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© RoboWunderkind

„Die Kin­der hat­ten rie­si­gen Spaß“

Mathe­ma­tik, Infor­ma­tik, Natur­wis­sen­schaf­ten und Tech­nik als zen­trale Bil­dungs­schwer­punkte. MINT-Pro­jekt in Salz­burg ver­mit­telte Schü­lern prak­ti­sche Anwen­dungs­kennt­nisse mit eige­nen Robotik-Baukästen. 

In zwan­zig Volks- und Mit­tel­schu­len im Land Salz­burg konn­ten Lehr­per­so­nen in den letz­ten acht Mona­ten Robo­ter-Bau­käs­ten für MINT-Pro­jekte anwen­den. Ziel­set­zung war, dass Schü­le­rIn­nen in einer spie­le­ri­schen Art mit MINT-The­men in Berüh­rung kom­men und dabei mit Robo­tik und Pro­gram­mie­ren die tech­ni­sche Welt bes­ser zu ver­ste­hen lernen. 

Die Aus­stat­tung, Schu­lung und Betreu­ung der Schu­len mit den soge­nann­ten Robo Wun­der­kind Bau­käs­ten wurde von EdTech Aus­tria und dem Land Salz­burg initi­iert. Aktu­ell wurde nun die Durch­füh­rung des Pro­jek­tes mit Leh­rern, Schul­lei­te­rIn­nen und Gemein­de­ver­tre­tern evaluiert.

40 Lehr­kräfte und 160 Robo­tik-Bau­käs­ten für rund 1.000 SchülerInnen
Ope­ra­tiv im Pro­jekt konn­ten Schü­ler mit bun­ten Robo­ter-Modu­len ver­schie­dene Robo­ter bauen und so pro­gram­mie­ren, dass sie selbst fah­ren und Stra­ßen­re­geln ler­nen, auf Befehl leuch­ten oder auch Töne von sich geben. Drei unter­schied­li­che Schwie­rig­keits­grade soll­ten die Kin­der von MINT-Neu­lin­gen zu klei­nen Code­rIn­nen machen.

Für den Ein­satz im Unter­richt wur­den 40 Lehr­kräfte aus dem gan­zen Land Salz­burg im Umgang mit den Robo-Bau­käs­ten geschult und mit den Unter­richts­ma­te­ria­lien aus­ge­stat­tet. Ins­ge­samt wur­den 160 Bau­sätze an die Schu­len ver­teilt. Rund 1.000 Schü­le­rin­nen und Schü­ler konn­ten so ihre MINT-Fähig­kei­ten mit Robo­tik-Pro­gram­mie­rung erproben.

Pro­blem­ori­en­tier­tes und krea­ti­ves Den­ken als wich­tige Fähig­kei­ten in der Arbeitswelt
„Kind­ge­rechte Tech­no­lo­gien, wie jene von Robo Wun­der­kind, schär­fen das Ver­ständ­nis für unsere schnell ent­wi­ckelte Welt und för­dern pro­blem­ori­en­tier­tes und krea­ti­ves Den­ken – wich­tige Fähig­kei­ten in unse­rer Arbeits­welt“, betonte Julia Pich­ler, Pro­jekt­lei­te­rin von EdTech Aus­tria, beim abschlie­ßen­den Work­shop für die Projektevaluierung. 

Das Ange­bot kam auch bei den Ler­nen­den in der Mit­tel­schule in Tams­weg gut an. „Die Kin­der haben rie­si­gen Spaß an der Arbeit mit den Robo­tern und for­dern das sogar ein, dass wir wie­der mit den Robo­tern arbei­ten. Das berei­chert den Unter­richt enorm“, erzählt Johan­nes Gapp­mayer, Leh­rer an der Mit­tel­schule Tamsweg.

Mehr Unter­richts­zei­ten für MINT-The­men drin­gend geboten
“Die Arbeit mit den Robo­tern ist für die Kin­der eine sehr sinn­stif­tende Tätig­keit. Sie tau­chen inten­siv in die Welt der Pro­gram­mie­rung ein und ihre schnelle Auf­fas­sungs­gabe ist erstaun­lich“, sagt Maria Rehrl, Direk­to­rin der Mit­tel­schule Eugen­dorf. Die Schü­ler wur­den immer selbst­be­wuss­ter beim Expe­ri­men­tie­ren und konn­ten rasch Ver­bin­dun­gen zwi­schen Schul-Robo­tern und den Robo­tern im All­tag her­stel­len, so eine wei­tere Erkenntnis. 

Das Lehr­per­so­nal wünscht sich nun künf­tig noch mehr Bau­käs­ten und wei­tere didak­ti­sche Unter­richts­ma­te­ria­lien für krea­tive Lehr­bei­spiele auch in ande­ren Fächern. „Der Stel­len­wert von MINT und neue For­men des Ler­nens muss sich in der Schule und im Lehr­plan wider­spie­geln“, so Mathias Kut­schera von Robo Wun­der­kind in Anleh­nung an feh­lende Unter­richts­zei­ten für MINT-Themen. 

Es braucht nun auch die Unter­stüt­zung der Gemeinden
Mehr Zeit und ein frü­he­rer Ein­stieg in das Thema kön­nen hel­fen, um in Zukunft mehr Arbeits­kräfte und Exper­ten für die MINT-Berufe zu gewin­nen. Das Pro­jekt wurde von aws (Bund) und Land Salz­burg finan­ziert. Die erste Imple­men­ta­ti­ons­phase zeigt posi­tive Ergeb­nisse aus Sicht der Lehr­per­so­nen und Schü­le­rIn­nen, so die Betreiber. 

Damit in Salz­burg flä­chen­de­ckend Schu­len den Schritt in eine zukunfts­ori­en­tierte MINT-Bil­dung machen kön­nen und die bereits aus­ge­stat­te­ten Schu­len ihre Infra­struk­tur aus­bauen kön­nen, braucht es nun auch die Unter­stüt­zung der Gemein­den. „Nichts tun, kos­tet viel mehr, als etwas zu tun. Wir als Gemein­de­ver­tre­ter müs­sen junge Men­schen unter­stüt­zen, MINT-Wis­sen früh genug zu erler­nen“, betonte Johann Stras­ser, Bür­ger­meis­ter von Eugendorf.

Autor: red/mich
27.03.2023

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