Zum Inhalt

Die Kon­ti­nui­tät der Rekorde

Kapsch Traf­fic Com AG ver­zeich­net für abge­lau­fe­nes Wirt­schafts­jahr neu­er­li­chen Rekord­um­satz sowie Stei­ge­rung der Eigenkapitalquote. 

75 Pro­zent des Umsat­zes ent­fal­len auf das Maut­ge­schäft, hier betrug das Wachs­tum über elf Pro­zent. 25 Pro­zent betref­fen den Bereich Intel­li­gente Mobi­li­täts­lö­sun­gen. Unter­neh­mens­len­ker Georg Kapsch bestä­tigt bei Bilanz­prä­sen­ta­tion in Wien wei­tere Kon­ti­nui­tät bei der Wachs­tums­stra­te­gie des bör­sen­no­tier­ten Technologiekonzerns.
Kapsch Traf­fic­Com konnte im Wirt­schafts­jahr 201718 den Umsatz um 6,9 % auf 693,3 Mio. Euro stei­gern und das ist pri­mär auf eine 11,4 %-ige Umsatz­stei­ge­rung beim Maut­seg­ment (Elec­tro­nic-Toll-Coll­ec­t/ETC-Seg­ment) zurück­zu­füh­ren. Beim Seg­ment “Intel­li­gente Mobi­li­täts­lö­sun­gen“ (IMS) ging der Umsatz um 4,7 % zurück. Kapsch Traf­fic­Com beschäf­tigt mitt­ler­weile mehr als 5.200 Mitarbeiter.

Stei­ge­rung beim berei­nig­ten EBIT und unver­än­derte Dividende
Das Ergeb­nis aus betrieb­li­cher Tätig­keit (EBIT) in Höhe von 50,1 Mio. Euro lag 10 Mio. unter dem Ver­gleichs­wert des Vor­jah­res. Die­ser ent­hielt einen posi­ti­ven Ein­mal­ef­fekt von 3 Mio. und das (nur bedingt beein­fluss­bare) ope­ra­tive Wäh­rungs­er­geb­nis von 4,7 Mio. lag 9,9 Mio. über dem Wert des Wirt­schafts­jah­res 201718. Berei­nigt um diese bei­den Punkte konnte Kapsch Traf­fic­Com im ordent­li­chen Geschäfts­ver­lauf das EBIT steigern.
Das Finanz­ergeb­nis ver­schlech­terte sich von 0,4 Mio. Euro im Vor­jahr auf ‑5,2 Mio.. Wesent­li­cher Grund dafür war ein Rück­gang der Fremd­wäh­rungs­ge­winne um 4,6 Mio., vor allem im Zusam­men­hang mit dem US-Dol­lar und dem Süd­afri­ka­ni­schen Rand (ZAR). Da diese Ent­wick­lung zu einem Gut­teil auf Wäh­rungs­ver­lus­ten beruht und daher keine nach­hal­tige Ergeb­nis­schwä­chung zu erwar­ten ist, wird der Vor­stand der Haupt­ver­samm­lung für das Wirt­schafts­jahr 201718 erneut eine Divi­dende je Aktie in Höhe von 1,50 Euro vorschlagen.
„Kapsch Traf­fic­Com ver­folgt eine auf Wachs­tum aus­ge­legte Stra­te­gie und so freut es mich, das dritte Jahr in Folge einen Umsatz­an­stieg berich­ten zu kön­nen. Ich bin über­zeugt, dass wir die­sen Trend auch in Zukunft fort­set­zen kön­nen”, so Georg Kapsch, CEO der Kapsch TrafficCom.

Die ein­zel­nen Ergebnisse
Im abge­lau­fe­nen Wirt­schafts­jahr ent­fie­len 75,2 % des Umsat­zes auf das ETC-Seg­ment und 24,8 % auf das IMS-Seg­ment. Im ETC-Seg­ment ver­zeich­nete Kapsch Traf­fic­Com einen Umsatz­zu­wachs von 11,4 % auf 521,6 Mio. Euro. Gleich­zei­tig ging das Seg­ment-EBIT um 18,3 % auf 53,5 Mio. zurück. Ver­ant­wort­lich dafür waren im Wesent­li­chen die auf die­ses Seg­ment ent­fal­le­nen höhe­ren ope­ra­ti­ven Wäh­rungs­ver­luste sowie gerin­gere Mar­gen aus den Pro­jek­ten in Tsche­chien und Öster­reich. Bei bei­den senkte Kapsch Traf­fic­Com im Zuge der Ver­trags­ver­län­ge­rung bzw. Neu­ver­gabe im Jahr 2016 die Preise.
Der Umsatz im IMS-Seg­ment sank um 4,7 % auf 171,6 Mio. Euro. Ein wesent­li­cher Grund dafür war das Aus­lau­fen von Pro­jek­ten außer­halb des Kern­ge­schäfts, die mit Akqui­si­tion der Trans­por­ta­tion-Sparte von Schnei­der Elec­tric im Jahr 2016 über­nom­men wur­den. Gleich­zei­tig gelang es, die Ver­luste in die­sem Seg­ment deut­lich zu redu­zie­ren. Das IMS-EBIT betrug ‑3,4 Mio. wäh­rend in den ‑5,4 Mio. des Vor­jah­res sogar noch ein posi­ti­ver Ein­mal­ef­fekt in Höhe von 2,1 Mio. ent­hal­ten war.

