
Digitalisierung in der Verwaltung als strategisches Muss
Automation, Vernetzung und Souveränität beim Datenmanagement sind Eckpfeiler für eine moderne und bürgernahe Verwaltung. Ein Expertenkommentar von Peter Lenz, Managing Director T‑Systems Austria.
Der öffentliche Dienst entwickelt sich vom Getriebenen der Digitalisierung zum aktiven Gestalter und erfolgreichen Umsetzer. Finanz Online oder die digitale Familienbeihilfe sind Beispiele, die Bürger:innen den Zugang zu staatlichen Leistungen erleichtern, den Verwaltungsaufwand reduzieren und das Vertrauen in moderne Behördenstrukturen stärken.
Viele andere Verwaltungsprozesse sind aber immer noch zeitaufwendig und parallel steht der öffentliche Dienst vor einer umfangreichen Pensionierungswelle mit dem drohenden Verlust von wertvollem Fachwissen wie auch Ressourcen, um neues Personal schnell einzuarbeiten. In diesem Kontext ist Digitalisierung und Automatisierung eine strategische Notwendigkeit geworden — für langfristige Handlungsfähigkeit und Servicequalität.
Entlastung und Effizienz
Für eine flächendeckende und bereichsübergreifende digitale Verwaltung braucht es eine solide Basis bei Infrastruktur und Technologien. Das inkludiert elektronische Identitäten, vernetzte Register und sichere wie leistungsfähige Cloud-Lösungen, die auch auf europäische Datensouveränität setzen, idealerweise eigenständig in Österreich gehostet.
Diese Basis ist zugleich Voraussetzung, um der erwähnten Pensionierungswelle zu begegnen. Etablierte Automatisierungslösungen bringen hier Effizienz bei Routineaufgaben, intelligente Workflows und Interaktion mit Bürger:innen sowie nachhaltige Sicherung von Wissen. Zeitersparnis und Kostenreduktion sind weitere Effekte. Digitale Assistenten können E‑Mails analysieren, Daten kategorisieren und archivieren sowie mit automatisierten Aufnahme- oder Einschulungsprozessen neue Mitarbeiter:innen unterstützen.
Moderne Plattformen (Anm. Low- oder No-Code) erlauben eine strukturierte Datenerfassung, die Automatisierung manueller Prozesse und eine flexible Anpassung von Verwaltungsabläufen. Ein Prüfmechanismus sichert die Einhaltung vordefinierter Kriterien und die frühzeitige Fehlerkorrektur. So können Antragsbearbeitung und Datenprüfung effizienter gestaltet, Fehlerquoten reduziert und Verwaltungsprozesse nachhaltig beschleunigt werden.
Sinnvolle Bürger-Apps
Genau hier setzen wir auch als T‑Systems an : Bürger:innen erwarten schnellere wie transparentere Prozesse und digitale Lösungen können den Alltag spürbar verbessern. Mit der App „Schau auf Graz“ der Holding Graz etwa lassen sich Schäden wie defekte Gehwege melden, das Projekt „Digitale Telepolizei“ aus dem aktuellen Regierungsprogramm adressiert Regionen mit beschränkten Ressourcen bei Polizeidienststellen.
Um alle Potenziale auszuschöpfen, braucht es eine konsequente, flächendeckende Umsetzung, Mut zur Automatisierung und ein vertrauensvolles Zusammenspiel von Technologie und Gestaltungswillen mit zukunftssicheren Lösungen. Der Handlungsdruck in der öffentlichen Verwaltung steigt. T‑Systems unterstützt hier als zuverlässiger Partner mit sicheren, skalierbaren und souveränen Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen.