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Die lange Nacht der Forschung

Am 24. April öff­nen bei der Lan­gen Nacht der For­schung wie­derum öster­reich­weit alle rele­van­ten Wis­sen­schafts­ein­rich­tun­gen und for­schende Unter­neh­men ihre Türen. In Nie­der­ös­ter­reich tun dies bei freiem Ein­tritt 34 Stand­orte mit über 300 Sta­tio­nen von mehr als hun­dert Institutionen.

Bei der Lan­gen Nacht der For­schung war­tet all­jähr­lich ein viel­fäl­ti­ges Pro­gramm auf alle Wis­sen­schafts­in­ter­es­sier­ten und das gilt auch in Nie­der­ös­ter­reich. In Asparn an der Zaya, Baden, Melk, Klos­ter­neu­burg, St. Pöl­ten, Ybbs-Per­sen­beug und an den eco­plus Tech­no­po­len in Krems, Tulln, Wie­ner Neu­stadt und Wie­sel­burg kön­nen Besu­che­rin­nen und Besu­cher von 17 bis 23 Uhr bei Mit­mach­sta­tio­nen selbst Expe­ri­mente durch­füh­ren, span­nen­den Vor­trä­gen lau­schen und viele wei­tere High­lights erleben. 

„Die Lange Nacht der For­schung macht für alle Inter­es­sier­ten sicht­bar, woran unsere For­schungs­ein­rich­tun­gen aktu­ell arbei­ten und wel­che Inno­va­tio­nen hier ent­ste­hen. Ein wich­ti­ges Anlie­gen ist es uns, jun­gen Men­schen die Welt der Wis­sen­schaft näher­zu­brin­gen und sie für eine Kar­riere in For­schung und Tech­nik zu begeis­tern“, erläu­tert Johanna Mikl-Leit­ner (ÖVP), Lan­des­haupt­frau von Nie­der­ös­ter­reich. „Denn nur mit For­scher­geist und inno­va­ti­ven Ideen schaf­fen wir die beste Zukunft für unsere Kin­der“, so die nie­der­ös­ter­rei­chi­sche Landeschefin.

Archäo­lo­gen und Restau­ra­to­ren sowie Sci­ence Aca­demy und Sci­ence Cen­ter in Tulln

In Asparn an der Zaya wird die Arbeit von Archäo­lo­gin­nen und Archäo­lo­gen gezeigt. Hier kann jede/​r selbst in die Rolle von Restau­ra­to­rin­nen und Restau­ra­to­ren schlüp­fen, ler­nen wie das Alter archäo­lo­gi­scher Funde bestimmt wird und was diese über das Leben in der Ver­gan­gen­heit erzäh­len. In Baden und Melk gibt die Päd­ago­gi­sche Hoch­schule einen Ein­blick in ihre For­schungs­pro­jekte. An den Sta­tio­nen in Baden kann die Welt der Mathe­ma­tik hap­tisch erforscht wer­den, durch Logik- und Brett­spiele Com­pu­ta­tio­nal Thin­king ent­deckt oder über che­mi­sche Expe­ri­mente gestaunt wer­den. Pro­gram­mie­ren oder Robo­tik sind wie­derum die zen­tra­len The­men in Melk. 

„Die Lange Nacht der For­schung zeigt ein­drucks­voll, wie viel­fäl­tig und pra­xis­nah in Nie­der­ös­ter­reich geforscht wird. Mit Maß­nah­men wie dem For­schungs­fest, der Sci­ence Aca­demy oder dem Sci­ence Cen­ter in Tulln haben wir in den ver­gan­ge­nen Jah­ren wich­tige Impulse gesetzt, um Wis­sen­schaft für die Men­schen erleb­bar zu machen“, unter­streicht auch Ste­phan Pern­kopf (ÖVP), stv. Lan­des­haupt­mann. „Genau die­ses Ver­ständ­nis von Offen­heit und Zugäng­lich­keit spie­gelt sich auch in den zahl­rei­chen Sta­tio­nen der Lan­gen Nacht wider“, ergänzt Ste­phan Pern­kopf, der in Nie­der­ös­ter­reich auch als Lan­des­rat das Thema Wis­sen­schaft verantwortet.

Insti­tute of Sci­ence and Tech­no­logy Aus­tria (ISTA) in Klos­ter­neu­burg und viel­fäl­ti­ges Pro­gramm in St. Pölten

Am Insti­tute of Sci­ence and Tech­no­logy Aus­tria (ISTA) in Klos­ter­neu­burg war­tet am VISTA Sci­ence Expe­ri­ence Cen­ter u.a. die Füh­rung „Meet the Sci­en­tist“. Für Kin­der und Fami­lien gibt es ein abwechs­lungs­rei­ches Mit­mach-Pro­gramm, bei dem expe­ri­men­tiert, gerät­selt und spie­le­risch geforscht wird. Im Astro­Lab kann das Uni­ver­sum erkun­det wer­den, dazu gibt es span­nende Expe­ri­mente zu Licht und Schwer­kraft sowie die Mög­lich­keit gemein­sam ein eige­nes Mini-Spek­tro­skop zu bas­teln. Einen Blick in den Ster­nen­him­mel bie­tet die Live-Schal­tung zu Öster­reichs größ­ten Spie­gel­te­le­skop am Leo­pold Figl – Observatorium.

In der Lan­des­haupt­stadt St. Pöl­ten war­tet dann ein viel­fäl­ti­ges Pro­gramm beim Tech­Cen­ter der EGGER Holz­werk­stoffe, am Cam­pus St. Pöl­ten, im Museum Nie­der­ös­ter­reich und beim Stand­ort der Katho­li­schen Hoch­schule. Wer sich für Natur und Geschichte inter­es­siert, sollte das Museum Nie­der­ös­ter­reich besu­chen. An der Uni­ver­sity of Applied Sci­en­ces St. Pöl­ten (USTP) bringt die Wis­sen­schafts­show mit Eli­sa­beth Ober­zau­cher von den Sci­ence Bus­ters den Gäs­ten Wis­sen­schaft und For­schung auf unter­halt­same Weise näher. Zudem kön­nen Besu­cher im Steam­punk-Mys­tery-Escape-Room tes­ten, wie schnell sie die Aus­brei­tung eines Virus stop­pen können. 

Strom aus erneu­er­ba­ren Ener­gien und Infor­ma­tio­nen zu All­er­gien, Bould­ern und Wasserqualität

Die Gewin­nung von Strom aus erneu­er­ba­ren Ener­gien wird beim VER­BUND Was­ser­kraft­werk Ybbs-Per­sen­beug beant­wor­tet. Der Blick hin­ter die Kulis­sen zeigt, wie durch die Kraft der Donau Strom ent­steht, 3D-Druck für Tur­bi­nen ein­ge­setzt wird und Fischen der Auf­stieg über das Kraft­werk erleich­tert wird. Am eco­plus Tech­no­pol in Krems liegt der Fokus auf den The­men Gesund­heit und Medizin. 

Alle ange­hen­den Ärz­tin­nen und Ärzte kön­nen ihre Fähig­kei­ten wie Blut­ab­neh­men oder Wun­den Nähen im Skills Lab der Karl Land­stei­ner Pri­vat­uni­ver­si­tät für Gesund­heits­wis­sen­schaf­ten trai­nie­ren. Dane­ben gibt es Infor­ma­tio­nen, wie All­er­gien ent­ste­hen, was Bould­ern mit psy­chi­scher Gesund­heit zu tun hat, wie inge­nieur­wis­sen­schaft­li­che Metho­den im medi­zi­ni­schen Bereich genutzt wer­den und wel­che Bedeu­tung die Qua­li­tät unse­res Was­sers für die Gesund­heit hat. 

Leis­tungs­fä­hig­keit von neuen nach­hal­ti­gen Werkstoffen

Abwechs­lungs­rei­che Sta­tio­nen bie­tet auch der eco­plus Tech­no­pol in Tulln. The­men­schwer­punkte lie­gen hier auf Bio­tech­no­lo­gie, Nach­hal­tig­keit und Kli­ma­wan­del. Es wer­den unter­schied­li­che Ver­fah­ren gezeigt, wie aus ver­meint­li­chem Abfall neue Mate­ria­lien erzeugt wer­den, wie CO₂ selbst wie­der­ver­wen­det wer­den kann und wie Pflan­zen mit zuneh­men­der Tro­cken­heit umgehen. 

Zudem wird bei Live-Mate­ri­al­tests die Leis­tungs­fä­hig­keit von neuen nach­hal­ti­gen Werk­stof­fen auf die Probe gestellt. Luft- und Raum­fahrt­fans sind dann im eco­plus Tech­no­pol Wie­ner Neu­stadt rich­tig. Bei Dia­mond Air­craft Avia­ti­cum war­ten Moto­ren­mo­delle, ver­schie­dene Flug­zeug­ty­pen und das Mate­rial für den Flug­zeug­bau. Dane­ben gibt es Ein­bli­cke in die Schnitt­stelle von For­schung und Welt­raum­tech­nik im ESA-Lab Aus­tria. Stu­die­rende der FH ent­wi­ckeln, fer­ti­gen und tes­ten hier selbst Satel­li­ten und die dafür not­wen­dige Technologie. 

Fra­gen zur Welt der Natur

Am eco­plus Tech­no­pol in Wie­sel­burg wer­den sodann noch Fra­gen zur Welt der Natur behan­delt. Das Wild­nis­ge­biet Dür­ren­stein-Las­sing­tal prä­sen­tiert, wie For­schung im UNESCO-Welt­na­tur­erbe aus­sieht. Dar­über hin­aus wird erklärt, wie die Land­wirt­schaft der Zukunft aus­se­hen könnte und was digi­tale Tech­no­lo­gien damit zu tun haben. Wer in den The­men­be­reich Was­ser ein­tau­chen möchte, kann die Sta­tio­nen des Bun­des­am­tes für Was­ser­wirt­schaft besuchen. 

Dort wer­den unter ande­rem ver­schie­dene Boden­pro­ben aus­ge­stellt und ihre unter­schied­li­chen Fähig­kei­ten Was­ser zu spei­chern demons­triert. Das Land Nie­der­ös­ter­reich hat unter dem ange­füg­ten Link das detail­lierte NÖ-Ver­an­stal­tungs­pro­gramm und alle Infor­ma­tio­nen zu den teil­neh­men­den For­schungs­ein­rich­tun­gen, Insti­tu­tio­nen und Unter­neh­men zusam­men­ge­fasst. (red/​czaak)

Autor: red/czaak
08.04.2026

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