Zum Inhalt
© Pexels.com/prismattco

Die nach­hal­tige Ver­schrän­kung von Öko­no­mie und Ökologie

Ener­gie­ge­mein­schaf­ten erzeu­gen und nut­zen gemein­sam Ener­gie mit Fokus auf erneu­er­bare Ener­gie­for­men. CAN­COM Aus­tria schafft eigene Energy-Com­mu­nity-Platt­form für Ver­net­zung und Ver­wal­tung für teil­neh­mende Kom­mu­nen, Unter­neh­men und Privatpersonen.

Ener­gie­ge­mein­schaf­ten sind für Kom­mu­nen, Unter­neh­men und Pri­vat­per­so­nen ein inno­va­ti­ves Kon­zept zur nach­hal­ti­gen Umset­zung der Ener­gie­wende. Die gemein­same, auch lokal-regio­nale Pro­duk­tion, Nut­zung und Tei­lung von erneu­er­ba­ren Ener­gie­for­men ist öko­no­misch und dazu akti­ver Kli­ma­schutz. Typisch ist ein Mehr­par­tei­en­haus mit einer Photovoltaik-Anlage.
 
Ope­ra­tiv gibt es erneu­er­bare Ener­gie­ge­mein­schaf­ten (EEG) und Bür­ger­en­er­gie­ge­mein­schaf­ten (BEG). EEG nut­zen rein erneu­er­bare Ener­gie­quel­len, sind lokal-regio­nal beschränkt. Das stei­gert die Effi­zi­enz und redu­ziert Netz­aus­las­tung und Netz­ent­gelte. Große Unter­neh­men sind von der Teil­nahme ausgeschlossen. 

Keine Begren­zun­gen bei Bürgerenergiegemeinschaften
Bür­ger­en­er­gie­ge­mein­schaf­ten (BEG) unter­lie­gen kei­ner geo­gra­fi­schen Beschrän­kung, sind für jeden Zähl­punkt in Öster­reich zugäng­lich. Es gibt keine Ein­schrän­kun­gen bei Ener­gie­quel­len, auch grö­ßere Unter­neh­men kön­nen teil­neh­men und dann etwa Strom aus eige­nen Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen standort­über­grei­fend nutzen. 

Für Betrieb und Ver­wal­tung die­ser Ener­gie­ge­mein­schaf­ten hat der IT-Dienst­leis­ter CAN­COM Aus­tria eine digi­tale Energy-Com­mu­nity-Platt­form ent­wi­ckelt. „Inklu­diert ist eine Ver­wal­tungs­ebene mit indi­vi­du­el­lem Zugang für die Teil­neh­mer, die Schnitt­stel­len zum Daten­aus­tausch und eine Abrech­nungs­funk­tion für das Erstel­len von Rech­nun­gen, Gut­schrif­ten und Reports“, so Jür­gen Kram­mer, Pro­dukt­ma­na­ger Energy Com­mu­ni­tes CAN­COM Austria.

Über 100 Ener­gie­ge­mein­schaf­ten set­zen auf CANCOM-Plattform
Die Platt­form wird bereits von über 100 Ener­gie­ge­mein­schaf­ten in Öster­reich ein­ge­setzt. Als wei­tere Vor­teile gel­ten, dass Ein­spei­ser wie Ener­gie­be­zie­her von meist güns­ti­ge­ren Strom­prei­sen und staat­li­chen Vor­tei­len pro­fi­tie­ren und die selbst­be­stimm­ten Preise unab­hän­gi­ger von Preis­schwan­kun­gen machen.

Auch Nach­hal­tig­keit zählt. Der lokale Fokus redu­ziert die Netz­aus­las­tung und die erneu­er­ba­ren Ener­gien den CO2-Aus­stoß. Zäh­len tut auch der Gemein­schafts­ge­danke. „Regio­nale Ener­gie­ge­mein­schaf­ten för­dern den sozia­len Zusam­men­halt. Die Teil­nahme wird auch für Klein­un­ter­neh­men immer inter­es­san­ter, da Bedin­gun­gen und Kos­ten län­ger­fris­tig kon­stant und wirt­schaft­lich sind“, so Kram­mer von CAN­COM Austria.

Öko­lo­gi­sche Enga­ge­ment för­dert auch Kun­den­bin­dung und neue Geschäftsideen
Unter­neh­men kön­nen ihre EEG-Teil­nahme zudem für Mar­ke­ting und Image nut­zen, das öko­lo­gi­sche Enga­ge­ment för­dert Kun­den­bin­dung und neue Geschäfts­ideen. CAN­COM Aus­tria betreibt für ein stei­ri­sches Rechen­zen­trum auch selbst eine Ener­gie­ge­mein­schaft. Der Strom stammt dabei auch von bun­des­weit woh­nen­den Mit­ar­bei­ten­den, die ihre selbst pro­du­zierte Ener­gie zur Ver­fü­gung stellen. 

