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Duale Aus­bil­dung stärken

Der Bericht zur Jugend­be­schäf­ti­gung und Lehr­lings­aus­bil­dung stellt Öster­reich gute Noten aus. Minis­ter Rein­hold Mit­ter­leh­ner sieht trotz­dem Handlungsbedarf.

Der Natio­nal­rat hat am Mitt­woch den aktu­el­len Bericht zur Jugend­be­schäf­ti­gung und Lehr­lings­aus­bil­dung behan­delt. „Die betrieb­li­che Lehre hat im Ver­gleich zu ande­ren Aus­bil­dun­gen die nied­rigste Abbruch-Quote. Zugleich steigt die Erfolgs­rate bei den Lehr­ab­schluss­prü­fun­gen. 90,5 Pro­zent der Lehr­linge, die zu einer Lehr­ab­schluss­prü­fung ange­tre­ten sind, haben bestan­den“, nimmt Wirt­schafts­mi­nis­ter Rein­hold Mit­ter­leh­ner auf den Exper­ten­be­richt Bezug.
„Die Lehre ist und bleibt das wich­tigste Instru­ment für eine mög­lichst geringe Arbeits­lo­sig­keit jun­ger Men­schen“, so Mit­ter­leh­ner. Mit 10,6 Pro­zent gehört Öster­reich zu den Län­dern mit der nied­rigs­ten Jugend­ar­beits­lo­sen­quote. Der EU-Schnitt liegt mit 20,3 Pro­zent fast dop­pelt so hoch.

Attrak­tiv
Bei einer Lehre im Betrieb beträgt die Abbruch-Quote 13,1 Pro­zent, in der über­be­trieb­li­chen Aus­bil­dung bei 43,5 Pro­zent. Trotz­dem bestehe Hand­lungs­be­darf, die Qua­li­tät müsse wei­ter gestei­gert wer­den. Mit­ter­leh­ner ver­weist auf Maß­nah­men wie das öster­reich­weite Lehr­lings­coa­ching, jähr­lich neue Lehr­be­rufs­pa­kete, kos­ten­lose Vor­be­rei­tungs­kurse auf die Lehr­ab­schluss­prü­fung und den Aus­bau des Qualitätsmanagements.
Ziel des Wirt­schafts­mi­nis­ters ist es, die duale Aus­bil­dung in Öster­reich noch attrak­ti­ver zu machen. „Es stimmt nicht, dass die Lehre kei­nen Sta­tus und ein schlech­tes Image hat. Viel­mehr bestä­tigt der Bericht, dass die Lehre Zukunft hat. Lehr­ab­sol­ven­ten sind am Arbeits­markt gefragt, haben gute Ver­dienst­mög­lich­kei­ten und Kar­rie­re­chan­cen. Hei­mi­sche Fach­kräfte sind inter­na­tio­nal aner­kannt“, betont Mitterlehner.

Autor: red/stem
04.07.2016

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