Die spe­zi­fi­schen Märkte und Finanzierungsstrategien
Wäh­rend der Free Cash­flow zum Halb­jahr noch nega­tiv war, führte die Beglei­chung von For­de­run­gen ins­be­son­dere aus Öster­reich, Weiß­russ­land und Schwe­den zu einem posi­ti­ven Wert von EUR 33,1 Mio. Als Kon­se­quenz kann Kapsch Traf­fic­Com zum Ende des Wirt­schafts­jah­res ein Net­to­gut­ha­ben in Höhe von 16,2 Mio. aus­wei­sen ‑und das trotz diver­ser Akqui­si­tio­nen sowie der Divi­den­den­aus­schüt­tung in Höhe von 19,5 Mio. Euro.
Die Eigen­ka­pi­tal­quote lag zum 31. März 2018 bei 37 % und somit um zwei Pro­zent über dem Wert per 31. März 2017 (35 %). Im drit­ten Quar­tal tilgte Kapsch Traf­fic­Com die im Jahr 2010 bege­bene 4,25-Prozent-Unternehmensanleihe. Das führte auf­grund der damit ver­bun­de­nen Bilanz­ver­kür­zung zu einem kräf­ti­gen Anstieg der Eigen­ka­pi­tal­quote zum 31. Dezem­ber 2017. Im Jän­ner 2018 nutzte das Unter­neh­men das attrak­tive Zins­ni­veau und nahm eine 50,0 Mio. Bank­fi­nan­zie­rung mit einer Lauf­zeit von sechs Jah­ren und einer Ver­zin­sung von 0,8 % auf. Durch die bilanz­ver­län­gernde Wir­kung sank die Eigen­ka­pi­tal­quote wie­der. Die Bilanz­summe betrug zum 31. März 2018 621,1 Mio. (31. März 2017 : 648,8 Mio. Euro).

Neu­ge­schäft in den Regio­nen Nord­ame­rika und EMEA
Im Wirt­schafts­jahr 201718 und in den ers­ten Wochen des neuen Wirt­schafts­jah­res arbei­tete das Unter­neh­men inten­siv an der Anbah­nung einer Reihe von neuen Pro­jek­ten. Kapsch Traf­fic­Com sieht eine große Zahl poten­zi­el­ler Pro­jekte klei­ne­ren Volu­mens in allen Ver­triebs­re­gio­nen. Der nord­ame­ri­ka­ni­sche Markt prä­sen­tiert sich sehr dyna­misch, spe­zi­ell im Bereich mit­tel­gro­ßer und klei­ne­rer Auf­träge. Auch in der EMEA-Region bie­ten sich umfang­rei­chere Gele­gen­hei­ten als üblich — hier wären es ver­gleichs­weise oft Groß­pro­jekte. Man­che davon würde Kapsch Traf­fic­Com in einem Kon­sor­tium betreuen, d. h. es ist nicht zwin­gend, dass alle kom­men­den Pro­jekte voll kon­so­li­diert dar­ge­stellt werden.

Wachs­tums­trei­ber Intel­li­gente Mobilitätslösungen
Stra­te­gisch treibt das Unter­neh­men die Akti­vi­tä­ten in den zukünf­ti­gen Wachs­tums­be­rei­chen “Smart Urban Mobi­lity” und “Ver­netzte Fahr­zeuge” voran. Kurz­fris­tig ist hier von kei­nem signi­fi­kan­ten Umsatz­bei­trag und ten­den­zi­ell von einem nega­ti­ven EBIT-Bei­trag aus­zu­ge­hen. Das Manage­ment ist aber über­zeugt, dass diese zwei Berei­che Kern­the­men des zukünf­ti­gen Ver­kehrs­ma­nage­ments anspre­chen. Um hier lang­fris­tig eine Rolle zu spie­len, muss man sich schon heute enga­gie­ren, um den Markt zu beset­zen und ins­be­son­dere seine Ent­wick­lung pro­ak­tiv mitzugestalten.

Beide Haupt­seg­mente sol­len wei­ter steigen
Im Wirt­schafts­jahr 201819 soll der Umsatz um rund 10 Pro­zent gestei­gert wer­den, wobei die Geschäfts­dy­na­mik im Laufe des Jah­res ten­den­zi­ell zuneh­men wird. Posi­tive Fak­to­ren sind etwa der Auf­bau des lan­des­wei­ten Maut­sys­tems in Bul­ga­rien, das dyna­mi­sche Geschäft in den USA sowie Umsätze im Zusam­men­hang mit dem neuen Gemein­schafts­un­ter­neh­men in Sambia.
Im Hin­blick auf die Pro­fi­ta­bi­li­tät im Wirt­schafts­jahr 201819 erwar­tet das Unter­neh­men einen EBIT-Anstieg um eben­falls rund 10 %.
Mit­tel­fris­tig plant Kapsch Traf­fic­Com, in bei­den Seg­men­ten zu wach­sen. Gleich­zei­tig wird das Ziel ver­folgt, die EBIT-Marge der Gruppe auf ein Niveau von nach­hal­tig über 10 Pro­zent zu heben. Dafür soll das EBIT im ETC-Geschäft klar über 10 Pro­zent gehal­ten und jenes im IMS-Geschäft kon­ti­nu­ier­lich ver­bes­sert wer­den. „Bei gutem Umfeld erscheint aus heu­ti­ger Sicht ein IMS-EBIT von bis zu 8 Pro­zent mach­bar“, resü­miert Georg Kapsch. 

Autor: red/czaak
22.06.2018

Weitere aktuelle Artikel

In Deutsch­land geben die Ölkon­zerne die Tan­kra­batte bis­her nur teil­weise wei­ter. Ifo-Insti­tut ent­wi­ckelt eige­nen Tan­kra­batt-Tra­cker für Über­prü­fung und Analyse. Der seit Anfang Mai gel­tende Tan­kra­batt der deut­schen Bun­des­re­gie­rung kommt nur teil­weise an den Zapf­säu­len an. Das zei­gen aktu­elle Berech­nun­gen des ifo-Insti­tuts, das für genaue Ana­ly­sen einen soge­nann­ten Tan­kra­batt-Tra­cker ent­wi­ckelt hat. „Beim Die­sel haben die Tank­stel­len […]
Sta­gnie­rende Geschäfts­la­gen, wei­ter hohe Kos­ten bei Ener­gie, Löh­nen oder Mate­rial sowie aus­ge­prägte Kon­sum­flaute prä­gen aktu­elle Wirt­schafts­si­tua­tion. Rund 17 Pro­zent der Betriebe über­le­gen Stand­ort oder Geschäfts­be­rei­che ins Aus­land zu ver­la­gern. Kri­tik an Maß­nah­men der Bun­des­re­gie­rung bei Industriestrategie. Die aktu­elle Geschäfts­lage der hei­mi­schen Unter­neh­men ist wei­ter­hin über­aus schwie­rig, auch eine Ver­än­de­rung in Rich­tung Auf­schwung wird nicht erwar­tet. […]
Kon­flikt im Nahen Osten und Ein­schrän­kun­gen im Schiffs­ver­kehr in Straße von Hor­mus beein­träch­ti­gen zuneh­mend Lie­fer­ket­ten sowie Ver­sor­gung mit Vor­pro­duk­ten und End­pro­duk­tio­nen. Mate­ri­al­man­gel geht quer durch alle Branchen. Die Ver­sor­gung mit Vor­pro­duk­ten in der Indus­trie hat sich deut­lich ver­schlech­tert. Im April berich­te­ten 14 Pro­zent der Unter­neh­men in der Indus­trie von Eng­päs­sen bei der Beschaf­fung von Mate­ria­lien, […]
In Europa und USA deut­lich weni­ger Bör­sen­gänge durch Nah­ost-Krieg. In China stei­gen die IPOs. Ver­tei­di­gungs­in­dus­trie, Infra­struk­tur und KI beson­ders gefragt. Welt­weit größ­ter Bör­sen­gang in Ams­ter­dam. Wie­ner Börse ent­wi­ckelt sich sehr gut. Nach einem viel­ver­spre­chen­den Start ins Jahr 2026 füh­ren neue geo­po­li­ti­sche Span­nun­gen und der welt­weite Anstieg der Ener­gie­preise zu einem deut­li­chen Rück­gang auf dem IPO-Markt : Die Zahl […]
Im Kon­text mit dem über­schul­de­ten Staats­haus­halt orten die Exper­ten des Öster­rei­chi­schen Fis­kal­rats in aktu­el­ler Ana­lyse eine Wir­kung der bis­he­ri­gen Spar­maß­nah­men. In Rich­tung des Defi­zit­zie­les 2027 ist noch ein Kon­so­li­die­rungs­vo­lu­men von 4,4 Mrd. Euro nötig. Die bis­he­ri­gen Kon­so­li­die­rungs­schritte der Öster­rei­chi­schen Bun­des­re­gie­rung zei­gen Wir­kung : das Bud­get­de­fi­zit 2025 sinkt auf 4,2 Pro­zent des Brutto-Inlands-Pro­duk­tes (BIP). Die­ser Wert bleibt damit […]
magnifier
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram