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© NLK Pfeiffer

Die nächste Aus­bau­stufe in der Krebstherapie

Das Nie­der­ös­ter­rei­chi­sche Med­Aus­tron star­tet den Voll­be­trieb. Welt­weit ist das Krebs­be­hand­lungs- und For­schungs­zen­trum bereits jetzt eine von sechs ver­gleich­ba­ren Therapieeinrichtungen.

Das Med­Aus­tron im nie­der­ös­ter­rei­chi­schen Wie­ner Neu­stadt ist schon in Öster­reich ein ein­zig­ar­ti­ges Krebs­be­hand­lungs- und –for­schungs­zen­trum und auch welt­weit ist es eines von nur sechs ver­gleich­ba­ren Kom­pe­tenz­zen­tren. Seit dem Start im Dezem­ber 2016 konn­ten über 1.400 Pati­en­tIn­nen behan­delt wer­den, nun star­tet die inter­na­tio­nale Vor­zei­ge­ein­rich­tung mit dem Voll­be­trieb der revo­lu­tio­nä­ren Krebstherapie. 

„Das Med­Aus­tron ist ein Hoff­nungs­pro­jekt, weil wir eben diese Hoff­nung geben kön­nen, wenn jemand schwer erkrankt ist. Die Behand­lungs­for­men wir­ken oft bes­ser als andere und zudem sind die Neben­wir­kun­gen ver­gleichs­weise sehr gering“, sagte Johanna Mikl-Leit­ner im Rah­men eines Fest­ak­tes zum Start des Vollbetriebs. 

Welt­weite Beach­tung für For­schungs­stand­ort Niederösterreich
Die Nie­der­ös­ter­rei­chi­sche Lan­des­chefin ver­wies zudem auf die Ent­wick­lung Nie­der­ös­ter­reichs als For­schungs­stand­ort und nannte die Wis­sen­schafts­achse von Wie­sel­burg über Krems, Tulln und Klos­ter­neu­burg bis nach Wie­ner Neu­stadt. „Der nie­der­ös­ter­rei­chi­sche Weg fin­det auch inter­na­tio­nal große Aner­ken­nung“, so Mikl-Leit­ner und ver­wies auf die Koope­ra­tion von Med­Aus­tron mit dem Schwei­zer CERN oder das ISTA in Klos­ter­neu­burg als wei­te­res Leuchturmprojekt. 

Von einem „sehr emo­tio­na­len Zeit­punkt“ sprach Klaus Schnee­ber­ger als Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der von Med­Aus­tron, als er auf die Ent­ste­hung des 200 Mil­lio­nen Euro-Pro­jek­tes zurück­blickte. „Mitt­ler­weile hat das Med­Aus­tron auch inter­na­tio­nal ein Allein­stel­lungs­merk­mal und wir wer­den wei­ter­ar­bei­ten, um diese welt­weite Spit­zen­po­si­tion zu hal­ten“, betonte Schnee­ber­ger, der auch Bür­ger­meis­ter von Wie­ner Neu­stadt ist. 

„Ich habe mich sehr gut auf­ge­ho­ben und sicher gefühlt“
„Wir haben es geschafft, aus einer For­schungs­ein­rich­tung ein wirk­sa­mes, zuver­läs­si­ges und siche­res Medi­zin­pro­dukt zu machen“, unter­strich Alfred Zens, Vor­stand der Nie­der­ös­ter­rei­chi­schen Lan­des­ge­sund­heits­agen­tur und Eugen B. Hug, medi­zi­ni­scher Direk­tor des Med­Aus­tron ergänzt : „Unsere neben­wir­kungs­arme Hoch­prä­zi­si­ons­the­ra­pie bie­tet grö­ßere Hei­lungs­chan­cen. Der nun­meh­rige Voll­be­trieb beinhal­tet auch die Rolle als inter­na­tio­na­les Can­cer Com­pe­tence Center.“

Ein anschau­li­ches Bild von der kom­pe­ten­ten wie für­sorg­li­chen Behand­lung im Med­Aus­tron gaben zwei ehe­ma­lige Pati­en­ten : „Ich habe mich sehr gut auf­ge­ho­ben und sicher gefühlt“, berich­tete die zwölf­jäh­rige Eleo­nora. Und der neun­jäh­rige Arthur erzählte : „Das Per­so­nal ist sehr nett, jetzt geht es mir wie­der sehr gut.“ Eben­falls anwe­send beim Fest­akt waren Char­lotte Wara­kaulle vom Gen­fer CERN, Brad Hoppe, Medi­cal Direc­tor of Par­ticle The­rapy der Mayo Cli­nic in Flo­rida und Joa­chim Wid­der, Lei­ter der Uni­kli­nik für Radio­on­ko­lo­gie & Com­pre­hen­sive Can­cer Cen­ter der Medi­zi­ni­schen Uni­ver­si­tät Wien.

Autor: red/czaak
20.05.2022

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