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© Pexels.com/Sebastian Ervi

Die neuen Eigen­tü­mer von Hitsongs

Musik­strea­ming als wach­sen­der Sek­tor, wo bis­her Künst­ler und Pro­du­zen­ten ver­die­nen. Öster­rei­chi­sche Platt­form Glo­bal Rock­star ermög­licht nun auch Fans Anteils­eig­ner an neuen Hits zu wer­den. Basis ist eine Block­chain-Lösung von Ama­zon Web Ser­vices (AWS).

Glo­bal Rock­star ist eine Musik-Platt­form aus Wien, die es ermög­licht, in Lie­dern von Künst­le­rIn­nen zu inves­tie­ren. Wird der Song dann oft genug gespielt, bekommt man nicht nur sein Geld zurück, son­dern kann auch mehr ver­die­nen. Das digi­tale Plat­ten­la­bel Glo­bal Rock­star wurde 2014 vom mehr­fach aus­ge­zeich­ne­ten Musik­pro­du­zent und Song­wri­ter (Anm. Paper­moon) Chris­tof Straub gegrün­det, um junge Künst­ler zu fördern. 

Welt­weite Inno­va­tion auf Blockchain-Basis
Mitt­ler­weile ermög­licht die Platt­form auch, dass Musik­fans inves­tie­ren kön­nen und Anteils­eig­ner an neuen Hits wer­den. Das Unter­neh­men ver­wen­det dafür NFTs (Non-Fun­gi­ble-Tokens als sin­gu­lä­res Digi­tal-Objekt) mit­tels Block­chain-Tech­no­lo­gie und ‑Ser­vices des ame­ri­ka­ni­schen Cloud-Anbie­ters Ama­zon Web Ser­vices (AWS), die soge­nannte Ama­zon Mana­ged Blockchain. 

„Mit­hilfe von AWS haben wir nun eine welt­weite Inno­va­tion auf Block­chain-Basis geschaf­fen, wo Fans in eine neue Sin­gle oder Album ihres Lieb­lings­künst­lers inves­tie­ren kön­nen, um für 70 Jahre an den Erlö­sen aus Streams und Radio-Ein­sät­zen zu par­ti­zi­pie­ren“, erklärt Chris­tof Straub, CEO von Glo­bal Rockstar. 

Sichere Rück­ver­folg­bar­keit bei Über­tra­gung der Rechte
Bis­lang wurde das Eigen­tum ledig­lich als PDF-Datei doku­men­tiert. Mit dem Relaunch der Glo­bal Rock­star-Platt­form wird das Eigen­tum an einer Aktie nun in Form eines Block­chain-Tokens dar­ge­stellt. Das ermög­licht eine unver­än­der­li­che Regis­trie­rung des Eigen­tums an Musik­li­zenz­ge­büh­ren und eine sichere Rück­ver­folg­bar­keit bei der Über­tra­gung der Rechte auf neue Eigentümer.

Ope­ra­tiv müs­sen die Nut­zer auf eine per­sön­li­che digi­tale Geld­börse (Crypto-Wal­let) zugrei­fen, um ihre Tokens zu ver­wal­ten. Dahin­ter lie­gen das voll­au­to­ma­tisch ablau­fende Token- und Trans­ak­ti­ons Manage­ment mit­tels eines soge­nann­ten Lambda-Ser­vers. „Beson­de­rer Vor­teil ist die User­freund­lich­keit und die Fäl­schungs­si­cher­heit, die sich durch die Token erge­ben“, so Straub.

Ganz­heit­li­che Ser­vices von AWS
Die Token wur­den gemein­sam mit AWS ent­wi­ckelt, danach erfolgte die Imple­men­tie­rung der Block­chain-Teile des Pro­jekts durch AWS. Inklu­diert ist dabei die tech­ni­sche Infra­struk­tur, bei der AWS die Block­chain-Kno­ten mit dem Ama­zon Mana­ged Block­chain Ser­vice (AMB) kon­fi­gu­riert und ein­rich­tet, die Erstel­lung von Kom­po­nen­ten von Dritt­an­bie­tern und schließ­lich die Imple­men­tie­rung des Blockchain-Smart-Contract. 

„Ama­zon Mana­ged Block­chain Ser­vice erlaubt es, NFTs in der Public Block­chain zu erstel­len. So ist die Infor­ma­tion für alle sicht­bar und kann nicht ver­lo­ren gehen“, erklärt Michael Hanisch, Head of Tech­no­logy Deutsch­land bei AWS. „Glo­bal Rock­star und AWS Pro­fes­sio­nal Ser­vices haben gemein­sam noch eini­ges vor und tüf­teln bereits an einer Ver­sion 2.0 der Platt­form, die die Tokens auch han­del­bar machen soll“, so Hansich.

Autor: red/czaak
15.02.2022

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