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Digi­ta­li­sie­rungs­in­itia­tive für KMU

Kam­mer und Minis­te­rium erneu­ern För­der­pro­gramm „KMU Digi­tal“. 20 Mio. Euro für tech­no­lo­gi­sche Inno­va­tio­nen hei­mi­scher Betriebe. Pro­gramm­li­nie bedient auch Kam­mer­sparte UBIT. Diverse Bera­tun­gen als Förderbedingung.

Das Pro­gramm „KMU DIGI­TAL“ wird fort­ge­setzt. Die Initia­tive des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Digi­ta­li­sie­rung und Wirt­schaft (BMDW) und der Wirt­schafts­kam­mer Öster­reich (WKÖ) sei „sehr gut von den hei­mi­schen Klei­nen und mitt­le­ren Unter­neh­men (KMU) ange­nom­men wor­den“, so Mar­ga­rete Schram­böck, BMin für Digi­ta­li­sie­rung und Wirt­schaft und Harald Mah­rer, Prä­si­dent der Wirt­schafts­kam­mer Öster­reich (WKÖ).

Laut aktu­el­ler Aus­sendung des BMDW wur­den im Rah­men des vori­gen Durch­gangs von KMU Digi­tal (Anm. seit Okto­ber 2019) über 2.500 Bera­tungs- und Umset­zungs­in­itia­ti­ven unter­stützt. Das ent­spricht rund einem Vier­tel der ange­peil­ten 10.000 Bera­tun­gen für zumin­dest 7.000 Betriebe. Diese Zah­len wur­den von der letz­ten Wirt­schafts­mi­nis­te­rin Udolf-Strobl und Kam­mer-Boss Mah­rer bei der sei­ner­zei­ti­gen Pro­gramm­ver­län­ge­rung im Sep­tem­ber 2019 ange­ge­ben (eco­nomy berichtete).

Enga­ge­ment von IT-Bera­tern als Förderbedingung
Der Start die­ses letz­ten Durch­gangs noch im Kabi­nett Bier­lein unter Wirt­schafts­mi­nis­te­rin Udolf-Strobl war von finan­zi­el­len wie inhalt­li­chen Dis­kus­sio­nen geprägt. Kri­ti­ker monier­ten neu­er­lich, dass die Unter­stüt­zun­gen mit einem fixen Enga­ge­ment von IT-Bera­tern ver­bun­den sind und damit ein ver­hält­nis­mä­ßig rele­van­ter För­der­be­trag gleich wie­der bin­dend aus­ge­ge­ben wer­den muss – zudem für Leis­tun­gen, die Unter­neh­mer selbst wis­sen oder ander­wer­tig weit­aus güns­ti­ger zukau­fen könnten. 

Diese IT-Bera­ter sind in der Kam­mer-Fach­gruppe UBIT orga­ni­siert und diese Kam­mer-Sparte kri­ti­sierte ent­spre­chend die damals lange nicht gesi­cherte Fort­set­zung mit öffent­lich­keits­wirk­sa­men stand­ort­po­li­ti­schen Bedro­hungs­sze­na­rien — die dann sogar gip­fel­ten „in einer bedroh­li­chen Situa­tion des Mit­tel­stan­des“, so UBIT-Obmann Pua­s­chitz in einer APA-Aus­sendung am 13. Juni des Vorjahres.

Digi­tale Trans­for­ma­tion schrei­tet voran
Die dama­li­gen Dis­kus­sio­nen wur­den schließ­lich mit einem Macht­wort von Kam­mer-Boss Mah­rer been­det, der die vier Mil­lio­nen Euro umfas­sende letzte För­der­pro­gramm­schiene mit 210.000 Euro aus Kam­mer­gel­dern mit­fi­nan­zierte, damit die For­de­run­gen der kam­mer­ei­ge­nen Fach­gruppe UBIT bediente und letzt­lich auch die dama­lige Wirt­schafts­mi­nis­te­rin Udolf-Strobl über­zeugte. Jetzt inves­tie­ren BM für Digi­ta­li­sie­rung und Wirt­schaft sowie Wirt­schafts­kam­mer Öster­reich 20 Mil­lio­nen über die kom­men­den vier Jahre.

„Die Digi­ta­li­sie­rung der Wirt­schaft schrei­tet zügig voran und KMU benö­ti­gen für Imple­men­tie­rung und markt­kon­forme Anwen­dun­gen maß­ge­schnei­derte Unter­stüt­zung. Die Ver­län­ge­rung von KMU Digi­tal ist ein wich­ti­ges Signal, um kleine und mitt­lere Unter­neh­men auf die­sem Weg zu beglei­ten“, unter­streicht Mah­rer. Fort­set­zung und Aus­bau der Pro­gramm­li­nie „KMU Digi­tal“ wurde im Regie­rungs­pro­gramm ver­ein­bart. Die Finan­zie­rung der 20 Mil­lio­nen Euro wird vom Wirt­schafts­mi­nis­te­rium bezie­hungs­weise der staat­li­chen För­der­bank Aus­tria Wirt­schafts­ser­vice (AWS) sowie der Wirt­schafts­kam­mer Öster­reich (WKÖ) getragen. 

Inhalt­li­che Schwer­punkte mit Fokus Sicherheit
Neuer Schwer­punkt des Pro­gramms ist das „Modul Grup­pen­coa­ching“, wo KMU in ihren Regio­nen zu aktu­el­len Schwer­punkt­the­men trai­niert wer­den. Wel­che Schwer­punkte das sind, wurde nicht näher aus­ge­führt. Wei­ter­ge­führt wer­den Bera­tungs­för­de­rung und Umset­zungs­för­de­rung. Klein- und Mit­tel­be­triebe aller Bran­chen sol­len dabei „gezielt und ganz ihren indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­sen ent­spre­chend mit digi­ta­len Tools ver­traut gemacht wer­den.“ Die Betriebe kön­nen dabei Sta­tus- und Poten­zi­al­ana­ly­sen sowie als Ver­tie­fung Stra­te­gie­be­ra­tun­gen in Anspruch nehmen. 

Zusätz­lich zu The­men wie Geschäfts-Pro­zesse, E‑Commerce, Online Mar­ke­ting oder IT-Secu­rity wird nun der Schwer­punkt Res­sour­cen­op­ti­mie­rung ange­bo­ten. Im Bereich Sicher­heit soll mit der Erwei­te­rung zu Cyber-Secu­rity den aktu­el­len Ent­wick­lun­gen Rech­nung getra­gen wer­den. „In Öster­reich sind mit 99,6 Pro­zent oder 337.800 der Unter­neh­men KMU und somit das Rück­grat der hei­mi­schen Wirt­schaft. Fast die Hälfte die­ser Betriebe haben aller­dings einen gerin­gen Digi­ta­li­sie­rungs­grad. Damit der Wirt­schafts­stand­ort Öster­reich von der Digi­ta­li­sie­rung pro­fi­tiert, müs­sen wir Unter­neh­men aller Grö­ßen auf die­sem Weg mit­neh­men“, resü­miert Minis­te­rin Schramböck.

hello world!
Autor: red/czaak
02.03.2020

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