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Dezen­trale wie nach­hal­tige und effi­zi­ente Lebensmittelproduktion 

Die FH St. Pöl­ten betreibt mit ande­ren For­schungs­in­sti­tu­tio­nen und einem Unter­neh­men ein Pro­jekt zum Thema Kreis­lauf­wirt­schaft und geschlos­sene Dis­tri­bu­ti­ons­kreis­läu­fen. Ziel­set­zung ist eine auch regio­nal nach­hal­tige wie effi­zi­ente Lebensmittelproduktion.

Die res­sour­cen­scho­nende und nach­hal­tige Lebens­mit­tel­pro­duk­tion ist ein wesent­li­cher Bau­stein für eine nach­hal­tige Kreis­lauf­ge­sell­schaft. Ein For­schungs­pro­jekt an der Fach­hoch­schule St. Pöl­ten ent­wi­ckelt nun Kon­zepte für eine Kreis­lauf­wirt­schaft mit geschlos­se­nen Energie‑, Res­sour­cen- und Dis­tri­bu­ti­ons­kreis­läu­fen für eine effi­zi­ente dezen­trale und nach­hal­tige Lebensmittelproduktion.

Geschlos­sene Kreisläufe
Die wach­sende Welt­be­völ­ke­rung, immer häu­fi­gere und inten­si­vere Wet­ter­ex­treme sowie unter­bro­chene glo­bale Lie­fer­ket­ten stel­len die klas­si­sche Nah­rungs­mit­tel­pro­duk­tion vor große Her­aus­for­de­run­gen. Eine Mög­lich­keit, diese Pro­bleme zu lösen, sind soge­nannte aqua­po­ni­sche Sys­teme. Aqua­po­nik ver­bin­det Aqua­kul­tur mit der Auf­zucht von Was­ser­tie­ren in Becken und Hydro­po­nik, die Kul­ti­vie­rung von Nutz­pflan­zen wie Gemüse oder Kräu­tern im Wasser.

Das von der FH St. Pöl­ten koor­di­nierte For­schungs­pro­jekt EdeN (Effi­zi­ente dezen­trale nach­hal­tige Lebens­mit­tel-Pro­duk­tion) will die­sen Ansatz in Rich­tung Kreis­lauf­wirt­schaft wei­ter­ent­wi­ckeln. „Wir wol­len ein Aqua­po­nik-Sys­tem ent­wer­fen, mit dem eine Kom­bi­na­tion mit geschlos­se­nen Energie‑, Res­sour­cen- und Dis­tri­bu­ti­ons­kreis­läu­fen in der Lebens­mit­tel­her­stel­lung ent­steht“, sagt Tho­mas Fel­ber­bauer, Lei­ter des Stu­di­en­gangs Smart Engi­nee­ring an der FH St. Pöl­ten und Lei­ter des Projekts.

Drei wis­sen­schaft­li­che Part­ner und ein Unternehmen
Der Aqua­ponik­her­stel­ler Anders­Farm in Klau­sen-Leo­polds­dorf im Bezirk Baden ist Part­ner im Pro­jekt. Das neue Sys­tem soll von meh­re­ren Aqua­po­nik-Pro­du­zen­ten eva­lu­iert wer­den. Zum Ener­gie­kon­sum der Sys­teme gibt es ein Kon­zept für den (teil-)autarken Betrieb. Dazu wer­den Anla­gen­kom­po­nen­ten ener­gie­ef­fi­zi­en­ter gestal­tet und auch IoT-Geräte zur Mes­sung und Steue­rung des Sys­tems ein­ge­setzt. Die Res­sour­cen­kreis­läufe wer­den durch neue Ver­wer­tungs­mög­lich­kei­ten der Rest­stoffe (z. B. Fisch­ab­fall und Sedi­ment­ab­la­ge­run­gen) wei­ter geschlos­sen. Final soll der Betrieb effi­zi­en­ter und nach­hal­ti­ger werden.

Das Pro­jekt wird von drei wis­sen­schaft­li­chen Part­nern durch­ge­führt: der Fach­hoch­schule St. Pöl­ten, den Rese­arch Stu­dios Aus­tria und dem Aus­trian Insti­tute of Tech­no­logy. Betei­ligt sind zudem der IoT-Dienst­leis­ter BEIA sowie der Anla­gen­her­stel­ler und Pro­du­zent von Aqua­po­nik-Sys­te­men Anders­Farm. Die Öster­rei­chi­sche For­schungs­för­de­rungs­ge­sell­schaft FFG för­dert das Projekt.

Autor: red/czaak
30.06.2023

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