Die nächs­ten Ent­wick­lungs­schritte der Energy-Plat­form beinhal­ten die Digi­tale Signa­tur und intel­li­gente Ele­mente wie Machine Lear­ning. „Damit kann die Strom­ver­tei­lung sai­so­nal oder wet­ter­ab­hän­gig gesteu­ert wer­den. All das beschleu­nigt die Ener­gie­wende und dazu ver­ste­hen Men­schen Zusam­men­hänge von Ener­gie­er­zeu­gung und ‑ver­brauch bes­ser — und pas­sen ihr Ver­hal­ten an“, betont Jür­gen Kram­mer von CAN­COM Austria.

Autor: red/czaak
03.06.2025

Weitere aktuelle Artikel

Stu­die des Kon­text-Insti­tuts behan­delt Aus­wir­kun­gen von Kreis­lauf­wirt­schaft auf nach­hal­tige Moder­ni­sie­rung der Indus­trie. Rich­tige Trans­for­ma­tion ent­schei­det über Res­sour­cen­scho­nung und neue Wertschöpfung. Teile von Öster­reichs Indus­trie ste­hen schon län­ger unter wirt­schaft­li­chem Druck. In die­sem Kon­text hat sich nun das Kon­text-Insti­tut zur Unter­su­chung und Behand­lung von Kli­ma­fra­gen das Thema Kreis­lauf­wirt­schaft genauer ange­schaut und am Bei­spiel ener­gie­in­ten­si­ver Bran­chen wie Bau […]
Der ÖAMTC hat die ab nun gül­ti­gen Ände­run­gen in den Berei­chen Stra­ßen­ver­kehr und Kfz-Betrieb zusam­men­ge­stellt. Neue Kos­ten und Abga­ben gibt es bei Steu­ern, Öffent­li­cher Ver­kehr oder der Normverbrauchsabgabe. 2026 kom­men auf die Ver­kehrs­teil­neh­me­rin­nen und ‑teil­neh­mer in Öster­reich meh­rere Neue­run­gen zu. Der Öster­rei­chi­sche Automobil‑, Motor­rad- und Tou­ring Club (ÖAMTC) hat die wich­tigs­ten Ände­run­gen zusam­men­ge­fasst und gibt […]
Frie­dens­po­li­ti­sches Ver­sa­gen, Wirt­schafts­po­li­ti­sches Ver­sa­gen, Demo­kra­tie­po­li­ti­sches Ver­sa­gen, Rechts­staat­li­ches Ver­sa­gen. Die EU ver­kommt zum exis­tenz­ge­fähr­den­den Armuts­zeug­nis. Eine Abrech­nung zu aktu­el­len Ent­wick­lun­gen am alten Kon­ti­nent von Chris­tian Czaak. Ein­mal vor­weg : Ich bin kein „Rech­ter“. Ich bin kein „Lin­ker“. Der fol­gende Text hat keine ideo­lo­gi­schen oder par­tei­po­li­ti­schen Hin­ter- oder Beweg­gründe, er spie­gelt rein meine Sicht­weise als exis­ten­zi­ell ver­ant­wort­li­cher Fami­li­en­va­ter und […]
Eine Inten­si­vie­rung der Kriegs­be­richt­erstat­tung, eine feh­lende Frie­dens­di­plo­ma­tie der EU, eine ten­den­ziöse Mei­nungs­ma­che für eine neue Wehr­pflicht unse­rer Kin­der und eine irri­tie­rende Wer­be­of­fen­sive des Bun­des­hee­res an Öster­reichs Schu­len. Eine Wider­rede von Ger­not Benesch. In Deutsch­land wurde soeben ein neues Wehr­dienst­ge­setz beschlos­sen. Das Gesetz tritt mit 1. Jän­ner 2026 in Kraft, Ziel­set­zung ist, die Per­so­nal­stärke der Deut­schen Bun­des­wehr […]
Die neuen Arbeits­zei­ten sind fle­xi­bel und indi­vi­du­ell. Nur mehr 31 Pro­zent der Betriebe arbei­ten aus­schließ­lich in Voll­zeit. Diese Ent­wick­lung braucht ent­spre­chende Arbeits­um­ge­bun­gen wie tech­no­lo­gi­sche Infrastruktur. Seit der Corona-Pan­de­mie haben Unter­neh­men im Durch­schnitt zehn Pro­zent der Büro­ar­beits­plätze ein­ge­spart und mehr­heit­lich neue, hybride Arbeits­mo­delle geschaf­fen. Die neuen Arbeits­rea­li­tä­ten sind aber neben hybrid auch fokus­siert und bran­chen­spe­zi­fisch sehr unter­schied­lich. […]
magnifier
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram