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„Die psy­chi­sche Belas­tung bei Jugend­li­chen ist über­aus besorgniserregend“

Die Donau-Uni-Krems unter­suchte öster­reich­weit die psy­chi­sche Gesund­heit von Schü­le­rIn­nen. 20 Pro­zent der Schü­le­rin­nen und 14 Pro­zent der Schü­ler lei­den unter sui­zi­da­len Gedan­ken. Stu­di­en­au­tor for­dert neu­er­lich mehr Unter­stüt­zung und Problembewusstsein.

Im Zeit­raum Okto­ber bis Novem­ber 2021 unter­suchte die Donau-Uni-Krems öster­reich­weit rund 1500 Schü­le­rin­nen und Schü­ler im Alter von 14 bis 20 Jah­ren. „Die Häu­fig­keit depres­si­ver Sym­ptome, Angst­sym­ptome aber auch Schlaf­stö­run­gen haben sich mitt­ler­weile ver­fünf- bis ver­zehn­facht“, so Stu­di­en­au­tor Chris­toph Pieh vom Depart­ment für Psy­cho­the­ra­pie und Bio­psy­cho­so­ziale Gesund­heit. Pieh bestä­tigt auf Nach­frage von eco­nomy, dass die Unter­su­chun­gen von der Donau-Uni selbst vor­ge­nom­men wurden.

Drin­gen­der Hand­lungs­be­darf auf unter­schied­li­chen Ebenen
Bei 62 Pro­zent der Mäd­chen und bei 38 Pro­zent der Bur­schen zeigte sich eine zumin­dest mit­tel­gra­dige depres­sive Sym­pto­ma­tik. Rund ein Fünf­tel der Mäd­chen und 14 Pro­zent der Bur­schen lei­den unter wie­der­keh­ren­den sui­zi­da­len Gedan­ken. „Die psy­chi­sche Belas­tung ist besorg­nis­er­re­gend und die bis­he­ri­gen Maß­nah­men rei­chen hier ganz offen­sicht­lich nicht. Ein­mal mehr : es besteht drin­gen­der Hand­lungs­be­darf nach mehr Unter­stüt­zung“, betont Chris­toph Pieh. 

Bewusst­seins­be­darf für psy­chi­sche Pro­bleme bei Jugendlichen
Aus der Sicht von Pieh ist die Belas­tungs­grenze der Jugend­li­chen weit über­schrit­ten. Er rich­tet einen „drin­gen­den Appell an alle Betei­lig­ten, sofort mehr für die psy­chi­sche Gesund­heit der Jugend­li­chen zu tun.“ Gleich­zei­tig wer­den Jugend­li­che nach­drück­lich gebe­ten, psy­chi­sche Pro­bleme auch ernst zu neh­men. „Hilfe in Anspruch zu neh­men ist ein Zei­chen der Stärke und ist gerade in schwe­ren Fäl­len drin­gend anzu­ra­ten“, unter­streicht Stu­di­en­au­tor Chris­toph Pieh vom Depart­ment für Psy­cho­the­ra­pie und Bio­psy­cho­so­ziale Gesund­heit der Donau-Uni-Krems. 

Autor: red/mich/cc
20.12.2021

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