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Ein Zei­chen für die Kunst

Das För­der­pro­gramm PEEK ist nicht die ein­zige Maß­nahme, die sei­tens des Wis­sen­schafts­fonds gesetzt wird, um For­schung und Wis­sen­schaft in der Kunst mehr Öffent­lich­keit zu ver­schaf­fen. Heuer wurde erst­mals auch ein eige­ner Kunst­preis vergeben.

Wer nach for­schen­den Künst­lern sucht, muss das auch öffent­lich kund­tun. Der Wis­sen­schafts­fonds FWF hat es sich im Rah­men des „Pro­gramms zur Ent­wick­lung und Erschlie­ßung der Künste“ (PEEK) zur Auf­gabe gemacht, die künst­le­ri­sche For­schung nicht nur zu för­dern, son­dern auch zu sti­mu­lie­ren. Für ent­spre­chende Auf­merk­sam­keit sorg­ten die­ser Tage nicht nur die Teil­nahme von PEEK auf der Wie­ner Kunst­messe „Vienna­fair“, son­dern auch die erst­ma­lige Ver­lei­hung eines Kunstpreises.

Künst­le­ri­sche Gesamtposition
Der FWF-Kunst­preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Mar­cus Gei­ger ist der erste Künst­ler, dem diese Aus­zeich­nung zuteil­wurde. Laut Jury­be­grün­dung wird damit die „künst­le­ri­sche Gesamt­po­si­tion“ von Mar­cus Gei­ger gewür­digt. Die Arbei­ten des im Aar­gau (Schweiz) gebo­re­nen, seit 20 Jah­ren in Wien leben­den Künst­lers hät­ten immer „einen typi­schen Witz, weil die Gra­vi­tät des bean­spruch­ten Werk­sta­tus unter­lau­fen wird.“ Als exem­pla­ri­sches Ein­zel­werk wurde sein Bild „20er Haus – 21er Haus“ aus­ge­wählt, ein Schnapp­schuss von der Bau­stelle des Muse­ums im drit­ten Wie­ner Gemein­de­be­zirk, an des­sen Stelle ein neues ent­ste­hen soll.
„Mit ‚20er Haus – 21er Haus‘ hat Mar­cus Gei­ger für sei­nen Schnapp­schuss ein tief in die öster­rei­chi­sche Insti­tu­tio­nen­ge­schichte ein­ge­schrie­be­nes ‚Found Object‘ gewählt. Die Arbeit lässt sich gleich­sam als Kipp­bild lesen, inso­fern die Bau­stelle als Ruine erscheint, gleich­zei­tig aber etwas im Ent­ste­hen Begrif­fe­nes anti­zi­piert, zumal das 20er Haus nach Abschluss der Sanie­rungs­ar­bei­ten das 21er Haus sein wird“, so das State­ment der Fach­jury des FWF-Kunstpreises.
Die­ses Bild ziert heuer alle FWF-Print­pro­dukte wie etwa den Jah­res­be­richt. Bekannt wurde Mar­cus Gei­ger unter ande­rem durch die rote Fär­bung der Wie­ner Seces­sion im Jahr 1998.

Autor:
28.05.2010

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