Zum Inhalt
© @Piqs.de/Steve Juvertson

Ein Leben ohne Inter­net geht gar nicht

Knapp die Hälfte der Men­schen kann sich ein Leben ohne Inter­net nicht mehr vor­stel­len. Kom­mu­ni­ka­tive Ver­net­zung und Bil­dungs­ef­fekte als pri­märe Vor­teile. Unter­hal­tungs­bran­che und Finanz­we­sen sol­len am meis­ten vom Netz pro­fi­tiert haben, so Ergeb­nisse einer aktu­el­len Cisco-Stu­die anläss­lich 30 Jahre WWW.

Im März 1989 erstellte Tim Ber­ners-Lee sei­nen Vor­schlag für ein glo­ba­les Hyper­text-Sys­tem, das er ein Jahr spä­ter „World Wide Web“ nannte. Mit die­ser Inno­va­tion wur­den die vie­len bereits vor­han­de­nen Infor­ma­tio­nen im Inter­net durch­such­bar und die stete sowie immer rasan­tere Ent­wick­lung ermög­lichte in Folge dann auch diverse kom­mer­zi­elle und betriebs­wirt­schafts­ori­en­tierte Nut­zungs- und Vermarktungsformen.

Posi­ti­ver Grundtenor
Das 1984 gegrün­dete US-ame­ri­ka­ni­sche Unter­neh­men Cisco ist eng mit die­ser Genese ver­bun­den. Der IT-Dienst­leis­ter für Netz­werk­tech­no­lo­gie (Anm. Inter­net-Rou­ter) steht in Ver­bin­dung mit rund 80 Pro­zent des glo­ba­len Inter­net-Ver­kehrs. Anläss­lich des Jubi­lä­ums wur­den nun 10.000 Per­so­nen aus Europa, dem Mitt­le­ren Osten und Afrika zum Thema Inter­net befragt.
Rund 40 Pro­zent der Befrag­ten kön­nen sich ein Leben ohne Netz nicht mehr vor­stel­len. Trotz­dem das Netz erst 30 Jahre alt ist. Der Grund­te­nor der Umfrage ist gene­rell posi­tiv, das Inter­net habe schon viele Vor­teile für die Gesell­schaft erbracht und für 39 Pro­zent der Men­schen ist die gemein­same Ver­net­zung das Posi­tivste daran. Mehr als ein Drit­tel (jeweils 35%) mei­nen, dies wäre bes­sere Kom­mu­ni­ka­tion und die neue Art zu lernen. 

Unter­hal­tungs­bran­che und Finanz­we­sen sol­len am meis­ten profitieren
Wirt­schaft und ein­zelne Bran­chen betref­fend, haben laut Umfrage die Unter­hal­tungs­bran­che (39%) sowie das Finanz­we­sen am meis­ten vom Inter­net pro­fi­tiert. 63 Pro­zent wün­schen sich zukünf­tig vom Netz einen (noch) bes­se­ren Zugang zu Bil­dung und 57 Pro­zent zum Gesund­heits­we­sen. Die pri­märe Nut­zung beinhal­tet Infor­ma­tion (74 Pro­zent) und Unter­hal­tung (71) sowie Kon­takt und Ver­net­zung mit Fami­lie und Freun­den (70 Pro­zent). Stark beein­flusst hat das Netz auch die Arbeitswelt.
Kon­form gehend mit den kon­ti­nu­ier­li­chen Inno­va­tio­nen und Ver­bes­se­run­gen, ist nun mit der Digi­ta­li­sie­rung bereits die vierte große Phase in der Evo­lu­tion des Inter­nets ange­bro­chen. Cisco sieht sich hier wei­ter­hin in der Ver­ant­wor­tung und das betrifft nun The­men wie 5G, Indus­trie 4.0, IoT und IT-Secu­rity sowie die dazu­ge­hö­ri­gen Aus­bil­dungs­be­rei­che, so das Unter­neh­men in einer Aus­sendung. „Wir haben immer die Men­schen und ihre Bedürf­nisse in den Mit­tel­punkt gestellt und so woll­ten wir auch in der aktu­el­len Umfrage von den Nut­zern wis­sen, was sie pri­mär mit dem Inter­net verbinden.“

Die vier Ent­wick­lungs­stu­fen des Internets
Auf den Start 1989 mit der Ein­läu­tung der ers­ten gros­sen Anwen­dung durch das WWW folg­ten laut Cisco vier rele­vante Pha­sen : als Ers­tes die Kon­nek­ti­vi­tät, wo über Online-Ver­net­zung ein digi­ta­ler Zugriff auf Infor­ma­tio­nen ermög­licht wird. Im nächs­ten Abschnitt wer­den ver­bun­dene Wirt­schafts- und Geschäfts­pro­zesse digi­ta­li­siert und das führt wie­derum zur elek­tro­ni­schen bzw. iner­net­ge­stütz­ten Geschäfts­ab­wick­lung (E‑Commerce) und zu ver­netz­ten Lie­fer- und Wertschöpfungsketten.
Die dritte Phase betrifft die breite Durch­drin­gung nahezu aller mensch­li­chen Lebens­wel­ten mit der Digi­ta­li­sie­rung pri­vat-sozia­ler und geschäft­li­cher Kon­takte und dazu gehört auch nun­mehr breite Nut­zung über mobile End­ge­räte. Als vierte und bis dato letzte Ent­wick­lungs­stufe wer­den nun­mehr im Rah­men des Inter­nets der Dinge (IoT) auch Objekte und Maschi­nen digi­ta­li­siert und mit Men­schen, wei­te­ren Pro­zess­ab­läu­fen und Daten ver­netzt. Das bedingt in Folge auch eine enorme Zunahme des Daten­ver­kehrs, so par­al­lele Erhe­bun­gen des Cisco Visual Net­wor­king Index (eco­nomy berichtete).

Die Cisco-Stu­die
Die Stu­die wurde zwi­schen Ende Februar und Anfang März 2019 von Unter­neh­mend Opi­nion Mat­ters durch­ge­führt. In Summe nah­men 11.070 Per­so­nen aus 11 Län­dern in der Region Europa, Mitt­le­rer Osten und Afrika daran teil. Alle durch­ge­führ­ten Unter­su­chun­gen ent­spre­chen den soge­nann­ten MRS Ver­hal­tens­ko­di­zes (2010) in Groß­bri­tan­nien und den ICC/ESOMAR World Rese­arch Gui­de­lines. Opi­nion Mat­ters ist beim Infor­ma­tion Commissioner’s Office regis­triert. Die Stu­die erfolgte im Ein­klang mit dem Data Pro­tec­tion Act (1998), so Cisco. 

hello world!
Autor: red/czaak
12.03.2019

Weitere aktuelle Artikel

Digi­tale Sou­ve­rä­ni­tät galt lange als poli­ti­sches Schlag­wort. Inzwi­schen ist sie für Unter­neh­men ope­ra­tive Rea­li­tät. Ein Exper­ten­kom­men­tar von Robin Schmeis­ser, Geschäfts­füh­rer von Faba­soft Contracts. Mit der rasant stei­gen­den Ver­brei­tung von künst­li­cher Intel­li­genz (KI), wach­sen­den Cloud-Abhän­gig­kei­ten und zuneh­men­dem regu­la­to­ri­schem Druck stellt sich eine unbe­queme Frage : Wie viel Kon­trolle haben Unter­neh­men noch über ihre Daten, Sys­teme und digi­ta­len […]
2024 wur­den in Öster­reich mehr Unter­neh­men gegrün­det. Fast 90 Pro­zent der Start-Ups kom­men aus den Berei­chen Dienst­leis­tung und Han­del und die über­wie­gende Mehr­heit sind Klein(st)unternehmen. Exakt 39.554 neue Betriebe wur­den laut Sta­tis­tik Aus­tria im Jahr 2024 in Öster­reich gegrün­det. Das ist eine Stei­ge­rung um rund fünf Pro­zent gegen­über 2023 als Vor­jahr. Für das Jahr 2025 lie­gen […]
US-Tech-Kon­zerne bauen Domi­nanz an den Welt­bör­sen wei­ter aus. KI-Boom treibt Bewer­tun­gen auf neue Rekorde. Nvi­dia, Alpha­bet und Apple aktu­ell als höchst­be­wer­tete Unter­neh­men. 36 Tech-Com­pa­nies unter Top 100. Kein euro­päi­sches Unter­neh­men unter den Top 10.  Die wert­volls­ten bör­sen­no­tier­ten Unter­neh­men der Welt haben ihren Markt­wert im ers­ten Halb­jahr 2026 erneut kräf­tig gestei­gert, und das, trotz geo­po­li­ti­scher Span­nun­gen, Kon­junk­tur­flaute […]
Land NÖ stärkt regio­nale Betriebe mit wei­te­ren Inves­ti­tio­nen. NÖBEG inves­tiert wei­tere 5 Mil­lio­nen Euro in kleine und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men und sichert damit auch über 250 Arbeits­plätze. Gesam­tes aktu­el­les Invest­vo­lu­men in Höhe von 15 Mil­lio­nen Euro. Die Nie­der­ös­ter­rei­chi­sche Lan­des­re­gie­rung hat soeben stille Betei­li­gun­gen der NÖ Bürg­schaf­ten und Betei­li­gun­gen GmbH (NÖBEG) für sechs nie­der­ös­ter­rei­chi­sche Unter­neh­men im Aus­maß von rund […]
Fis­kal­rat kri­ti­siert Bud­get­si­tua­tion. Kon­so­li­die­rungs­pfad klar ver­fehlt. Defi­zit bis 2030 wei­ter über drei Pro­zent­grenze des BIP. Keine Struk­tur­re­for­men. Ergeb­nis­lose Reform­part­ner­schaft mit Län­dern und Gemein­den. Keine Kri­sen­re­si­li­enz und wachs­tums­ori­en­tierte Maßnahmen. Die öster­rei­chi­sche Bun­des­re­gie­rung in Per­son von Finanz­mi­nis­ter Mar­kus Mar­ter­bauer hat kürz­lich ihr Dop­pel­bud­get für die Jahre 2027 und 2028 ver­öf­fent­licht. Nun hat der öster­rei­chi­sche Fis­kal­rat seine ent­spre­chende […]
magnifier
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram