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© Pexels.com/Karolina Grabowska

Die aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen für Anleger 

Stei­gende Infla­tion und nied­rige Zin­sen sind der­zeit beson­dere Her­aus­for­de­run­gen für Kapi­tal­markt­an­le­ger, so das Bank­haus Späng­ler in sei­ner neuen Ana­lyse der inter­na­tio­na­len Kapitalmärkte.

Die Welt­wirt­schaft befin­det sich wei­ter­hin auf einem guten Weg, auch wenn sich das starke glo­bale Wachs­tum der ers­ten Jah­res­hälfte nun etwas redu­ziert hat. Für Anle­ger bedeu­tet das wei­ter­hin gute Chan­cen und ins­ge­samt ist die kon­junk­tu­relle Ent­wick­lung sowohl in Europa als auch in den USA posi­tiv. Den­noch gibt es einige zu beach­tende Punkte und der wich­tigste davon heißt der­zeit Infla­tion, so das Bank­haus Späng­ler in sei­nem aktu­el­len Kapitalmarktbericht. 

Real­zin­sen lie­gen bereits im nega­ti­ven Bereich 
“Die bis­he­rige These der Noten­ban­ken eines nur ‘tem­po­rä­ren Anstiegs’ der Infla­tion steht sicher auf dem Prüf­stand”, sagt Mar­kus Dürn­ber­ger, Lei­ter Asset Manage­ment im Bank­haus Späng­ler. “Die Teue­rung ist längst real zu spü­ren – in Europa liegt die Infla­tion schon bei 3,2 Pro­zent, in den USA gar bei 5,2 Pro­zent. Das Thema Infla­tion wird uns also sicher noch wei­ter beglei­ten“, so der Experte. Und: „Für zusätz­li­che Unruhe sor­gen die welt­wei­ten Lie­fer­eng­pässe, wel­che die Preise zusätz­lich unter Druck set­zen. All das wird die Märkte auch künf­tig noch stark beschäf­ti­gen“, unter­streicht Dürnberger. 

Die aktu­ell hohe Infla­tion, gepaart mit dem gewohnt nied­ri­gen Zins­ni­veau, erschwert es für Anle­ger und Ver­mö­gens­ver­wal­ter, Kapi­tal real zu erhal­ten. “Für zehn­jäh­rige Staats­an­lei­hen in der Euro­zone lie­gen die Real­zin­sen (Anm. Nomi­nal­zin­sen abzüg­lich Infla­ti­ons­rate) bereits deut­lich unter minus 1 Pro­zent; in den USA auf­grund der höhe­ren Infla­ti­ons­zah­len aktu­ell sogar unter ‑2 Pro­zent“, erläu­tert Nils Kottke, Vor­stands­mit­glied des Bank­hau­ses Späng­ler. „Lang­fris­tig ist die­ser Kauf­kraft­ver­lust natür­lich keine gesunde Entwicklung.” 

Gute Ent­wick­lung ver­sus „Stol­per­steine“ bei Aktiemärkten
Auf den Akti­en­märk­ten hat nach dem sehr guten ers­ten Halb­jahr des lau­fen­den Jah­res im drit­ten Quar­tal eine Anpas­sung bzw. Nor­ma­li­sie­rung statt­ge­fun­den. “Den­noch ist das Gesamt­bild sowohl in den USA als auch in Europa gut”, so Dürn­ber­ger. In China wie­derum haben die sich häu­fen­den regu­la­to­ri­schen Ein­griffe Pekings in die Kapi­tal­märkte für große Unsi­cher­heit gesorgt. 

“Wir glau­ben, dass die­ser Pro­zess des wach­sen­den poli­ti­schen Ein­flus­ses auf die Wirt­schaft noch nicht abge­schlos­sen ist. Daher agie­ren wir der­zeit eher vor­sich­tig, was China-Invest­ments betrifft”, so der Asset Mana­ger des Bank­haus Späng­ler. Gefah­ren berge ins­be­son­dere auch der Immo­bi­li­en­markt (Anm. Krise Ever­g­rande), der rund 20 Pro­zent zum Wachs­tum Chi­nas beiträgt. 

Autor: red/czaak
18.10.2021

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