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Drin­gen­der Handlungsbedarf

Das che­mi­sche Gewerbe kämpft gegen Preis­dum­ping an.

Das che­mi­sche Gewerbe lei­det unter dem Preis­dum­ping von in Öster­reich arbei­ten­den Fremd­fir­men aus Ungarn, Tsche­chien, Polen und der Slo­wa­kei. Innungs­meis­ter Franz Josef Ast­leit­h­ner : „Diese Betriebe sind zwar ver­pflich­tet, die öster­rei­chi­schen Kol­lek­tiv­ver­trags­löhne zu zah­len, aber selbst wenn sie sich daran hal­ten, machen ihre Lohn­ne­ben­kos­ten nur rund ein Drit­tel des Auf­wan­des der öster­rei­chi­schen Unter­neh­men aus.“ Vie­len hei­mi­schen Betrie­ben gehe es mitt­ler­weile um die Existenz.
„Mit ent­spre­chen­den Rah­men­be­din­gun­gen und stren­ge­ren Kon­trol­len wäre das Pro­blem in den Griff zu bekom­men“, so der Innungs­meis­ter. Laut sei­nen Schät­zun­gen arbei­ten der­zeit fast 300.000 Arbeit­neh­mer für Fremd­fir­men in Öster­reich, die hier keine Steu­ern und Abga­ben ent­rich­ten. „Diese Unter­neh­men müs­sen zur Wett­be­werbs­gleich­stel­lung steu­er­lich genauso erfasst wer­den wie hei­mi­sche Betriebe“, so Astleithner.

Miss­stände ortet Franz Josef Ast­leit­h­ner auch bei den Haus­be­treu­ern. „Es gibt da Fir­men, die Arbeits­auf­träge anneh­men, die sie laut ihrem Haus­be­treu­er­ge­wer­be­schein sowie auf­grund ihres Aus­bil­dungs­stan­dards gar nicht aus­füh­ren dürf­ten. Dar­un­ter fal­len Tätig­kei­ten, wie Rei­ni­gun­gen im öffent­li­chen Bereich und gemein­sam mit Bauend‑, Fas­sa­den- oder Denk­mal­rei­ni­gun­gen zu Prei­sen weit unter 14 Euro je Stunde.“ Ast­leit­h­ner sieht „drin­gen­den Hand­lungs­be­darf bei der Poli­tik“ und for­dert ein Gegensteuern.

hello world!
Autor: NOe-Wirtschaftspressedienst/red/stem
23.09.2016

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