Zum Inhalt

Die Zügel in der Hand behalten

In einer zuneh­mend arbeits­tei­li­gen Welt lau­fen Unter­neh­men Gefahr, die Kon­trolle über die aus­ge­la­ger­ten Arbeits­pro­zesse zu ver­lie­ren. Mit dem Moni­to­ring von Pro­zess­kenn­zah­len kön­nen sie das ver­mei­den und sehen tages­ak­tu­ell, ob getrof­fene Ver­ein­ba­run­gen auch ein­ge­hal­ten werden.

Busi­ness Intel­li­gence, also das sys­te­ma­ti­sche Sam­meln und Aus­wer­ten von Geschäfts­da­ten, hat sich über die Jahre zu einer der belieb­tes­ten Dis­zi­pli­nen der Unter­neh­mens-IT ent­wi­ckelt. Die Dar­stel­lung und Visua­li­sie­rung von Betriebs­kenn­zah­len ist zwar sinn­voll, wenn man sich einen Über­blick ver­schaf­fen will. Wer aber die Ursa­che einer Fehl­ent­wick­lung fin­den will, dem bie­tet her­kömm­li­che Busi­ness Intel­li­gence nur eine ober­fläch­li­che Ori­en­tie­rung, wo er mit der Suche begin­nen sollte.
„Bei der Daten­ana­lyse sieht man nur die Spitze des Eis­bergs“, sagt Helge Heß, Senior Vice Pre­si­dent Pro­duct & Solu­tion Manage­ment bei IDS Scheer, „um zu erfah­ren, wie diese Kenn­zah­len zustande kom­men, muss man die Geschäfts­pro­zesse durch­leuch­ten.“ Es geht um Ursa­chen­for­schung. Busi­ness Intel­li­gence zeigt nur, dass – bei­spiels­weise – die Umsätze in einer bestimm­ten Region sin­ken. Warum das pas­siert, kann man aus die­sen Zah­len nicht her­aus­le­sen. Oft ist es eine ein­zige Schwach­stelle, die ein sonst gut geöl­tes Räder­werk bremst. Die­ser Fla­schen­hals fin­det sich auf der Pro­zess­ebene – mög­li­cher­weise ist die Hot­line über­las­tet, und poten­zi­elle Kun­den hän­gen zu lange in der Warteschleife.

Den Über­blick bewahren
In diese Lücke stößt IDS Scheer : „Wir wol­len kein klas­si­scher Busi­ness-Intel­li­gence-Anbie­ter sein“, betont Heß, „uns geht es darum, den Zusam­men­hang zwi­schen den Kenn­zah­len und der Pro­zess­ebene her­zu­stel­len.“ Pro­cess Intel­li­gence nennt IDS Scheer diese Ver­knüp­fung des Geschäfts­zah­len­mo­ni­to­rings und der Ana­lyse der ProzessPerformance.
Die aus die­sem Kon­zept abge­lei­tete Soft­ware lässt sich auf jeder Ebene im Unter­neh­men ein­set­zen. Die Geschäfts­lei­tung erhält damit einen Über­blick über den Ist-Zustand der Geschäfts­pro­zesse. Die Abtei­lungs­lei­ter wer­den in ihrer Rolle als Pro­zess­ver­ant­wort­li­che umge­hend infor­miert, wenn einer ihrer Pro­zesse aus dem Ruder läuft. Und auch den Mit­ar­bei­ter, der den Pro­zess aus­führt, unter­stützt das Sys­tem – bei der Prio­ri­sie­rung sei­ner täg­li­chen Aufgaben.

Die Kon­trolle zurückgewinnen
Unter­neh­men kon­zen­trie­ren sich zuneh­mend auf ihre Kern­pro­zesse. Was sie nicht so gut kön­nen, lagern sie an externe Dienst­leis­ter aus. Den Vor­tei­len, die von gerin­ge­ren Kos­ten bis zur pro­fes­sio­nel­len Abwick­lung durch einen Spe­zia­lis­ten rei­chen, steht die Gefahr gegen­über, die Kon­trolle über die aus­ge­la­ger­ten Pro­zesse zu ver­lie­ren. „Ste­hen aber dem Auf­trag­ge­ber die aktu­el­len Pro­zess­kenn­zah­len zur Ver­fü­gung“, so Heß, „gewinnt er die volle Kon­trolle zurück.“ Bei einer Fehl­ent­wick­lung kann er sofort gegen­steu­ern – noch bevor die Ziel­ab­wei­chung das eigene Unter­neh­mens­er­geb­nis belastet.
Equens SE, ein Kunde von IDS Scheer, ist auf die Abwick­lung des Zah­lungs­ver­kehrs zwi­schen Ban­ken spe­zia­li­siert. Um die Zah­lungs­pro­zesse zu über­wa­chen, setzt die größte deut­sche Trans­ak­ti­ons­bank den Aris Pro­cess Per­for­mance Mana­ger (PPM) ein. Die dabei auto­ma­ti­siert her­ge­stell­ten Reports wer­den auch direkt den Ban­ken zur Ver­fü­gung gestellt.

Trans­pa­rente Prozesse
Diese Fähig­keit, die Kun­den stets auf dem Lau­fen­den zu hal­ten, kris­tal­li­siert sich zuneh­mend als ein ent­schei­den­der Wett­be­werbs­vor­teil für Dienst­leis­ter her­aus. Als die Deut­sche Bahn dem auf Kun­den­be­zie­hungs­kar­ten spe­zia­li­sier­ten Unter­neh­men Loyalty Part­ner das Manage­ment der Bahn­card über­tra­gen hat, tat sie das nicht nur wegen der Bran­chen­kom­pe­tenz des Anbie­ters. Mit ein Grund war auch, dass die Deut­sche Bahn die Abwick­lung der Bahn­karte über­wa­chen kann, als ob sie im eige­nen Haus gesche­hen würde. Der Auf­trag­ge­ber kann also auf tages­ak­tu­el­ler Basis über­prü­fen, ob die ver­ein­bar­ten Vor­ga­ben tat­säch­lich erfüllt wer­den, und muss sei­nem Dienst­leis­ter nicht mehr blind vertrauen.

Autor:
26.03.2010

Weitere aktuelle Artikel

KI ver­än­dert auch die Geschäfts­mo­delle der Soft­ware­bran­che. Statt für Arbeits­zeit wird künf­tig pri­mär für mess­bare Ergeb­nisse bezahlt wer­den. Euro­päi­sche Anbie­ter kön­nen ver­gleichs­weise mit Bran­chen­wis­sen punk­ten, so eine aktu­elle Stu­die des Digi­tal­ver­ban­des Bitkom. Die Soft­ware­bran­che muss sich auf tief­grei­fende Ver­än­de­run­gen ihrer Geschäfts­mo­delle ein­stel­len. Weil KI-Agen­ten zuneh­mend selbst Arbeit ver­rich­ten und nicht mehr nur als Werk­zeug bedient […]
Öffent­li­che Ver­wal­tung und Insti­tu­tio­nen mit mas­si­vem Auf­hol­be­darf bei Thema Digi­ta­li­sie­rung und Auto­ma­tion. Mehr als die Hälfte der Orga­ni­sa­tio­nen ohne Digi­tal­stra­te­gie. 14 Pro­zent mit voll­stän­dig imple­men­tier­ter IT-Strategie. Digi­ta­li­sie­rung und Auto­ma­tion sind in der öffent­li­chen Ver­wal­tung zwei zen­trale The­men, wenn es um Effi­zi­enz bei Arbeits­ab­läu­fen und Bür­ger­ser­vices sowie Ein­spa­rungs­po­ten­tiale geht. Exper­ten aus unter­schied­li­chen Berei­chen emp­feh­len und sehen […]
Ein­per­so­nen­un­ter­neh­mun­gen und Klein­be­triebe set­zen immer stär­ker auf Künst­li­che Intel­li­genz. Gegen­über 2025 Zunahme um rund 70 Pro­zent und damit nahezu Gleich­stand zur rest­li­chen Wirt­schaft. Auch das Geschäfts­klima hat sich zuletzt verbessert. Selb­stän­dige und Kleinst­un­ter­neh­men in Deutsch­land set­zen immer stär­ker auf den Ein­satz von Künst­li­che Intel­li­genz. Aktu­ell nut­zen über 51 Pro­zent der Befrag­ten KI in ihren Geschäfts­pro­zes­sen, […]
Deut­sche Tele­kom und Palo Alto Net­works stel­len daten­sou­ve­räne Cyber Defence als Mana­ged Ser­vices vor. Der „Sove­reign Cor­tex with T Secu­rity“ genannte Dienst spei­chert Kun­den- und Sys­tem­da­ten in Europa und soll mehr Kon­trolle für Kun­den durch aus­ge­la­gerte Ver­wal­tung der Schlüs­sel bringen.  Die Deut­sche Tele­kom und der US-Anbie­ter Palo Alto Net­works brin­gen „Sove­reign Cor­tex with T Secu­rity“ auf den […]
T‑Cloud als neue Multi-Cloud-Platt­form von T‑Systems zur pass­ge­nauen Kom­bi­na­tion meh­re­rer Cloud-Dienste. Inno­va­tion auch bei Mar­ke­ting mit Aktion am Flug­ha­fen Wien und inter­ak­ti­ver Ver­lo­sung von exklu­si­ven Cloud-Workshops. Egal ob Groß­un­ter­neh­men, Mit­tel­stand oder öffent­li­cher Sek­tor – Cloud Com­pu­ting ist mitt­ler­weile fixer Bestand­teil der digi­ta­len Trans­for­ma­tion. Die Öko­no­mie bei Nut­zungs­viel­falt und Kos­ten der bedarfs­ge­nau ska­lier­ba­ren Cloud-Dienste ist dabei […]
magnifier
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram