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© NLK Burchhart

„Digi­ta­li­sie­rung bringt enorme Chan­cen mit sich“

Land Nie­der­ös­ter­reich und Wirt­schafts­kam­mer Nie­der­ös­ter­reich star­ten wei­te­ren Durch­gang von För­der­pro­gramm „digi4wirtschaft“. Für betrieb­li­che Digi­ta­li­sie­rungs­maß­nah­men ste­hen ab sofort wie­der sechs Mil­lio­nen Euro zur Verfügung.

Das Land Nie­der­ös­ter­reich ver­län­gert das För­der­pro­gramm „digi4wirtschaft“. Seit 1. März ste­hen den nie­der­ös­ter­rei­chi­schen Unter­neh­men somit wie­der sechs Mil­lio­nen Euro an För­der­mit­tel für Digi­ta­li­sie­rungs­maß­nah­men zur Ver­fü­gung. Johanna Mikl-Leit­ner, Nie­der­ös­ter­rei­chi­sche Lan­des­chefin und Wolf­gang Ecker, Prä­si­dent der NÖ-Wirt­schafts­kam­mer prä­sen­tier­ten das Pro­gramm gemein­sam mit dem Unter­neh­mer Franz Bur­ger bei des­sen Säge­werk im nie­der­ös­ter­rei­chi­schen Rottersdorf.

Zahl­rei­che NÖ-Betriebe nutz­ten Initia­tive des Lan­des Niederösterreich
Säge­werk und Holz­han­del Bur­ger gilt als eines der zahl­rei­chen Best-Prac­tice-Bei­spiel der Digi­ta­li­sie­rungs­of­fen­sive des Lan­des. „Die Digi­ta­li­sie­rung bringt enorme Chan­cen und par­al­lel auch viele Her­aus­for­de­run­gen. Die Fami­lie Bur­ger hat sich all die­sen Her­aus­for­de­run­gen gestellt und ihre gesamte IT-Infra­struk­tur erneu­ert, das Waren­wirt­schafts­sys­tem ver­bes­sert und vor allem auch ein Por­tal für Gewer­be­kun­den ein­ge­rich­tet“, erläu­tert Johanna Mikl-Leit­ner. „Der Betrieb hat sich somit fit für die Zukunft gemacht, Effi­zi­enz­stei­ge­run­gen erreicht und ein bes­se­res Ser­vice für die Kun­din­nen und Kun­den erzie­len kön­nen“, unter­streicht Nie­der­ös­ter­reichs Landeshauptfrau.

Die Pro­gramm­li­nie „digi4Wirtschaft“ exis­tiert seit vier Jah­ren, zahl­rei­che nie­der­ös­ter­rei­chi­sche Betriebe quer durch alle Bran­chen nutz­ten die gemein­same Initia­tive des Lan­des Nie­der­ös­ter­reich und der Wirt­schafts­kam­mer Nie­der­ös­ter­reich für die anste­hende digi­tale Trans­for­ma­tion. Das Impuls­pro­gramm basiert auf drei Säu­len. „Digi kick­start“ sind Work­shops mit dem Fokus auf Best-Prac­tice-Bei­spie­len, um pra­xis­ori­en­tierte Zukunfts­per­spek­ti­ven und Vor­teile auf­zu­zei­gen und für das Thema zu sen­si­bi­li­sie­ren. Bei der zwei­ten Säule geht es um ent­spre­chende Bera­tungs­leis­tun­gen. Und bei der drit­ten Säule geht es um die kon­krete Umset­zung von Digitalisierungsprojekten. 

