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Die Neu­tra­li­sie­rung von Drohnen

Kleine Droh­nen haben sich in kur­zer Zeit zu einer sicher­heits­re­le­van­ten Her­aus­for­de­rung ent­wi­ckelt. Inku­ba­tor SPRIND star­tet neue Pro­gramm­li­nie für Abwehr­me­cha­nis­men gegen stö­rende oder gar feind­lich moti­vierte auto­nome Flugobjekte.

Kleinst- und Mikro-Droh­nen haben sich in kur­zer Zeit zu einer sicher­heits­re­le­van­ten Her­aus­for­de­rung ent­wi­ckelt. Das gilt im urba­nen Raum ebenso wie an Flug­hä­fen, bei Groß­ver­an­stal­tun­gen oder rund um kri­ti­sche Infra­struk­tu­ren. Diese Droh­nen sind güns­tig, schnell ver­füg­bar, anpass­bar und zuneh­mend mit auto­no­men Fähig­kei­ten aus­ge­stat­tet. Bestehende Abwehr­me­cha­nis­men sind mit der Dyna­mik, Viel­falt und Geschwin­dig­keit die­ser Sys­teme zuneh­mend überfordert.

Kein Team konnte Vor­ga­ben aus ers­ter Pro­gramm­li­nie erfüllen

Der deut­sche Inku­ba­tor SPRIND star­tet daher nun eine wei­tere Pro­gramm­li­nie zur Ent­wick­lung von voll­stän­dig auto­no­men Sys­te­men, das diese Kleinst- und Mikro-UAV (Anm. Unman­ned Aerial Vehicle und bis 25 kg und 200 km/​h) auto­nom, prä­zise und nicht-destruk­tiv in Echt­zeit neu­tra­li­siert. Diese Neu­tra­li­sie­rung muss ohne Explo­siv­stoffe, ohne kine­ti­sche Mit­tel und ohne Kol­la­te­ral­schä­den erfolgen.

Die erste dies­be­züg­li­che Pro­gramm­li­nie von SPRIND (Anm. Anti-Drone Response-Funke) hat gezeigt, dass trotz star­ker und dif­fe­ren­zier­ter tech­no­lo­gi­scher Ansätze kein Team ein auto­no­mes, zivil­ver­träg­li­ches Soft-Kill-Sys­tem bereit­stel­len konnte, das kon­stant, repro­du­zier­bar und gemäß den Vor­ga­ben reagiert. „Wesent­li­che Kom­po­nen­ten wie eine zuver­läs­sige Detek­tion und Klas­si­fi­zie­rung, eine robuste Ent­schei­dungs­lo­gik und rever­si­ble Inter­ven­ti­ons­me­cha­nis­men lagen noch nicht gesamt­heit­lich inte­griert vor“, so SPRIND.

Ska­lier­bare dees­ka­lie­rende Ansätze gegen unter­schied­li­che Bedrohungsformen

Damit bleibt die Kern­frage unge­löst. Das Poten­zial sol­cher Soft-Kill-Sys­teme ist erheb­lich : Sie ermög­li­chen neue Stan­dards im Schutz zivi­ler Räume und kri­ti­scher Infra­struk­tur. Rever­si­ble Abfang­me­cha­nis­men kön­nen unau­to­ri­sierte UAVs zuver­läs­sig stop­pen oder soge­nannte Fly-Aways sicher zurück­füh­ren. Ziel des neuen Anti-Drone-Pro­gram­mes sind daher neue, ska­lier­bare und ins­be­son­dere dees­ka­lie­rende Ansätze, die fle­xi­bel auf unter­schied­li­che Bedro­hungs­for­men reagie­ren und den öffent­li­chen Luft­raum (wirk­lich) wirk­sam schützen.

SPRIND führt das Pro­gramm „Anti-Drone Response 2.0“ in enger Zusam­men­ar­beit mit der schwe­di­schen Inno­va­ti­ons­agen­tur Vin­nova durch. Gesucht sind adap­tive Lösun­gen, die Bedro­hun­gen zuver­läs­sig erken­nen, ein­deu­tig klas­si­fi­zie­ren und situa­ti­ons­ge­recht mit rever­si­blen Maß­nah­men reagie­ren. Dazu gehört geführ­tes Abfan­gen, kon­trol­lierte Umlei­tung, Blo­ckade oder sichere Rückführung. 

Des­ori­en­tie­rung, koor­di­nierte Schwarm­in­ter­ven­tio­nen oder adap­tive Fang-Mechaniken

Ergän­zende Ansätze wie etwa richt­wir­kungs­ba­sierte Impulse, sen­so­ri­sche Des­ori­en­tie­rung, koor­di­nierte Schwarm­in­ter­ven­tio­nen oder adap­tive Fang-/Con­tain­ment-Mecha­ni­ken sind zuläs­sig. Das Lösungs­kon­zept erfor­dert eine Daten-Fusion sowie die Inte­gra­tion von Hard- und Soft­ware. Final ist ein End-to-end-Pro­zess adres­siert, über den die Wahr­neh­mung und Neu­tra­li­sie­rung abge­stimmt und direkt mit­ein­an­der koor­di­niert werden. 

Das Aus­wahl­ver­fah­ren für den neuen SPRIND Fun­ken endete im Februar und der Start beginnt jetzt im März mit einer Lauf­zeit von über 15 Monate in drei Stu­fen. Für die 1. Stufe mit einer Lauf­zeit von vier Mona­ten erhal­ten bis zu 15 Teams bis zu 100.000 Euro. Nach der ers­ten und zwei­ten Stufe prüft die Jury die Zwi­schen­er­geb­nisse. Bis zu 12 Teams errei­chen Stufe 2 und bekom­men wei­tere 100.000 Euro pro Team für die nächs­ten vier Monate. In der drit­ten Stufe gibt es für 10 Teams jeweils bis zu 300.000 Euro. Eco­nomy wird die teil­neh­men­den Pro­jekt-Teams wie­der vor­stel­len. (red/​cc)

Autor: red/cc
05.03.2026

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