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Dino­sau­rier mit Zukunft

Das Inter­net ver­drängt den sta­tio­nä­ren Han­del nicht – aber es bewirkt eine Transformation. 

Der orts­ge­bun­dene Han­del sieht sich von der Kon­kur­renz aus dem Inter­net unter star­ken Druck gesetzt. Der sta­tio­näre Han­del ist aber keine aus­ster­bende Spe­zies. Um dem Druck stand­zu­hal­ten, müs­sen sich die Händ­ler inno­va­tiv zei­gen. Aber heißt das nicht, dass jede Tech­no­lo­gie den Markt auto­ma­tisch erobern wird. 

Inno­va­tive Dienste
Ob oder wann die aktu­ell gerade wie­der gern gehypte Near Field Com­mu­ni­ca­tion (NFC) etwa den Weg in die Her­zen der Kon­su­men­ten fin­den wird, ist dahin­ge­stellt. Zuwe­nig Han­dys bie­ten die Funk­tion an, der Han­del müsste in eine tech­ni­sche Umstel­lung der Kas­sen­sys­teme inves­tie­ren und wenn man wie ange­dacht ab 20 Euro Trans­ak­ti­ons­summe bereits eine Auto­ri­sie­rung der Zah­lung durch­füh­ren muss, ist man mit der Ban­ko­mat­karte auch nicht lang­sa­mer beim Bezah­len. Ander­seits, das Handy hat man immer bei sich und heut­zu­tage meis­tens auch gerade in der Hand.
Inso­fern ist atms-Geschäfts­füh­rer Mar­kus Buch­ner sicher, dass NFC irgend­wann mal kom­men wird. Das Handy wird jeden­falls immer mehr zur Schalt­zen­trale unse­res Lebens, das drückt sich auch durch die dras­ti­schen Wachs­tums­ra­ten der Busi­ness-SMS aus. Bei atms arbei­tet man etwa gerade daran SMS-Dienste in Tele­fon­ge­sprä­che ein­zu­bet­ten, dann kann man im Call Cen­ter bestel­len und gleich mit einer SMS-Bestä­ti­gung bezahlen.

Off und On wächst zusammen
Was den sta­tio­nä­ren Han­del betrifft, ist heute nicht sein Aus­ster­ben son­dern eine ganz andere Ent­wick­lung abseh­bar, die Exper­ten mit dem ‚Zusam­men­wach­sen von Off und On’ beschrei­ben. So wird der Kon­su­ment die Ver­füg­bar­keit spe­zi­el­ler Güter, etwa von einem Spe­zi­al­ze­ment, im Inter­net abfra­gen bevor er sich auf den Weg macht, drei oder mehr Bau­märkte abzu­klap­pern. Diese Ver­schrän­kung zwi­schen sta­tio­nä­rem und Inter­net­han­del wird durch hohe Akzep­tanz von Kun­den­kar­ten wei­ter gefördert.
Was sich der sta­tio­näre Han­del in Hin­kunft wohl abschmin­ken kann, das sind die teils aben­teu­er­li­chen Span­nen auf bera­tungs­freie Pro­dukte wie etwa Dru­cker­to­ner. Denn mit dem Smart­phone ist auch beim Ein­zel­händ­ler vor Ort ein Preis­ver­gleich mit der Online-Kon­kur­renz jeder­zeit mög­lich. Und mehr Trans­pa­renz kommt nun auch in die Logis­tik­kette. Infor­miert der Anbie­ter sei­nen Kun­den via SMS von der Über­gabe an den Logis­ti­ker, erkennt der Kunde genau, wel­ches Glied in der Kette für eine Ver­zö­ge­rung ver­ant­wort­lich ist. Letzt­lich bedeu­tet das, dass sich alle mehr anstren­gen müs­sen, denn es fällt zuneh­mend schwe­rer sich hin­ter dem ande­ren zu ver­ste­cken oder aus Infor­ma­ti­ons­de­fi­zi­ten der Kun­den Pro­fit zu schlagen.

Autor:
12.04.2012

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