1.800 Pro­jekte mit 34 Mil­lio­nen Euro an Förderungen
„Dafür gibt es finan­zi­elle Unter­stüt­zung von bis zu 35.000 Euro pro Pro­jekt“, erklärt Johanna Mikl-Leit­ner. In den ver­gan­ge­nen vier Jah­ren wur­den mehr als 1.800 Pro­jekte umge­setzt und 34 Mil­lio­nen Euro an För­de­rung aus­ge­schüt­tet. Mit die­sen 34 Mil­lio­nen sei es gelun­gen, 68,5 Mil­lio­nen Euro in die Digi­ta­li­sie­rung aus­zu­lö­sen. „Quer durchs Land ist die­ses För­der­pro­gramm gut ange­kom­men, spe­zi­ell im Indus­trie­vier­tel und im Zen­tral­raum wur­den die meis­ten För­de­run­gen abge­holt und inno­va­tive Digi­ta­li­sie­rungs­pro­jekte umge­setzt“, betont die NÖ-Landeschefin.

„Als Wirt­schafts­kam­mer Nie­der­ös­ter­reich ist es uns wich­tig, auch die Fort­set­zung des Pro­gramms finan­zi­ell zu beglei­ten“, sagt Wolf­gang Ecker Prä­si­dent der Wirt­schafts­kam­mer NÖ. „Wir machend das aus vol­ler Über­zeu­gung, weil wir wis­sen, dass die­ses Geld 1:1 bei unse­ren Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mern ankommt.“ Ecker nannte als Erfolgs­bei­spiele ein Unter­neh­men in Kor­neu­burg, das alle Pro­zesse über eine regio­nal ent­wi­ckelte Soft­ware­lö­sung digi­ta­li­sierte, ein inter­na­tio­nal täti­ges Unter­neh­men im Bereich der Elek­tro­mo­bi­li­tät, das wett­be­werbs­ori­en­tiert die wich­tigs­ten Arbeits­pro­zesse digi­ta­li­sierte und einen Her­zo­gen­bur­ger Betrieb mit einem Robo­ter zur Opti­mie­rung der Fertigungsprozesse.

Zahl­rei­che wei­tere ergän­zende Projekte
Ecker ver­wies ergän­zend auch auf ein Web­i­nar rund um die Ver­län­ge­rung von digi4Wirtschaft“ am 19. März. Zudem wer­den zum Bereich IT-Sicher­heit Ange­bote und Zusam­men­ar­beit mit dem Land Nie­der­ös­ter­reich, dem Haus der Digi­ta­li­sie­rung und wei­te­ren Part­nern ver­stärkt. Am 11. März fin­det etwa eine umfas­sende Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung zur neuen EU-Richt­li­nie NIS2 statt und bei der Road­show zur Cyber­si­cher­heit wird es wei­tere vier Ter­mine geben. „Gemein­sam mit den „Tech­no­lo­gie- und Inno­va­tions-Part­nern“ des Lan­des und der Wirt­schafts­kam­mer wird es auch ein Pilot­pro­jekt zur IT-Sicher­heit geben“, erläu­terte Ecker von der Wirt­schafts­kam­mer Niederösterreich.

Zum ange­führ­ten Refe­renz­pro­jekt des Unter­neh­mens Säge­werk und Holz­han­del Bur­ger erör­terte dann Fir­men­chef Franz Bur­ger noch die Beweg­gründe für die Umset­zung der digi­ta­len Inno­va­ti­ons­schritte. „Es gibt 290 Säge­werke in Nie­der­ös­ter­reich und das reicht vom klei­nen Ein-Mann-Betrieb bis zum Indus­trie­be­trieb. Genau dazwi­schen liegt die Her­aus­for­de­rung für die Unter­neh­men“, so Bur­ger. Bur­gers Sohn hat sich die inter­nen Abläufe der Waren­wirt­schaft im eige­nen Betrieb im Rah­men eines Matu­ra­pro­jek­tes ange­se­hen und das Digi­ta­li­sie­rungs­po­ten­zial erho­ben. Im Rah­men von „digi4wirtschaft“ habe man dann das Pro­jekt erfolg­reich umge­setzt. Heute biete Bur­ger unter ande­rem ein digi­ta­les Kun­den­por­tal und bei den inter­nen Pro­zes­sen wurde die kom­plette Waren­wirt­schaft digi­ta­li­siert. „Das war und ist die Basis für alle wei­te­ren Schritte“, unter­streicht Franz Burger. 

Autor: red/czaak
07.03.2024

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