Zum Inhalt
© T-Systems Austria

„Die­ser Ansatz ist bis­lang einzigartig“

Cloud-Dienste ste­hen für bedarfs­ori­en­tierte und fle­xi­bel ska­lier­bare Ein­satz­ge­biete bei betrieb­li­chen Digi­tal­pro­jek­ten. Peter Lenz, Mana­ging Direc­tor T‑Systems Alpine, erläu­tert kri­ti­sche Erfolgs­fak­to­ren und Referenzprojekte. 

Worum geht es beim Cloud-Computing ?
Peter Lenz : Es geht um inter­net­ba­sierte IT-Res­sour­cen wie Ser­ver, Daten­spei­cher, Soft­ware-Appli­ka­tio­nen oder Secu­rity-Dienste. Die wer­den ein­zeln oder im Paket über unser Rechen­zen­trum pass­ge­nau und fle­xi­bel ska­lier­bar bereit­ge­stellt und ver­rech­net wird exakt nach benö­tig­ter Leis­tung. Die Ver­knüp­fung mit den IT-Sys­te­men des Kun­den erfolgt über stan­dar­di­sierte Schnitt­stel­len und für den Endu­ser via Web­site oder App. 

Wel­che Dienste sind relevant ?
Ein­mal Infra­struk­tur-as-a-Ser­vice (IaaS) als Hard­ware­res­sour­cen wie Rech­ner, Netze oder Daten­spei­cher. Dann Platt­form-as-a-Ser­vice (PaaS) für Pro­gram­mier­um­ge­bun­gen mit fle­xi­blen Rechen- und Daten­ka­pa­zi­tä­ten. Als nächs­tes Soft­ware-as-a-Ser­vice (SaaS) für aus­ge­wählte Pro­gramm- oder Soft­ware­an­wen­dun­gen. Sen­si­ble Daten bei SaaS kön­nen mit eige­nen Secu­rity-Ser­vices von T‑Systems nach euro­päi­schen Stan­dards geschützt werden.

Wel­che Cloud-Arten gibt es ?
Vorab die Pri­vate-Cloud mit allen erwähn­ten Diens­ten exklu­siv nur für ein Unter­neh­men, inklu­sive siche­rer Daten­hal­tung, wo wir mit unse­rem Rechen­zen­trum in Wien punk­ten oder die euro­päi­sche Open Tele­kom Cloud über unsere deut­schen Rechen­zen­tren — ebenso mit höchs­ten Sicher­heits­kri­te­rien. Dann Public Cloud Ser­vices, etwa von AWS, Google oder Micro­soft sowie kom­bi­nierte hybride Cloud Umge­bun­gen. Und aktu­ell noch die neue Sove­reign-Cloud mit Google.

Kön­nen Sie aktu­elle Refe­ren­zen nennen ?
Ja, bei­spiels­weise zum Thema SAP-HANA, wo wir für die Tiro­ler Elec­tro Ter­mi­nal, die Schwei­zer BKW-Gruppe oder den Elek­tronik­kon­zern Egs­ton die SAP-Sys­teme über unser Wie­ner Rechen­zen­trum betrei­ben. Bei Egs­ton erlaubt die dyna­mi­sche Platt­form standort­über­grei­fend für alle rund 8.000 Anwen­der rasche Reak­tio­nen auf Last­spit­zen bei bedarfs­ge­rech­ten Kos­ten und höchs­ter Verfügbarkeit. 

Bei­spiele für hybride Cloud-Projekte ?
Das Schwei­zer Han­dels­haus Valora. Die Arbeits­plätze mit Hard­ware und Busi­ness-Appli­ka­tio­nen lie­gen in der Ver­ant­wor­tung von Valora, bei T‑Systems die Soft­ware-Appli­ka­tio­nen, das Daten­ma­nage­ment und die Netz­werke. Der Betrieb von SAP/­SAP-HANA pas­siert mit­tels „Dyna­mic Cloud Ser­vices“ von VMware in unse­rem Rechen­zen­trum in Frank­furt. Oder die Wie­ner Städ­ti­sche Ver­si­che­rung mit einem bau­stein­ar­ti­gen Cloud-Sys­tem für das Com­pli­ance- und Risikomanagement.

Was sind sou­ve­räne Cloud Services ?
Sou­ve­räne Cloud Ser­vices wie von T‑Systems und Google sind als offene Platt­for­men kon­zi­piert und ein Erfolgs­fak­tor für die Digi­ta­li­sie­rung Euro­pas. Sie besei­ti­gen regu­la­to­ri­sche Hin­der­nisse und geben euro­päi­schen Unter­neh­men Sicher­heit und Unab­hän­gig­keit. Zu nen­nen ist hier auch GAIA‑X als euro­päi­sche Initia­tive für einen sou­ve­rä­nen Daten­raum mit ent­spre­chen­den Standards. 

