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© NLK_Reinberger

Ein glo­ba­ler Leucht­turm aus Niederösterreich

Das IST Aus­tria im nie­der­ös­ter­rei­chi­schen Klos­ter­neu­burg fei­ert sein 10-jäh­ri­ges Jubi­läum. Sei­ner­zeit von Erwin Pröll gegen erbit­terts­ten Wider­stand aus Poli­tik und Wis­sen­schaft durch­ge­zo­gen, hat sich das For­schungs­zen­trum in kur­zer Zeit zu einem welt­weit beach­te­ten Spit­zen­in­sti­tut entwickelt.

„Ich habe ein­fach daran geglaubt.“ sagte Erwin Pröll im Gespräch mit eco­nomy anläss­lich sei­nes 25-jäh­ri­gen Jubi­lä­ums als Lan­des­haupt­mann von Nie­der­ös­ter­reich im Okto­ber 2016. Und wei­ter : „Der Stand­ort Klos­ter­neu­burg ist opti­mal, auch im Hin­blick auf die inter­na­tio­nale Attrak­ti­vi­tät. Es muss mit die­sen hoch­qua­li­fi­zier­ten wis­sen­schaft­li­chen Ein­rich­tun­gen im ISTA gelin­gen, wis­sen­schaft­li­che Arbeit auf höchs­tem Niveau lie­fern zu kön­nen und gleich­zei­tig so attrak­tiv zu wer­den, dass wir viele Wis­sen­schaf­ter aus der gan­zen Welt anziehen.“ 

Euro­pa­weit höchste Erfolgs­quote bei ERC-Grants
Zehn Jahre nach Grün­dung zeigt sich ein­drucks­voll, dass die­ses Ansin­nen geglückt ist. Das Insti­tut for Sci­ence and Tech­no­logy Aus­tria beher­bergt zahl­rei­che welt­weite Spit­zen­for­schungs­in­sti­tute und jeden Monat kom­men tau­sende Bewer­bungs­schrei­ben hoch­ka­rä­ti­ger Wis­sen­schaf­ter aus der gan­zen Welt. 

Meh­rere unab­hän­gige inter­na­tio­nale Eva­lu­ie­run­gen beschei­ni­gen dem ISTA wis­sen­schaft­li­che Exzel­lenz in meh­re­ren For­schungs­be­rei­chen wie auch in der ope­ra­ti­ven Orga­ni­sa­tion. Bei der wich­tigs­ten euro­päi­schen Aus­zeich­nung des Euro­pean Rese­arch Coun­cil (ERC) hat das ISTA mit knapp 50 Pro­zent (!) die euro­pa­weit höchste Erfolgs­quote bei den ERC-Grants. Hier zählt allein wis­sen­schaft­li­che Exzel­lenz und das Inno­va­ti­ons­po­ten­tial von Forschungsprojekten.

Ein öster­rei­chi­sches Wunder
„Nie­der­ös­ter­reich kann stolz sein auf die große inter­na­tio­nale Strahl­kraft die­ser For­schungs­ein­rich­tung“, betonte denn auch Johanna Mikl-Leit­ner, Lan­des­chefin von Nie­der­ös­ter­reich anläss­lich der aktu­el­len Fest­ver­an­stal­tung. Der beim Fest­akt ebenso anwe­sende Haim Harari, sei­ner­zei­ti­ger Mit­be­grün­der des ISTA und aktu­el­ler Vor­sit­zen­der des Exe­ku­tiv­ku­ra­to­ri­ums, lobte als ehe­ma­li­ger Prä­si­dent des inter­na­tio­nal ebenso renom­mier­ten Israe­li­schen Weiz­mann Insti­tuts of Sci­ence die wis­sen­schaft­li­che Exzel­lenz und bezeich­nete das ISTA als „Schwes­ter des Weiz­mann Instituts.“

Alex­an­der Van der Bel­len nannte das IST Aus­tria „als ein öster­rei­chi­sches Wun­der“ und sieht „den Erfolg die­ser Ein­rich­tung unter ande­rem in der Lang­zeit­fi­nan­zie­rung des Insti­tuts und in der völ­li­gen Absenz von poli­ti­schen Ein­fluss.“ Tho­mas Hen­zin­ger, ehe­ma­li­ger Pro­fes­sor für Elek­tro­tech­nik und Com­pu­ter­wis­sen­schaf­ten u.a. an der Uni­ver­sity of Cali­for­nia in Ber­ke­ley (US) und aktu­el­ler ISTA-Prä­si­dent unter­strich in sei­ner Fest­rede die Unab­hän­gig­keit die­ser For­schungs­ein­rich­tung und die Fle­xi­bi­li­tät des Insti­tuts. „Ich war von Beginn an vom Erfolg die­ser Ein­rich­tung überzeugt.“

Von 37 auf 700
In den zehn Jah­ren seit der Eröff­nung des Cam­pus hat das IST Aus­tria in der For­schung, im Enga­ge­ment von Wis­sen­schaf­tern, im Bereich der bau­li­chen Infra­struk­tur und auch an wis­sen­schaft­li­chen Erfol­gen in der Tat viel erreicht und bewegt. Mitt­ler­weile arbei­ten hier 53 For­schungs­grup­pen daran, die Gren­zen der Mathe­ma­tik, Com­pu­ter­wis­sen­schaft, Phy­sik, Che­mie, Bio­lo­gie und Neu­ro­wis­sen­schaft lau­fend neu zu definieren. 

Waren zu Beginn 37 Mit­ar­bei­ter beschäf­tigt und 2014 dann 400, so sind es heute bereits über 700 Men­schen aus über 60 Län­dern. Bis 2026 sol­len ins­ge­samt 1.000 Per­so­nen am Cam­pus arbei­ten und 90 For­schungs­grup­pen auf der Suche nach neuen wis­sen­schaft­li­chen Metho­den und Ergeb­nis­sen sein. „Essen­ti­ell für den Erfolg des Insti­tuts ist dabei, dass es keine star­ren Gren­zen zwi­schen die­sen For­schungs­fel­dern gibt, son­dern dass am IST die ver­schie­de­nen wis­sen­schaft­li­chen Berei­che inten­siv zusam­men­ar­bei­ten“, so das ISTA. 

Anm. der Redak­tion : Das sei­ner­zei­tige Inter­view mit Erwin Pröll lesen Sie hier : „Ich hab‘ ein­fach daran geglaubt.“

Autor: red/czaak
14.06.2019

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