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© Pexels.com/Sebastian Voortman

Die Hei­mat für radi­kale Neudenker

Pro­dukte und Dienst­leis­tun­gen für die nach­hal­tige Ver­bes­se­rung des Lebens. Deut­sche Inno­va­ti­ons­agen­tur Sprind als Brü­cken­bauer zwi­schen For­schung und Wirt­schaft. Neue Pro­gramm­li­nien zu anti­vi­ra­len Mit­tel und CO2-Themen. 

Es braucht nach­hal­tige Inno­va­tio­nen, um CO2 aus der Atmo­sphäre zu ent­fer­nen und öko­no­misch betrach­tet soll­ten diese auch ska­lier­bar und ent­spre­chend wirt­schaft­lich sein. Sprind, die deut­sche Agen­tur für soge­nannte Sprung-Inno­va­tio­nen, finan­ziert über eigene The­men-Chal­lenges neue Pro­jekt­ent­wick­lun­gen, dar­un­ter die aktu­elle Chall­enge “Car­bon-To-Value”, wo es um den lang­an­hal­ten­den Ent­zug gro­ßer Men­gen CO2 aus der Atmo­sphäre geht und deren Bin­dung in Produkten. 

„Für die Mit­tel­ver­gabe bei den Sprind-Chal­lenges haben wir ein neues und ver­gleichs­weise schnel­le­res Ver­fah­ren der Inno­va­ti­ons­för­de­rung eta­bliert : die vor­kom­mer­zi­elle Auf­trags­ver­gabe. Auch klei­nere Teams und Start-Ups kön­nen sich hier ohne spe­zi­el­les För­der-Know-how betei­li­gen“, erläu­tert Jano Cos­tard, Chief Chall­enge Offi­cer von Sprind. „Zwi­schen Ende der Bewer­bungs­frist und der Aus­zah­lung der ers­ten Mit­tel lie­gen weni­ger als zwei Monate. So kann die Arbeit an den Sprung­in­no­va­tio­nen schnellst­mög­lich begin­nen“, unter­streicht Costard.

Pod­casts mit Nobelpreisträgern
Auf der letz­ten Kon­fe­renz (Anm. „Fal­ling Walls in Berlin/​D) wur­den die Teil­neh­mer der Sprind-Chall­enge „Ein Quan­ten­sprung für neue anti­vi­rale Mit­tel“ bekannt gege­ben. Von ins­ge­samt 45 Bewer­bun­gen aus Deutsch­land und Europa wählte die Jury neun Teams aus (siehe Link). Diese erhal­ten im ers­ten Jahr des drei Jahre dau­ern­den Wett­be­werbs jeweils bis zu 700.000 Euro für die Ent­wick­lung von neuen Wirk­stoff­kan­di­da­ten gegen virale Erkran­kun­gen. Aktu­ell star­tet nun die zweite Chall­enge “Car­bon-To-Value”.

Das Thema Sprung­in­no­va­tio­nen erläu­tern bei Sprind regel­mäs­sig auch Exper­ten zu unter­schied­li­chen Berei­chen in eige­nen Pod­casts. Zuletzt sprach Ben­ja­min List, Nobel­preis­trä­ger für Che­mie. In aktu­el­len Fol­gen Anne Lamp, Che­mi­ke­rin und Grün­de­rin von trace­l­ess mate­ri­als, die sich der Her­stel­lung von Bio­plas­tik aus kom­pos­tier­ba­ren Rest­stof­fen der Agrar­in­dus­trie wid­met. Diese abbau­ba­ren Kunst­stoffe sind zu 100 Pro­zent bio­ba­siert und kon­kur­rie­ren zudem nicht mit der Lebensmittelproduktion.

Pass­ge­naue Wetterdaten
Wei­ters erklärt Georg Korn, Co-Grün­der von Mar­vel Fusion, wie Kern­fu­sion funk­tio­niert, und ab wann deren Ener­gie für uns nutz­bar sein könnte. Der Phy­si­ker und Entre­pre­neur Max Gulde erläu­tert, wie er es mit sei­nem New-Space-StartUp „Con­stellR“ jedem Bau­ern ermög­li­chen will, pass­ge­nau Wet­ter­da­ten für seine Fel­der abzu­ru­fen – um so die Land­wirt­schaft kli­ma­fes­ter zu machen. 

Abge­run­det wer­den die aktu­el­len The­men­be­rei­che mit techno-geo­po­li­ti­schen Schwer­punk­ten, dar­un­ter der Fokus, warum die Ent­wick­lung von Halb­lei­tern so kom­plex ist und warum Europa eine tech­no­lo­gisch füh­rende Chip­fa­brik braucht — diese aber allein noch nicht reicht. Sprind-Boss Rafael Laguna de la Vera und Erich Cle­menti behan­deln die­ses Thema.

Autor: red/czaak
22.11.2021

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