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© pexels/mikhail nilov

Digi­tale Iden­ti­tä­ten in Gesund­heits­we­sen und Verwaltung

Manage­ment und Schutz von Daten sind zen­trale Schwer­punkte bei Digi­tal­pro­jek­ten. In Deutsch­land gibt es nun erst­ma­lige Zulas­sung für neue digi­tale Gesund­heits­karte und Pilot­pro­jekt von T‑Systems für Bar­mer Versicherung.

Die Anfor­de­run­gen an die Betrei­ber von Kran­ken­häu­sern und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen sind viel­fäl­tig und oft her­aus­for­dernd. Bun­des­ge­setze müs­sen umge­setzt wer­den, lau­fende Anpas­sun­gen in Orga­ni­sa­tion und Infra­struk­tur oder eine Viel­zahl an Ver­trä­gen mit Ver­si­che­run­gen und Abrech­nun­gen mit ÄrztInnen. 

Über all dem steht das Wohl der Pati­en­tIn­nen und ein mög­lichst opti­ma­les Arbeits­um­feld für Ärzte und Pfle­ge­per­so­nal. Eine zen­trale Basis für alle diese Berei­che ist Manage­ment und Ver­füg­bar­keit von Daten. Das erstreckt sich von bis­he­ri­gen und aktu­el­len Behand­lun­gen wie Rezep­tu­ren bis hin zu Prü­fung und Bestä­ti­gung der Iden­ti­tät der zu behan­deln­den Personen.

Schlüs­sel für E‑Health
In Deutsch­land hat nun die Gema­tik als natio­nale Agen­tur für Digi­tale Medi­zin erst­mals eine soge­nannte digi­tale Iden­ti­tät für das deut­sche Gesund­heits­we­sen zuge­las­sen. Damit soll dann Gesund­heits­karte und elek­tro­ni­scher Per­so­nal­aus­weis über digi­tale End­ge­räte wie Smart­phones genutzt wer­den können. 

Ab 2024 müs­sen deut­sche Kran­ken­kas­sen ihren Ver­si­cher­ten digi­tale Iden­ti­tä­ten anbie­ten. Grund­lage ist das Digi­tale-Ver­sor­gungs-und-Pflege-Moder­ni­sie­rungs­ge­setz. „Die Ver­si­cher­ten haben damit einen Zen­tral-Schlüs­sel für Gesund­heits­an­wen­dun­gen wie die elek­tro­ni­sche Pati­en­ten­akte, das E‑Rezept und wei­tere digi­tale Anwen­dun­gen“, sagt Mar­kus Leyck Die­ken, Geschäfts­füh­rer der Gematik.

Die Bar­mer Kran­ken­ver­si­che­rung ist mit knapp neun Mil­lio­nen Ver­si­cher­ten eines der größ­ten Insti­tute in Deutsch­land und sie hat nun T‑Systems beauf­tragt diese digi­ta­len Iden­ti­tä­ten für ihre Kun­den bereit­zu­stel­len und zu ver­wal­ten. „Die Digi­tale Iden­ti­tät wird das Tor zu den digi­ta­len Ser­vices sein, mit dem wir neue Stan­dards für den Schutz sen­si­bler Daten set­zen“, so Sieg­mar Nesch, Vor­stand bei der Barmer.

Hohes Ver­trau­ens­ni­veau
Die tech­ni­sche Lösung wurde in enger Abstim­mung mit der Gema­tik ent­wi­ckelt. Alle Daten lie­gen auch wäh­rend der Ver­ar­bei­tung ver­schlüs­selt auf einer siche­ren und sou­ve­rä­nen T‑Sys­tems-Cloud in Deutsch­land. Das Kon­zept basiert auf dem soge­nann­ten „Con­fi­den­tial Computing“-Ansatz, wo die Daten für Dritte nicht ein­seh­bar sind. Auch T‑Systems als Betrei­ber hat kei­nen Zugriff und damit soll spe­zi­ell für Kun­den in Gesund­heits­we­sen und öffent­li­cher Ver­wal­tung ein beson­ders hohes Ver­trau­ens­ni­veau geschaf­fen werden. 

Bür­ge­rin­nen sol­len mit die­sen digi­ta­len Iden­ti­tä­ten gene­rell mehr Sicher­heit und Sou­ve­rä­ni­tät im Inter­net bekom­men. Die EU star­tet dafür aktu­ell in zahl­rei­chen Län­dern Feld­tests, wo sich T‑Systems ebenso enga­giert, etwa beim Thema Frei­schal­ten von Mobil­funk­kar­ten auch in Öster­reich. „Wir freuen uns über den grü­nen Haken der Gema­tik für unser ID-Wal­let-Sys­tem bei der Bar­mer. Digi­tale Iden­ti­tä­ten schaf­fen Ver­trauen, nahezu jeder Lebens­be­reich wird davon künf­tig pro­fi­tie­ren“, sagt Adel Al-Saleh, CEO von T‑Systems und Vor­stands­mit­glied Deut­sche Telekom. 

Autor: red/czaak
03.11.2023

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