Zum Inhalt

Ein lan­ger Penis oder weib­li­che Intelligenz

Ver­mut­lich gibt es bei den Mos­ki­t­o­fi­schen ein Wett­rüs­ten zwi­schen Männ­chen und Weib­chen : Die einen set­zen auf einen lan­gen Penis, die ande­ren auf Intelligenz.

Je län­ger die männ­li­chen Geni­ta­lien, umso grö­ßer sind die weib­li­chen Gehirne, hat der öster­rei­chi­sche Bio­loge Alex­an­der Kotrschal bei Fischen her­aus­ge­fun­den. Sind die Weib­chen schlauer, kön­nen sie wohl sexu­el­ler Beläs­ti­gung durch Männ­chen mit lan­gen Penis­sen bes­ser ent­ge­hen. Die Stu­die erschien im Fach­jour­nal „Pro­cee­dings B“ der Royal Society.
Mit Kol­le­gen hat Kotrschal, der am Zoo­lo­gi­schen Insti­tut der Uni­ver­si­tät Stock­holm forscht, über meh­rere Gene­ra­tio­nen Mos­ki­t­o­fi­sch-Männ­chen mit beson­ders lan­gen und sol­che mit beson­ders kur­zen Geschlechts­or­ga­nen gezüch­tet. Bei den Männ­chen der aus Mit­tel­ame­rika stam­men­den Fische (Gam­bu­sia hol­brooki) ist eine Flosse zum Begat­tungs­or­gan umge­wan­delt. Diese Penisse errei­chen bis zu einem Drit­tel der Körperlänge.

Geni­ta­lien und Geist gekoppelt
Zunächst unter­such­ten die For­scher, ob ein lan­ger Penis die Männ­chen attrak­ti­ver macht oder ob sie das Ding beim Schwim­men stört. All dies war nicht der Fall. „Wir haben aber her­aus­ge­fun­den, dass die Weib­chen in den Grup­pen, in denen die Männ­chen län­gere Geni­ta­lien haben, grö­ßere Gehirne ent­wi­ckel­ten als die, wo die Männ­chen kurze Penis-Flos­sen haben“, so Kort­schal. Offen­sicht­lich sind also in einer Popu­la­tion lange männ­li­che Geni­ta­lien und große weib­li­che Gehirne gene­tisch gekoppelt.
Dank der gro­ßen Gehirne kön­nen sich die Weib­chen bes­ser uner­wünsch­ten Begat­tungs­ver­su­chen ent­zie­hen, meint er. Die Mos­ki­t­o­fi­sch-Männ­chen las­sen den Damen näm­lich nor­ma­ler­weise keine Wahl und begat­ten sie hin­ter­rücks. Bei solch einer Ver­ge­wal­ti­gung sei ein län­ge­res Geschlechts­or­gan von Vorteil.
Bes­sere kogni­tive Fähig­kei­ten wür­den aber den Weib­chen dazu ver­hel­fen, dem aus­zu­wei­chen und mehr Kon­trolle über die Part­ner­wahl zu erlan­gen. Ver­mut­lich gäbe es also ein Wett­rüs­ten zwi­schen Männ­chen und Weibchen. 

Autor: APA-Science/red/stem/cc
20.12.2016

Weitere aktuelle Artikel

Neues Ver­fah­ren holt CO2 mit weni­ger Ener­gie aus der Luft. Anlage Aus­trian Pilot Unit 1 wird nun von Start-Ups DAClab (US) und DAC­worx (A) sowie von TU Wien weiterentwickelt.  Nicht weni­ger als ein Game­ch­an­ger für die CO2-Abschei­dung soll es Anga­ben zufolge wer­den : Der neu­ent­wi­ckelte Pro­to­typ in Größe eines Last­wa­gen­con­tai­ners holt pro Jahr 50 Ton­nen CO2 aus der […]
Nach­hal­tige Kreis­lauf­wirt­schaft und Alu­mi­ni­um­re­cy­cling über digi­tale Platt­form. Das von Leicht­me­tall­kom­pe­tenz­zen­trum Rans­ho­fen gelei­tete EU-Pro­jekt RecAL erhält ÖGUT-Aus­zeich­nung. CAN­COM Aus­tria ist Technologiepartner. Das vom LKR Leicht­me­tall­kom­pe­tenz­zen­trum Rans­ho­fen des Aus­trian Insti­tute of Tech­no­logy (AIT) gelei­tete euro­päi­sche For­schungs­pro­jekt RecAL (Recy­cling Tech­no­lo­gies For Cir­cu­lar ALu­mi­nium) wurde soeben mit dem ÖGUT-Umwelt­preis 2025 in der Kate­go­rie „Mit For­schung & Inno­va­tion zur Kreis­lauf­wirt­schaft“ aus­ge­zeich­net. „Die Öster­rei­chi­sche Gesell­schaft […]
Der Kli­ma­wan­del führt zu stär­ke­ren Hoch­was­ser­ka­ta­stro­phen. TU Wien und Joan­neum Rese­arch ent­wi­ckeln nun erst­mals Modell zur Abbil­dung kom­bi­nier­ter Schutz­maß­nah­men im pri­va­ten und öffent­li­chen Bereich. Jetzt und in Zukunft müs­sen sich viele Gegen­den der Welt auf stär­kere Hoch­was­ser­ka­ta­stro­phen ein­stel­len. Mit indi­vi­du­el­len Schutz­maß­nah­men wie bau­li­che Maß­nah­men oder Ver­si­che­run­gen sowie gemein­same Anstren­gun­gen zur Ver­rin­ge­rung der Hoch­was­ser­ge­fahr wie Damm­bau­ten […]
Ein win­zi­ger Kris­tall, der Wol­ken zum Reg­nen bringt. Sil­beriodid lässt Eis ent­ste­hen. For­schende der TU Wien zei­gen auf ato­ma­rer Ebene die eigent­li­che Aus­lö­sung von Eisbildung. Eigent­lich kann das Wet­ter nicht kon­trol­liert wer­den, doch bestimmte Wol­ken las­sen sich gezielt dazu brin­gen, Regen oder Schnee abzu­ge­ben. Die­ses als „Wol­ken­imp­fen“ bekannte Ver­fah­ren wird ein­ge­setzt, um Hagel­schä­den zu ver­hin­dern […]
FH St. Pöl­ten wird zur Uni­ver­sity of Applied Sci­en­ces St. Pöl­ten (USTP). Umbe­nen­nung unter­streicht wach­sende Inter­na­tio­na­li­tät und Rolle als Kno­ten­punkt für ter­tiäre Bil­dung, For­schung und gesell­schaft­li­che Transformation. Die Fach­hoch­schule St. Pöl­ten blickt auf eine knapp 30-jäh­rige Erfolgs­ge­schichte zurück. Nun wird mit dem neuen Namen die wach­sende Inter­na­tio­na­li­tät und Rolle als Kno­ten­punkt für ter­tiäre Bil­dung, For­schung und […]
magnifier
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram