Zum Inhalt

Ein schon müder Stahl lebt kürzer

Ein neues CD-Labor an der Mon­tan­uni Leo­ben soll Metall­bau­teile funk­ti­ons­tüch­tig und leich­ter machen.

Anfang März eröff­nete an der Mon­tan­uni­ver­si­tät Leo­ben das vom Bun­des­mi­nis­te­rium für Wis­sen­schaft, For­schung und Wirt­schaft geför­derte Chris­tian Dopp­ler Labor für Fer­ti­gungs­pro­zess­ba­sierte Bau­teil­aus­le­gung. In den nächs­ten sie­ben Jah­ren wer­den hier grund­le­gende Para­me­ter der Mate­ri­al­er­mü­dung bei Alu­mi­nium- und Stahl­guss­bau­tei­len erforscht. In die­sem CD-Labor wir­ken als Fir­men­part­ner BMW, Nemak Dil­lin­gen und Sie­mens mit.

Ver­ein­fach­tes Design
Das CD-Labor ermög­licht eine Ver­ein­fa­chung des Designs hoch­kom­ple­xer Guss­teile. Die Beur­tei­lung der Mate­ri­al­er­mü­dung von zyklisch bean­spruch­ten Metall­bau­tei­len, wie sie unter ande­rem in der Auto­mo­bil- und Eisen­bahn­in­dus­trie zum Ein­satz kommt, ist nach wie vor eine Her­aus­for­de­rung. Poren und Ein­schlüsse kön­nen die Lebens­dauer von Alu­mi­nium- und Stahl­guss­bau­tei­len mas­siv ver­rin­gern. Wel­che Aus­wir­kun­gen der­ar­tige Imper­fek­tio­nen auf die Ermü­dungs­fes­tig­keit eines Guss­teils haben, hängt maß­geb­lich von ihrer Größe und Form, ihrer Lage im Kraft­fluss, ihrer Nähe zu ande­ren Poren oder Ein­schlüs­sen und von ihrem Abstand zur Ober­flä­che ab.

Hohe Dau­er­fes­tig­keit
Erhöhte Dau­er­fes­tig­keit bedeu­tet, dass Bau­teile unter zeit­lich ver­än­der­li­cher Betriebs­be­an­spru­chung lokal keine tech­nisch rele­van­ten Schä­di­gun­gen auf­wei­sen. Dadurch blei­ben diese Maschi­nen­kom­po­nen­ten län­ger funk­ti­ons­tüch­tig und kön­nen somit mate­ri­al­spa­ren­der und leich­ter aus­ge­führt wer­den. Ziel ist, aus den gewon­ne­nen Erkennt­nis­sen fer­ti­gungs­pro­zess­ba­sierte Qua­li­täts­fak­to­ren abzu­lei­ten. Die For­schungs­er­geb­nisse die­ses CD-Labors wer­den es ermög­li­chen, die Lebens­dauer von zyklisch bean­spruch­ten Guss­bau­tei­len aus Alu­mi­nium und Stahl grund­la­gen­ba­siert bes­ser bewert­bar zu machen sowie Design und Fer­ti­gungs­pro­zesse ent­spre­chend zu optimieren.

Autor: red/stem
30.03.2017

Weitere aktuelle Artikel

Die Che­mi­sche Indus­trie kämpft schon län­ger mit enor­men Belas­tun­gen. Nun sol­len wei­tere hin­zu­kom­men und gleich­zei­tig wer­den (nur) die­ser Bran­che Kom­pen­sa­tio­nen ver­wehrt. Eco­nomy hat das nach­fol­gende Schrei­ben von stand­ort-rele­van­ten Che­mie-Unter­neh­men an die Bun­des­re­gie­rung erreicht. Zum bes­se­ren Ver­ständ­nis des offe­nen Brie­fes an die Öster­rei­chi­sche Bun­des­re­gie­rung eine kurze Erläu­te­rung der aktu­el­len Situa­tion : Auf Grund der bevor­ste­hen­den Ver­schär­fun­gen bei […]
Die Alfred Korn­ber­ger Foun­da­tion eröff­net in Wie­ner Bäcker­strasse 9 museale Schau­räume mit Schwer­punkt auf Expres­sio­nis­mus und Akt. Museum, Art-Shop & Gale­rie haben geöff­net von Di bis Fr : 11 – 18 und Sa : 10 – 13 Uhr. Die Eröff­nungs­aus­stel­lung „Der ero­ti­sche Moment“ mit retro­spek­ti­ver Werk­schau von Akt­mo­ti­ven aus dem Bestand von Alfred Korn­ber­ger-Foun­da­tion und Fami­lie.Die Alfred Korn­ber­ger Foun­da­tion eröff­net in der Wie­ner Bäcker­strasse […]
Wie­ner Neu­stadt baut Rolle als euro­päi­sches Kom­pe­tenz­zen­trum für Sicher­heit aus. Geo­po­li­ti­sche Lage ver­deut­licht Not­wen­dig­keit einer unab­hän­gi­gen Sicher­heits­stra­te­gie. Land Nie­der­ös­ter­reich betont und unter­stützt Stand­ort mit inter­na­tio­na­ler Ausrichtung. Wie­ner Neu­stadt erwei­tert seine Bedeu­tung als euro­päi­sches Kom­pe­tenz­zen­trum für Sicher­heit. Dies pas­siert auch im Lichte neuer inter­na­tio­na­ler Ent­wick­lun­gen. Im Kon­text mit den aktu­el­len geo­po­li­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen setzt die EU einen […]
Neues Ver­fah­ren holt CO2 mit weni­ger Ener­gie aus der Luft. Anlage Aus­trian Pilot Unit 1 wird nun von Start-Ups DAClab (US) und DAC­worx (A) sowie von TU Wien weiterentwickelt.  Nicht weni­ger als ein Game­ch­an­ger für die CO2-Abschei­dung soll es Anga­ben zufolge wer­den : Der neu­ent­wi­ckelte Pro­to­typ in Größe eines Last­wa­gen­con­tai­ners holt pro Jahr 50 Ton­nen CO2 aus der […]
Nach­hal­tige Kreis­lauf­wirt­schaft und Alu­mi­ni­um­re­cy­cling über digi­tale Platt­form. Das von Leicht­me­tall­kom­pe­tenz­zen­trum Rans­ho­fen gelei­tete EU-Pro­jekt RecAL erhält ÖGUT-Aus­zeich­nung. CAN­COM Aus­tria ist Technologiepartner. Das vom LKR Leicht­me­tall­kom­pe­tenz­zen­trum Rans­ho­fen des Aus­trian Insti­tute of Tech­no­logy (AIT) gelei­tete euro­päi­sche For­schungs­pro­jekt RecAL (Recy­cling Tech­no­lo­gies For Cir­cu­lar ALu­mi­nium) wurde soeben mit dem ÖGUT-Umwelt­preis 2025 in der Kate­go­rie „Mit For­schung & Inno­va­tion zur Kreis­lauf­wirt­schaft“ aus­ge­zeich­net. „Die Öster­rei­chi­sche Gesell­schaft […]
magnifier
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram