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Ein Patent, das euro­pa­weit schützt

Öster­reich ist mit 2.040 euro­päi­sche Patent­an­mel­dun­gen im euro­päi­schen Patent-Ran­king auf Platz 9 vorgerückt.

Öster­reich hat sich laut dem Euro­päi­schen Patent­amt um einen Rang ver­bes­sert und belegt bei der Zahl der euro­päi­schen Patent­an­mel­dun­gen euro­pa­weit den neun­ten Platz. Ins­ge­samt brach­ten öster­rei­chi­sche Unter­neh­men und For­scher im Vor­jahr 2.040 Patente beim Euro­päi­schen Patent­amt ein und damit um 2,6 Pro­zent mehr als 2015. Bei den Patent­an­mel­dun­gen pro Kopf liegt Öster­reich auf dem sie­ben­ten Rang.
Die stärkste Dyna­mik ver­zeich­nete die Stei­er­mark mit einem Plus von 25,5 Pro­zent. Ins­ge­samt füh­ren das öster­reich­weite Ran­king Wien, Ober­ös­ter­reich und die Stei­er­mark an. Aktivs­ter Patent­an­mel­der ist der Wie­ner Kunst­stoff­her­stel­ler Borea­lis. Die nächste Stufe in der Har­mo­ni­sie­rung der euro­päi­schen Patente ist das euro­pa­weite Ein­heits­pa­tent. „Öster­reich war als Ers­ter beim Ein­heits­pa­tent mit an Bord und ich möchte auch, dass wir die Ers­ten sind, die es ein­set­zen“, erklärt Patent­amts­prä­si­den­tin Mariana Karepova.

Har­mo­ni­sie­rung
Bis­her musste man sein Patent in jedem EU-Land ein­zeln vali­die­ren und ver­wal­ten. In Zukunft braucht man nur mehr das Ein­heits­pa­tent. Das spart vor allem die sonst sehr auf­wen­di­gen Über­set­zun­gen in die Lan­des­spra­chen. Und statt einer Gebühr pro Land wird nur eine ein­zige für alle ver­rech­net. Wird das Patent erteilt, dann gilt es in allen teil­neh­men­den Län­dern. Wird es erfolg­reich ange­foch­ten, dann ver­liert es auch in allen Län­dern seine Wirkung.
Groß­bri­tan­nien hat trotz Brexit ange­kün­digt beim Ein­heits­pa­tent dabei zu sein. Deutsch­land beab­sich­tigt eben­falls noch heuer zu unter­zeich­nen. Mit grü­nem Licht aus Ber­lin und Lon­don kann man also noch 2017 mit dem Start­schuss rechnen. 

Autor: red/cc
24.03.2017

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