Zum Inhalt

Digi­tale Welt­karte zeigt Anti­se­mi­tis­mus in Echtzeit

Ein aus­ge­klü­gel­tes KI-Sys­tem spürt ver­däch­tige Inhalte im Social Web auf.

Das israe­li­sche Minis­try of Dia­spora Affairs hat ein auf Künst­li­cher Intel­li­genz (KI) basie­ren­des Sys­tem ent­wi­ckelt, das anti­se­mi­ti­sche Inhalte in sozia­len Netz­wer­ken und auf Inter­net­sei­ten iden­ti­fi­ziert. Auf einer inter­ak­ti­ven Karte zeigt der aus­ge­klü­gelte Algo­rith­mus dann in Echt­zeit ent­spre­chend nega­tiv auf­fal­lende Regio­nen an.

Deutsch­land im Fokus
Das neue Sys­tem wurde von ehe­ma­li­gen Mit­glie­dern mili­tä­ri­scher Tech­no­lo­gie-Ein­rich­tun­gen und Vete­ra­nen der IDF Mili­tary Intelligence’s Unit 8200 ent­wi­ckelt. Laut Daten des Minis­te­ri­ums war 2016 ein Jahr, in dem beson­ders häu­fig anti­se­mi­ti­sche Inhalte ver­brei­tet und geteilt wur­den. Vor allem in Deutsch­land seien diese Inhalte ins Inter­net gestellt wor­den, was an der umstrit­te­nen Flücht­lings­po­li­tik der Bun­des­re­gie­rung liege, so die Mutmaßung.
Das Sys­tem zeigt ganz genau an, wie viele die­ser Nach­rich­ten aktu­ell im Umlauf sind und wel­che Län­der die meis­ten anti­se­mi­ti­schen Inhalte schal­ten. In einem erfolg­rei­chen Pro­be­lauf iden­ti­fi­zierte das Sys­tem bereits etwa 500.000 anti­se­mi­ti­sche Bei­träge und Kom­men­tare in sozia­len Netz­wer­ken, die zu die­sem Zeit­punkt für rund 40 Mio. Men­schen zugäng­lich waren.

Künst­li­che Intelligenz
Die zur Anwen­dung kom­mende Künst­li­che Intel­li­genz (KI) durch­leuch­tet Bei­träge nach Schlüs­sel­wör­tern und kann in die­sem Rah­men auch erken­nen, woher der Ver­fas­ser stammt. Diese Infor­ma­tio­nen wer­den abschlie­ßend in eine detail­lierte Karte ein­ge­tra­gen. Im Vor­jahr war selbst Goo­gles Such­al­go­rith­mus, bezie­hungs­weise die auto­ma­ti­sche Ver­voll­stän­di­gung bei der Ein­gabe von Begrif­fen in starke Kri­tik gera­ten, da er Nut­zern anti­se­mi­ti­sche Wort­vor­schläge präsentierte. 

hello world!
Autor: Pressetaxt Austria/red/cc
02.03.2017

Weitere aktuelle Artikel

Aktu­elle Muehl-Schau im Wie­ner Aktio­nis­mus-Museum (WAM) ist von laut­star­ken Ver­bots­pro­tes­ten und media­len Angrif­fen auf Direk­tor Klaus Albrecht Schrö­der beglei­tet. Es geht um den immer noch nicht kom­plett auf­ge­ar­bei­te­ten Kin­des­miss­brauch und um Geld. Das WAM könnte die Platt­form für eine fun­dierte Auf­ar­bei­tung unter Ein­bin­dung aller Akteure wer­den. Ein Kom­men­tar von Chris­tian Czaak. 2019 schien die Welt rund […]
In der For­schung spielt KI schon län­ger eine wich­tige Rolle. Ein inter­na­tio­na­les For­schungs­team unter Betei­li­gung der TU Wien zeigt nun die eigen­stän­dige Ent­wick­lung von Phy­sik-Expe­ri­men­ten via KI. Auch beim Design kann es nütz­li­che Aus­wir­kun­gen geben. Bis dato brach­ten Men­schen die Wis­sen­schaft voran, indem sie sich aus­ge­klü­gelte Expe­ri­mente aus­den­ken, die so ange­legt sind, dass ihr Ergeb­nis auf […]
Taschen­geld von Eltern oder Ver­wand­ten ist für junge Men­schen der Start im Umgang mit eige­nem Ver­mö­gen. Zum Schul­be­ginn unter­streicht der Finan­cial Life Park (FLiP) das Ler­nen von Ver­ant­wor­tung für einen bewuss­ten Umgang mit Geld.  Mit dem Schul­be­ginn erhal­ten viele Kin­der erst­mals regel­mä­ßig Taschen­geld oder über­neh­men mehr Ver­ant­wor­tung für ihr eige­nes Bud­get. Für den Finan­cial Life Park […]
Die Ver­läss­lich­keit von Open-Source-Soft­ware als Thema eines For­schungs­pro­jekts der Uni­ver­sity of Applied Sci­en­ces St. Pöl­ten. Wis­sen­schaft­ler ent­wi­ckeln Platt­form für mehr Sicher­heit und Trans­pa­renz. CroSSD2 umfasst aktu­ell 2.400 Open-Source-Pro­jekte mit rund 688.000 ana­ly­sier­ten Dokumenten. Open-Source-Soft­ware steckt heute in zahl­rei­chen digi­ta­len Anwen­dun­gen und Infra­struk­tu­ren. Gleich­zei­tig fehlt oft ein kla­rer Über­blick dar­über, wie sta­bil, sicher und nach­hal­tig ein­zelne […]
Öster­rei­chi­sche Natio­nal­bank star­tet neue Initia­tive gegen Online-Betrug. Gemein­sam mit Uni Wien und Poli­zei­ex­per­ten soll mit Pro­jek­ten „Gene­ra­tio­nen gemein­sam sicher“ und „Pis­hing-Simu­la­tion“ junge wie ältere Men­schen für siche­res Online-Bezah­len und Betrugs­prä­ven­tion sen­si­bi­li­siert werden. Die Oes­ter­rei­chi­sche Natio­nal­bank (OeNB) star­tet mit „Gene­ra­tio­nen gemein­sam sicher“ und der „Phis­hing-Simu­la­tion“ zwei neue Pro­jekte, die Schü­ler und Senio­ren für siche­res Online-Bezah­len und […]
magnifier
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram