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© pexels/anders kristensen

Die mas­sive Ungleich­heit bei den Einkommen

Zwi­schen 1998 und 2016 ist die Ungleich­heit bei Ein­kom­men vor allem inner­halb von Städ­ten gestie­gen. Das zeigt eine neue Ana­lyse von ifo Insti­tut und Econ­Pol Europe.

Die Ungleich­heit bei den Ein­kom­men ist in Deutsch­land zwi­schen 1998 und 2016 gestie­gen. Das geht aus Steu­er­da­ten her­vor, die das ifo Insti­tut und Econ­Pol Europe ana­ly­siert haben. Bereits 1998 erziel­ten die zehn Pro­zent reichs­ten Steu­er­zah­ler fast 34 Pro­zent der Ein­kom­men. 2016 ist der Wert auf über 37 Pro­zent gestie­gen. „Neuere Zah­len lie­gen lei­der nicht vor“, sagt Andreas Peichl vom ifo-Instutut. 

Ein­kom­mens­an­teil der ärme­ren 50 Pro­zent sinkt von 19 auf 16 Prozent
Der Ein­kom­mens­an­teil der ärme­ren 50 Pro­zent sank gleich­zei­tig von rund 19 auf 16 Pro­zent. „Ein­kom­mens­un­ter­schiede inner­halb von Städ­ten und Gemein­den machen mehr als 95 Pro­zent der natio­na­len Ungleich­heit aus. Es sind also nicht die Regio­nen, die sich aus­ein­an­der­ent­wi­ckelt haben, son­dern die Städte“, so Peichl.

Die Ein­kom­men in den Gemein­den in West­deutsch­land seien im Durch­schnitt unglei­cher ver­teilt als im Osten. „Im inter­na­tio­na­len Ver­gleich ist Deutsch­land gegen­wär­tig ein Land mit eher gemä­ßig­ter Ungleich­heit zwi­schen den Regio­nen, aber mit einem wach­sen­den Maß an Ungleich­heit inner­halb der Städte und Gemein­den“, sagt Paul Schüle, For­scher beim ifo-Institut.
Finanz­aus­gleich oder Regio­nal­po­li­tik beein­flus­sen Ungleich­heit nicht wesentlich

Staat­li­che Maß­nah­men zur Stär­kung struk­tur­schwa­cher Regio­nen wie Län­der­fi­nanz­aus­gleich oder Regio­nal­po­li­tik, wür­den aus die­ser Per­spek­tive Ein­kom­mens­un­gleich­heit nicht wesent­lich beein­flus­sen. Diese Maß­nah­men beträ­fen direkt nur den sehr gerin­gen Teil der Ein­kom­mens­un­gleich­heit in Deutschland.

Die­ser Fak­tor resul­tiert dann aus den Ein­kom­mens­un­ter­schie­den zwi­schen den Regio­nen. Damit sich die Brut­to­ein­kom­men in Deutsch­land nicht wei­ter aus­ein­an­der­ent­wi­ckel­ten, soll­ten daher andere Instru­mente als orts­ge­bun­dene Maß­nah­men in Betracht gezo­gen wer­den, so die Exper­ten von ifo Insti­tut und Econ­Pol Europe.

Autor: red/mich
14.03.2023

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