Was heißt das konkret ?
Appli­ka­tio­nen und Daten müs­sen jeder­zeit auf belie­bige andere Infra­struk­tu­ren über­trag­bar sein. Das ver­hin­dert die Abhän­gig­keit von einem Her­stel­ler. T‑Systems über­nimmt auch das Ver­schlüs­se­lungs-Manage­ment, sodass kein unbe­rech­tig­ter Zugriff auf Schlüs­sel und Kun­den­da­ten mög­lich ist – weder aus Europa noch aus den USA.

Geht Digi­ta­li­sie­rung auch ohne Cloud-Dienste ?
Viele Her­stel­ler bie­ten Soft­ware-Ange­bote nur mehr aus der Cloud an. Ohne diese Lösun­gen ist eine Moder­ni­sie­rung der IT also nur sehr ein­ge­schränkt oder gar nicht mehr möglich.

Ihre Emp­feh­lung an Unternehmen ?
Betriebe, die eine sou­ve­räne Cloud nut­zen möch­ten, erhal­ten von uns ein Rundum-Paket, das nicht nur die kom­plette Band­breite von Cloud-Diens­ten umfasst, son­dern auch euro­päi­schen Com­pli­ance- und Daten­schutz-Vor­ga­ben ent­spricht. Als T‑Systems gewähr­leis­ten wir diese Sou­ve­rä­ni­tät und damit kön­nen auch Unter­neh­men aus regu­lier­ten Bran­chen das volle Poten­zial der Public Cloud nut­zen. Die­ser Ansatz ist bis­lang ein­zig­ar­tig in Österreich.

Autor: red/czaak
17.05.2022

Weitere aktuelle Artikel

Im hei­mi­schen Mit­tel­stand hat sich die Stim­mung etwas erholt. Eine nach­hal­tige kon­junk­tu­relle Trend­wende bleibt vorab wei­ter aus. Nah­ost­kon­flikt und stei­gende Ener­gie­preise und gene­relle Infla­ti­ons­ängste begrün­den die Unsi­cher­heit, so eine aktu­elle Umfrage von Creditreform. Das Geschäfts­klima der hei­mi­schen KMU bes­sert sich, bleibt aber wei­ter nega­tiv, ins­ge­samt bleibt die Stim­mung ver­hal­ten. Jedes fünfte Unter­neh­men rech­net mit Rück­gän­gen […]
In vie­len Unter­neh­men ist das Bewusst­sein für wirt­schaft­li­che Fol­gen mög­li­cher Cyber­an­griffe noch nicht aus­rei­chend vor­han­den. NIS-Gesetz nach Ende Über­gangs­frist ab Okto­ber gül­tig. 17 Pro­zent der öster­rei­chi­schen Betriebe betrof­fen. Risiko für Umsatzeinbußen. 17 Pro­zent der öster­rei­chi­schen Unter­neh­men sind vom NISG 2026, das nach Ende der Über­gangs­frist ab 1. Okto­ber 2026 in Öster­reich Rea­li­tät wird, betrof­fen. Rund ein […]
West­eu­ropa mit höchs­ter Zahl an Unter­neh­mens­in­sol­ven­zen seit über 20 Jah­ren. Öster­reich im Mit­tel­feld. Gewerbe, Dienst­leis­tung, Han­del beson­ders betrof­fen. Geo­po­li­ti­sche Kri­sen und Ener­gie­preise und gene­relle Kos­ten­stei­ge­run­gen und feh­len­der Kon­sum als Hauptursachen.  West­eu­ropa ver­zeich­nete im Jahr 2025 die höchste Zahl an Unter­neh­mens­in­sol­ven­zen seit mehr als 20 Jah­ren. Das zeigt eine aktu­elle Ana­lyse der Cre­dit­re­form Wirt­schafts­for­schung. Mit ins­ge­samt […]
In Deutsch­land geben die Ölkon­zerne die Tan­kra­batte bis­her nur teil­weise wei­ter. Ifo-Insti­tut ent­wi­ckelt eige­nen Tan­kra­batt-Tra­cker für Über­prü­fung und Analyse. Der seit Anfang Mai gel­tende Tan­kra­batt der deut­schen Bun­des­re­gie­rung kommt nur teil­weise an den Zapf­säu­len an. Das zei­gen aktu­elle Berech­nun­gen des ifo-Insti­tuts, das für genaue Ana­ly­sen einen soge­nann­ten Tan­kra­batt-Tra­cker ent­wi­ckelt hat. „Beim Die­sel haben die Tank­stel­len […]
Sta­gnie­rende Geschäfts­la­gen, wei­ter hohe Kos­ten bei Ener­gie, Löh­nen oder Mate­rial sowie aus­ge­prägte Kon­sum­flaute prä­gen aktu­elle Wirt­schafts­si­tua­tion. Rund 17 Pro­zent der Betriebe über­le­gen Stand­ort oder Geschäfts­be­rei­che ins Aus­land zu ver­la­gern. Kri­tik an Maß­nah­men der Bun­des­re­gie­rung bei Industriestrategie. Die aktu­elle Geschäfts­lage der hei­mi­schen Unter­neh­men ist wei­ter­hin über­aus schwie­rig, auch eine Ver­än­de­rung in Rich­tung Auf­schwung wird nicht erwar­tet. […]
magnifier
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram