Groß­teil der Büro­flä­chen nut­zen. Jedes vierte die­ser Unter­neh­men hat seine Büro­flä­chen ver­klei­nert oder plant es“, so der ifo-Experte.

Nach­frage nach Büro­flä­chen soll auch zukünf­tig wei­ter sinken
Die Home­of­fice-Quote in Deutsch­land liegt seit knapp zwei Jah­ren sta­bil bei einem Vier­tel der Beschäf­tig­ten und zwei Drit­tel der Unter­neh­men. „Trotz Auf­for­de­run­gen ein­zel­ner Unter­neh­men zur Rück­kehr ins Büro hat sich das regel­mä­ßige Arbei­ten im Home­of­fice eta­bliert. Die Fir­men pas­sen daher schritt­weise ihren Büro­flä­chen­be­darf an“, erläu­tert Krause. 

Ein rele­van­ter Para­me­ter ist dabei auch das Thema Miet­ver­träge. „Da die Miet­ver­träge oft lang­fris­tig abge­schlos­sen wer­den, tritt der Gesamt­ef­fekt erst zeit­ver­zö­gert ein. Basie­rend auf unse­ren Stu­dien erwar­ten wir, dass lang­fris­tig die Nach­frage nach Büro­flä­chen wegen Home­of­fice um etwa 12 Pro­zent sin­ken wird“, skiz­ziert Simon Krause.

Wei­tere Her­aus­for­de­run­gen für ohne­hin ange­spann­ten Immobilienmarkt
Am häu­figs­ten zie­hen die Redu­zie­rung der Büro­flä­chen Dienst­leis­ter und Groß­un­ter­neh­men in Betracht. Rund 12 Pro­zent der gro­ßen Dienst­leis­tungs­fir­men haben bereits ver­klei­nert und 14 Pro­zent pla­nen dies innert der nächs­ten fünf Jahre. In der Indus­trie haben das fünf Pro­zent umge­setzt und knapp sie­ben Pro­zent pla­nen es. Im Han­del lau­tet die­ses Ver­hält­nis knapp zwei Pro­zent umge­setzt und knapp fünf Pro­zent geplant. Bei klei­nen Unter­neh­men sind es über vier Pro­zent ver­sus sechs Prozent.

„Die Redu­zie­rung von Büro­flä­chen stellt den ohne­hin ange­spann­ten Immo­bi­li­en­markt vor wei­tere Her­aus­for­de­run­gen. In Kom­bi­na­tion mit wirt­schaft­li­chen Unsi­cher­hei­ten, gestie­ge­nen Zin­sen und Bau­kos­ten ist keine schnelle Erho­lung in Sicht“, betont Krause vom ifo-Insti­tut. Ein Mehr an Büro­flä­chen ist hin­ge­gen sel­ten. Nur 0,5 Pro­zent machen das und 2,5 Pro­zent pla­nen es. Bei den rest­li­chen Unter­neh­men gibt es dies­be­züg­lich keine Änderungen. 

Autor: red/cc
10.09.2024

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