Zum Inhalt
© pexels/fancis seura

Die Suche dau­ert drei bis vier Monate

Deut­sche Unter­neh­men suchen im Schnitt drei bis vier Monate nach Fach­kräf­ten. Ent­spre­chend for­mu­lierte Stel­len­an­zei­gen und gezielte Anspra­chen und betrieb­li­che Diver­si­tät als Werk­zeuge für erfolg­rei­che Mitarbeiteransprache. 

Deut­sche Unter­neh­men suchen durch­schnitt­lich drei bis vier Monate nach Fach­kräf­ten. So lange benö­ti­gen 38 Pro­zent der befrag­ten Per­so­nal­lei­ter von der Aus­schrei­bung bis zur Unter­schrift. 25 Pro­zent konn­ten eine offene Stelle inner­halb von ein bis zwei Mona­ten mit einer Fach­kraft beset­zen. Aus mit­tel­gro­ßen Unter­neh­men mel­de­ten das 37 Pro­zent. Und 17 Pro­zent kleine Unter­neh­men sind in den ers­ten vier Wochen erfolgreich. 

Gezielte Anspra­che bestimm­ter Grup­pen von BewerberInnen
Das sind die zen­tra­len Ergeb­nisse einer ifo Umfrage in Zusam­men­ar­beit mit der Job­platt­form Indeed und der Bewer­tungs­seite Glass­door. „Deut­lich ver­kür­zen kön­nen Unter­neh­men die Zeit, wenn sie sich als Arbeit­ge­ber posi­tio­nie­ren, der auf Viel­falt in der Beleg­schaft ach­tet“, sagt Julia Freu­ding vom ifo-Institut. 

Um viel­fäl­ti­gere Kan­di­da­ten anzu­spre­chen, set­zen Unter­neh­men vor allem auf ent­spre­chend for­mu­lierte Stel­len­an­zei­gen (65 Pro­zent). Dazu gehört auch die gezielte Anspra­che bestimm­ter Grup­pen von Bewer­be­rIn­nen (31). Unter­neh­men, die ange­ben bei der Neu­ein­stel­lung auf Viel­falt zu ach­ten, beset­zen dabei ihre Stel­len deut­lich schnel­ler : 48 Pro­zent inner­halb von zwei Mona­ten, davon 18 Pro­zent inner­halb von vier Wochen. 

Kein fes­tes Ziel für eine bestimmte Geschlech­ter- oder Frauenquote
Von den Unter­neh­men, die bei der Beset­zung von freien Stel­len nicht auf Viel­falt ach­ten, beset­zen nur 32 Pro­zent ihre Stel­len inner­halb von zwei Mona­ten. „Viel­falt bei der Stel­len­be­set­zung dient den Unter­neh­men immer häu­fi­ger als Mit­tel gegen den Fach­kräf­te­man­gel“, sagt Freu­ding. Die Beleg­schaft ist bei der Mehr­heit der befrag­ten Betriebe zuletzt viel­fäl­ti­ger gewor­den und die Unter­neh­men haben damit über­wie­gend gute Erfah­run­gen gemacht. 

Die mensch­li­che Berei­che­rung und eine schnel­lere Stel­len­be­set­zung ste­chen als posi­tive Aspekte her­vor und das ist vor allem in Zei­ten des Arbeits­kräf­te­man­gels von zen­tra­ler Bedeu­tung. Ein fes­tes Ziel für eine bestimmte Geschlech­ter- oder Frau­en­quote haben sich aber die wenigs­ten Unter­neh­men gesetzt. Für die Umfrage wur­den 554 Per­so­nal­ver­ant­wort­li­che aus Gewerbe, Han­del und Dienst­leis­tun­gen befragt. 

Autor: red/cc
21.03.2023

Weitere aktuelle Artikel

Die von Regie­rung beschlos­sene Sen­kung der Mehr­wert­steuer auf Lebens­mit­tel reicht nicht. Grund­be­dürf­nisse der Men­schen müs­sen ziel­ge­rich­te­ter abge­si­chert wer­den. Bei Han­dels­rie­sen braucht es mehr Preis­kon­trolle plus Zurück­hal­tung bei Gewinn­ma­xi­mie­rung, so Ana­lyse des Momentum-Instituts. Die öster­rei­chi­sche Bun­des­re­gie­rung und der Natio­nal­rat haben die Sen­kung der Mehr­wert­steuer auf aus­ge­wählte Lebens­mit­tel final abge­han­delt bzw. ver­ab­schie­det und kürz­lich hat auch der Bun­des­rat zuge­stimmt. Damit wird nun mit 1. Juli […]
Auf­tritt von Peter Thiel bei Wie­ner Fest­wo­chen nach ein­ge­hen­der Refle­xion unter­schied­li­cher Posi­tio­nen abge­sagt. Nach fun­dier­ter Erör­te­rung und Zustim­mung meh­re­rer Gre­mien im Vor­feld geben ver­laut­barte und ange­drohte Absa­gen ande­rer Künst­ler den Aus­schlag. Gan­zes Pro­ce­dere final nun Art eige­nes Festwochen-Stück. Die Wie­ner Fest­wo­chen rund um Inten­dant Milo Rau und Geschäfts­füh­re­rin Arte­mis Vakia­nis haben den für 7. Juni […]
US-Unter­neh­mer und liber­tä­rer Macht­theo­re­ti­ker Peter Thiel soll bei Wie­ner Fest­wo­chen auf­tre­ten. Kri­ti­ker wol­len ihm kein Podium geben und Fest­wo­chen­chef Milo Rau ent­wi­ckelt Gegen­stra­te­gie. Die ganze Chose beleuch­tet das klein­geis­tige Schre­ber­gärt­ne­rIn­nen­tum in Wien. Ein Kom­men­tar von Chris­tian Czaak. Die pein­lich-lächer­li­che Debatte um den Auf­tritt Peter Thiels bei den Wie­ner Fest­wo­chen offen­bart ein­mal mehr den beschränk­ten Hori­zont des […]
Digi­ta­ler Assis­tent für inklu­sive Mobi­li­tät. Men­schen mit Behin­de­rung sol­len ohne Bar­rie­ren mit öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln unter­wegs sein kön­nen. Ein Mobi­li­täts­pro­jekt der Uni­ver­sity of Applied Sci­en­ces St. Pöl­ten wird von der Fritz Schöggl Pri­vat­stif­tung gefördert. Ein neues Pro­jekt der Uni­ver­sity of Applied Sci­en­ces St. Pöl­ten (USTP) unter­sucht, wie Men­schen mit Behin­de­rung oder kör­per­li­cher Beein­träch­ti­gung bar­rie­re­freier mit öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln unter­wegs sein kön­nen. […]
Immer mehr Arbeit­neh­mer wol­len Job wech­seln. Ins­be­son­dere Gene­ra­tion Z betrof­fen. Mehr Geld, nega­ti­ves Arbeits­um­feld und bes­sere Work-Life-Balance als Haupt­gründe sowie ein aktu­ell begrenz­ter Arbeits­markt im Fokus einer neuen Stu­die von Rand­stad. Ermit­telt wur­den auch die belieb­tes­ten Arbeitgeber. Arbeits­märkte und unter­schied­li­che Zugänge und Sicht­wei­sen bei Arbeits­be­din­gun­gen sind natio­nal wie inter­na­tio­nal immer beson­ders rele­vante The­men. In Öster­reich naht […]
magnifier
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram