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Die Welt über unse­ren Köpfen

Das Inter­na­tio­nale Astro­no­mie­jahr 2oo9 rückte nicht nur die Sterne, son­dern auch die Wis­sen­schaft ins rechte Licht.

400 Jahre, nach­dem Gali­leo Gali­lei erst­mals ein Tele­skop zum Ster­nen­him­mel rich­tete, Johan­nes Kep­ler die Pla­ne­ten­be­we­gung rich­tig erkannte und 40 Jahre, nach­dem die ers­ten Men­schen den Mond betra­ten, rief die Unesco 2009 zum Inter­na­tio­na­len Jahr der Astro­no­mie aus. Mit einer Viel­zahl von spek­ta­ku­lä­ren Aus­stel­lun­gen und Events wurde auch hier­zu­lande das Welt­all ent­spre­chend ins Zen­trum gerückt.

Nach­hal­ti­ger Erfolg
Hun­dert­tau­sen­den Men­schen konnte so eine wis­sen­schaft­li­che Dis­zi­plin näher­ge­bracht wer­den, die zu Unrecht ein Schat­ten­da­sein führt. Tho­mas Posch, Pro­fes­sor am Insti­tut für Astro­no­mie der Uni­ver­si­tät Wien und Koor­di­na­tor der öster­rei­chi­schen Akti­vi­tä­ten zum Astro­jahr: „Der Erfolg für die Astro­no­mie ist sicher­lich nach­hal­tig.“ Einer der Höhe­punkte waren die „100 Stun­den der Astro­no­mie“, wel­che Anfang April als vier­tä­gi­ges Groß­ereig­nis welt­weit abge­hal­ten wur­den. „Wir hat­ten vor dem Wie­ner Natur­his­to­ri­schen Museum zahl­rei­che Fern­rohre auf­ge­baut – vom 7‑cm-H-alpha-Son­nen­te­le­skop über 20-cm- und 28-cm-Schmidt-Cas­se­grain-Tele­skope bis zum 46-cm-Spie­gel­te­le­skop. Hun­derte Pas­san­ten blick­ten durch die auf ver­schie­dene irdi­sche und kos­mi­sche Objekte gerich­te­ten Opti­ken. Um gute Sicht zu gewähr­leis­ten, wurde sogar die lokale Fas­sa­den- und Park­be­leuch­tung abge­schal­tet“, erin­nert sich Posch. Aber auch in den Lan­des­haupt­städ­ten und in den Stern­war­ten gab es zahl­rei­che Ver­an­stal­tun­gen. Posch: „Ganz beson­ders gefreut hat uns, dass mehr als 200 Besu­cher zum Tag der offe­nen Tür ins Leo­pold-Figl-Obser­va­to­rium am Mit­ter­schöpfl gekom­men sind. Diese Stern­warte ist näm­lich nur über einen län­ge­ren Fuß­marsch zu erreichen.“

Umfang­rei­ches Programm
Auch die all­jähr­lich statt­fin­dende Kin­der­uni stand heuer ganz im Zei­chen der Astro­no­mie; an der Uni­ver­si­tät Wien fand eine Ring­vor­le­sung – „Vom Big Bang zu bewohn­ba­ren Wel­ten“ – statt. Öster­reich­weit abge­hal­tene Vor­trags­abende zu aus­ge­such­ten und aktu­el­len The­men der Astro­no­mie, ein Film über die Licht­ver­schmut­zung („Die Helle Not“) und ein Buch zur sel­ben Pro­ble­ma­tik („Das Ende der Nacht“), eine Viel­zahl von Aus­stel­lun­gen, ein eige­nes Astro-Dra­mo­lett („Kep­ler, Gali­lei und das Fern­rohr“), eine Son­der­brief­marke sowie eine 25-Euro-Jubi­lä­ums­münze kom­plet­tier­ten das umfang­rei­che Programm.

Autor:
18.12.2009

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