
Ein Umstieg mit Weitblick
SAP stellt die Weiterentwicklung der Softwarelösung IS‑H für das Patientenmanagement in Spitälern und Gesundheitseinrichtungen ein. Anwendung wird über ganz Österreich für 90 Prozent der Patient:innen eingesetzt. T‑Systems entwickelt für diese Millionen von Patienten neue Lösung und auf diese vertraut nun auch die Vinzenz-Gruppe.
Die Gesundheitsbranche steht an einem technologischen Wendepunkt : Der Softwarekonzern SAP hat angekündigt, die Weiterentwicklung von IS‑H einzustellen. IS‑H ist eine digitale Anwendung, die für das Management von 90 Prozent der Patient:innen in Österreich eingesetzt wird und von der Aufnahme über die Verwaltung von Stammdaten und Behandlungen bis zu Entlassung und Abrechnung der medizinischen Leistungen alle Prozesse abgedeckt hat. In Folge der SAP-Entscheidung droht jetzt den österreichischen Spitälern und Millionen von Patient:innen eine Versorgungslücke.
Die Vinzenz Gruppe als eines der größten privaten Gesundheits- und Sozialunternehmen in Österreich setzt nun beim Umstieg von SAP IS‑H auf die T‑Systems Solution for HealthCare (TSHC). T‑Systems hat als Dienstleister in der technologischen Entwicklung und Betreuung des Gesundheitswesens jahrzehntelange Erfahrung. Der IT-Dienstleister hat hier zahlreiche eigene Software-Applikationen, mobile Anwendungen oder spezielle Cloud-Services entwickelt, die sich bei den Lösungen vom ganzheitlichen Einsatz über Datenmanagement und verschiedene mobile Arbeitsgeräte bis zu spezifischen Segmenten wie der Wundbehandlung reichen.
Innovation von T‑Systems und ergänzende Dienste von ATSP und KPMG
Zur Unterstützung der Spitalsbetreiber und weiterer betroffener Institutionen im Gesundheitswesen beim Umstieg von SAP auf die TSHC-Lösung hat T‑Systems Austria gemeinsam mit dem IT-Dienstleister AT Solution Partner (ATSP) und dem Unternehmensberater KPMG Österreich ein ganzheitliches Paket entwickelt, das die gesamte Planung und Durchführung der Nachfolgelösung für IS‑H im Patientenmanagement umfasst.
Für die Vinzenz-Gruppe liegt der Fokus auf einer langfristig stabilen und zukunftssicheren Systemlandschaft und aktuell nun im Kontext mit dem SAP-Entscheid verstärkt beim Thema IS‑H bzw. i.s.h.med (Anm. spezifische Applikation bwz. Lösung). Für die Endanwender und die verbundenen Abläufe bedeutet das allein schon umfangreiche Schritte beim Management aller damit verbundener Prozesse.
Die Verwaltung von Millionen Patienten:innen als zentrale Zukunftsfrage
Gemeinsam mit KPMG, ATSP und der Vinzenz Gruppe wurde ein Ablaufprozess entwickelt, der einmal die Komplexität der Systemarchitektur deutlich reduziert und den internen Ressourcenbedarf optimiert. Inkludiert ist auch die Klärung offener SAP-Lizenzthemen, was ebenso in der Verantwortung von T‑Systems liegt. Als partnerschaftlicher Begleiter soll hier in enger Abstimmung mit SAP Lösungen erarbeitet werden, die für die Vinzenz Gruppe maximale Planungssicherheit und Vertrauen schaffen.
Die ganze Causa rund um die Entscheidung von SAP und die neue T‑Systems Lösung TSHC adressiert parallel aber auch eine überaus relevante Zukunftsfrage : Wie soll die Verwaltung von Millionen Patienten:innen künftig effizient gemanagt werden ? „Unsere Lösung ist so konzipiert, dass der Umstieg intuitiv und der Schulungsaufwand sowohl für Nutzer:innen als auch für das IT-Fachpersonal maximal gering ist“, erläutertMartin Werner, Head of Business Area Health von T‑Systems Austria.
