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Die neue indus­tri­elle Revolution

Initia­tive für Indus­trie 4.0 unter Feder­füh­rung von BMVIT und IV-Prä­si­dent Georg Kapsch sowie FEEI-Che­fin Bri­gitte Ede­rer und wei­te­ren Part­nern gestartet.

Öster­reich soll seine Chance im aktu­el­len indus­tri­el­len Wan­del nüt­zen. Die pro­du­zie­rende Wirt­schaft befin­det sich mit­ten in der vier­ten indus­tri­el­len Revo­lu­tion. Damit Öster­reich diese Umwäl­zun­gen zu sei­nem Vor­teil nutzt, haben das BM für Ver­kehr, Inno­va­tion und Tech­no­lo­gie (bmvit), die Indus­tri­el­len­ver­ei­ni­gung (IV), die Bun­des­ar­beits­kam­mer (AK), die Pro­duk­ti­ons­ge­werk­schaft (PRO-GE), der Fach­ver­band der Maschi­nen- und Metall­wa­ren-Indus­trie (FMMI) und der Fach­ver­band der Elek­tro- und Elek­tro­nik-Indus­trie (FEEI) den Ver­ein “Indus­trie 4.0 Öster­reich — die Platt­form für intel­li­gente Pro­duk­tion” gegründet.
Unter dem Schlag­wort “Indus­trie 4.0” wer­den meh­rere Ent­wick­lun­gen zusam­men­ge­fasst, vor allem die Ver­schmel­zung klas­si­scher Pro­duk­ti­ons­tech­ni­ken mit digi­ta­len Tech­no­lo­gien in einem “Inter­net der Dinge”, in dem Maschi­nen, Werk­stoffe und Pro­dukte selbst­stän­dig mit­ein­an­der kommunizieren.
Die­ser Wan­del gilt als die vierte indus­tri­elle Revo­lu­tion nach Mecha­ni­sie­rung, Elek­tri­fi­zie­rung und Digi­ta­li­sie­rung. Zweck des neuen Ver­eins ist, zukünf­tige Ent­wick­lun­gen und Inno­va­tio­nen in der indus­tri­el­len Pro­duk­tion best­mög­lich für alle Betei­lig­ten zu nut­zen sowie einen Bei­trag zur Stär­kung Öster­reichs als zukunfts­fä­hi­gen Pro­duk­ti­ons­stand­ort zu leisten.

Bil­dung als Schlüs­sel­fak­tor für Wohl­stand und Beschäftigung
“Die pro­du­zie­rende Indus­trie ist der Schlüs­sel­fak­tor für Wohl­stand und Beschäf­ti­gung und Basis für wert­schöp­fungs­starke Dienst­leis­tung. Durch Indus­trie 4.0 wird sich die Arbeits­welt ver­än­dern, in wel­cher der Mensch im Mit­tel­punkt steht,“ betont Georg Kapsch, Prä­si­dent der Indus­tri­el­len­ver­ei­ni­gung (IV).
„Wir brau­chen ein Bil­dungs­sys­tem, das einer­seits den Erwerb von All­ge­mein­bil­dung in mög­lichst allen Lebens­be­rei­chen för­dert — denn das ist die Basis für Neu­gier und für das Mehr-Ler­nen-Wol­len — und ande­rer­seits die MINT- und IT-Kom­pe­ten­zen stärkt,“ so Kapsch weiter.
“Indus­trie 4.0 ist Rea­li­tät und ver­än­dert grund­le­gend die Art, wie wir pro­du­zie­ren und arbei­ten. Die indus­tri­elle Revo­lu­tion als Bedro­hung zu sehen, bringt uns nicht wei­ter. Ich bin des­halb sehr glück­lich, dass wir unsere Part­ner­schaft in einem Ver­ein besie­geln konn­ten, um Indus­trie 4.0 in Öster­reich gemein­sam als Chance wahr­zu­neh­men”, erläu­tert Tech­no­lo­gie­mi­nis­ter Alois Stöger.

Enorme Mög­lich­kei­ten für Wert­schöp­fung und Innovation
“Ohne Indus­trie 4.0 wird die Pro­duk­tion nicht in Europa blei­ben. Es ist die große Chance, den inter­na­tio­na­len Wett­be­werb nicht mehr aus­schließ­lich über Stand­ort­kos­ten füh­ren zu müs­sen, son­dern mit Know-how und gestei­ger­ter Res­sour­cen­ef­fi­zi­enz ent­schei­dende Wett­be­werbs­vor­teile zu erzie­len”, so Bri­gitte Ede­rer, Prä­si­den­tin des Fach­ver­bands der Elek­tro- und Elek­tronik­in­dus­trie (FEEI).
“Vor allem für die Elek­tro- und Elek­tronik­in­dus­trie als Anbie­ter von Schlüs­sel­tech­no­lo­gien und Lösun­gen bedeu­tet die Digi­ta­li­sie­rung der Pro­duk­tion enorme Mög­lich­kei­ten für Wert­schöp­fung und Innovation.”
Vor­stand des neuen Ver­eins ist Kurt Hof­städ­ter, Sie­mens Lei­ter Digi­tal Fac­tory Cen­tral Eas­tern Europe. “Es freut mich sehr, dass wir Herrn Hof­städ­ter von einem so inno­va­ti­ven Front­run­ner-Unter­neh­men wie Sie­mens, gewin­nen konn­ten”, so Tech­no­lo­gie­mi­nis­ter Stöger.
“Jetzt liegt es an muti­ger Indus­trie­po­li­tik, um die aktu­elle Revo­lu­tion zum Vor­teil des öster­rei­chi­schen Stand­orts, der Unter­neh­men und der Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mer zu nut­zen. In den Maschi­nen und Fabri­ken soll öster­rei­chi­sche Tech­no­lo­gie auch in Zukunft eine starke Posi­tion im inter­na­tio­na­len Wett­be­werb einnehmen.”

Autor:
29.06.2015

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