Maximaler Datensouveränität und Kontrolle plus volle Cloud-Kompatibilität für langfristige Flexibilität
„Das ist auch für die Planungssicherheit unserer Kunden essenziell und gleichzeitig schaffen wir die notwendige technologische Basis für richtungsweisende Innovationen in der Zukunft“, unterstreicht Werner von T‑Systems Austria. Mit der Anwendung TSHC setzt T‑Systems sowohl auf Bewährtes und gleichzeitig werden auch neue Möglichkeiten abgebildet. Im Falle der Vinzenz-Gruppe wird die T‑Systems Solution for HealthCare (TSHC) in deren eigenen Räumlichkeiten betrieben (Anm. sog. On-Premise Lösung) und das erfüllt den Kundenwunsch nach maximaler Datensouveränität und Kontrolle.
Die neue TSHC-Lösung bietet gleichzeitig aber auch volle Cloud-Kompatibilität und das bedeutet langfristige Flexibilität, insbesondere bei Erweiterung und Verschränkung mit neuen Applikationen. „Im Kern deckt TSHC die wesentlichen funktionalen Bereiche von SAP IS‑H ab und das ermöglicht einen effizienten Einstieg für Anwender:innen und IT-Fachpersonal“, ergänzt Martin Werner, Head of Business Area Health von T‑Systems Austria.
„Laufender Betrieb muss insbesondere im Patientenmanagement absolut störungsfrei bleiben“
Neben den technologischen Anforderungen ist auch das Thema Ökonomie bzw. Kosteneffizienz ein zentraler Fokus bei der neuen T‑Systems Lösung. Bestehende Prozesse können weitgehend übernommen werden, sodass die Umstellung für Gesundheitseinrichtungen entsprechend ressourcenschonend umgesetzt werden kann.
Zudem erfolgt der Übergang durch eigens entwickelte Tools automatisiert und ohne langwierige Neueinführungen. Der Aufwand für Gesundheitseinrichtungen wird damit noch weiter reduziert. „Das ist ein entscheidender Vorteil, da der laufende Betrieb eines Krankenhauses, insbesondere im Patient:innenmanagement, störungsfrei bleiben muss“, betont T‑Systems Experte Werner.
Eigene TSHC-Readiness Checks vorbereiten und begleiten den Umstieg
Die Konzeption von TSHC geht aber über den bisherigen Funktionsumfang (Anm. von SAP IS‑H) noch hinaus : Innovative Use Cases adressieren auch das Thema Benutzerfreundlichkeit und sichern auf Basis einer genau definierten Roadmap die Weiterentwicklung der Lösung für die kommenden Jahre. Um den Wechsel optimal vorzubereiten, gibt es eigene TSHC-Readiness Checks.
Diese sorgen für eine detaillierte Analyse der bestehenden, oftmals über Jahrzehnte gewachsenen SAP IS‑H Systeme. Dabei werden auch Erweiterungen und Systemspezifika exakt geprüft und auch damit wird ein reibungsloser und transparenter Übergang unterstützt. „Systemumstellungen sind herausfordernd. Sie lohnen sich aber, wenn sie durchdacht und mit den richtigen Partnern umgesetzt werden“, so Werner.
Ein wichtiger Schritt für Versorgungssicherheit und verlässliche Abläufe im Gesundheitswesen
Mit dem Umstieg auf TSHC setzt die Vinzenz Gruppe auf eine langfristig tragfähige IT-Lösung, ein wichtiger Schritt für Versorgungssicherheit und verlässliche Abläufe im Gesundheitswesen. „Für die Vinzenz Gruppe ist entscheidend, dass wir unsere gesamten Daten und auch alle kundenspezifischen Erweiterungen vollständig mitnehmen können. So stellen wir sicher, dass bewährte Abläufe erhalten bleiben und wir uns auf die aktuellen Herausforderungen konzentrieren können“, sagt Otfried Cerwenka, IT-Leiter der Vinzenz Gruppe.
T‑Systems entwickelt bereits seit 1994 die Landesversionen von IS‑H für Österreich und die Schweiz im Auftrag von SAP. Die neue TSHC-Lösung wird zu 100 Prozent in Österreich entwickelt und kann unter Gewährleistung der absoluten Datensouveränität auch von T‑Systems betrieben werden. „Wir vereinen somit modernste Technologie mit tiefem Branchenverständnis und schaffen einen nachhaltigen Mehrwert für das Gesundheitswesen“, resümiert Martin Werner, Head of Business Area Health von T‑Systems Austria. (red/czaak)