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Eine Gesund­heits­stadt in der Wüste

Die Dubai Health­care City will auf 90 Hektar Flä­che das welt­weit größte Medi­zin- und Well­ness-Zen­trum werden.

Größ­ten­teils ist sie zwar noch eine Bau­stelle, aber damit fan­gen bekannt­lich alle gro­ßen Free­zone-Pro­jekte im Emi­rat Dubai an : Die Dubai Health-care City ist eine Initia­tive des Scheichs von Dubai, um aus­län­di­sche Medi­zin­pro­fes­sio­na­lis­ten mit guten Geschäfts­aus­sich­ten ins Land zu locken und gleich­zei­tig für Schwung in der regio­na­len Gesund­heits­wirt­schaft zu sorgen.
Das 800 Mio. Dol­lar-Pro­jekt sieht eine kom­plette „Gesund­heits­stadt“ auf rund 90 Hektar Flä­che vor und liegt – im Gegen­satz zu ande­ren Free­hold-Zonen – rela­tiv zen­tral in der Innen­stadt in der Nähe des Dubai Creek. Dies soll vor allem eine Attrak­tion für die erwar­te­ten elf Mio. Gesund­heits­tou­ris­ten sein, die sich der Pro­jekt­ent­wick­ler Tat­weer, eine Toch­ter­firma der Dubai Hol­ding, dem Unter­neh­mens­kon­glo­me­rat von Dubais Scheich Mak­toum, von der Health­care City erwartet.

Kom­merz mit Forschung
Wie Aye­sha Abdul­lah, die Direk­to­rin der Health­care City, auf der Ende Jän­ner 2009 abge­hal­te­nen Gesund­heits­messe Arab Health erklärte, soll das Pro­jekt zur „welt­weit größ­ten inte­grier­ten Gesund­heits­stadt“ mit hoch­ran­gi­gen Health- und Well­ness-Ser­vices aller Art werden.
In der Tat ist das Kon­zept ziem­lich umfang­reich. Die Health­care City umfasst zwei the­ma­ti­sche Generalbereiche:Gesundheit und Well­ness. Darin soll sich alles ver­ei­nen, was man unter Gesund­heits­ser­vices im enge­ren und wei­te­ren Sinne ver­steht : Kli­ni­ken, Arzt­pra­xen, Pra­xis­ge­mein­schaf­ten, Fort­bil­dungs­stät­ten und Insti­tute, For­schungs­ein­rich­tun­gen, Nie­der­las­sun­gen von Medi­zin­tech­nik­fir­men und nicht zuletzt auch Anbie­ter von Alter­na­tiv­me­di­zin, Schön­heits­chir­ur­gie, Ernäh­rungs­be­ra­tung und dergleichen.
Zu die­sem Zweck holt Dubai hoch­ran­gige Exper­ten ins Land, um das Kon­zept zu prei­sen, wie eben zuletzt auf der Arab-Health-Messe (deren Gene­ral­spon­sor im Übri­gen Tat­weer ist). Die­ses Jahr war aller­dings ein leich­ter Über­hang von Medi­zin­tech­nik­un­ter­neh­men zu bemer­ken, wäh­rend sich inter­na­tio­nale Insti­tute und Fach­ex­per­ten rarer mach­ten. Ein wei­te­rer Beweis, kri­ti­sier­ten Besu­cher, dass Dubai den kom­mer­zi­el­len Cha­rak­ter des Gesund­heits­we­sens überbetone.
Wobei das aller­dings nur die halbe Wahr­heit ist : Wie Health­care City-Direk­to­rin Aye­sha Abdul­lah vor Jour­na­lis­ten auf der Messe her­aus­strich, soll nun unter ande­rem eine neue Dia­be­tes-For­schungs­ein­rich­tung ins Leben geru­fen wer­den, um diese im ara­bi­schen Raum weit ver­brei­tete Krank­heit zu bekämp­fen. Fer­ner wurde mit der Dubai Har­vard Foun­da­tion for Medi­cal Rese­arch ein Wis­sen­schafts­jour­na­lis­ten-Fel­low­ship ins Leben geru­fen und mit der Har­vard Uni­ver­sity ein neues Post­gra­duate-Aus­bil­dungs­pro­gramm gestartet.
Wenn die Dubai Health­care City wie geplant 2010 fer­tig­ge­stellt sein sollte, soll sie nichts weni­ger als ein „Cen­ter of Excel­lence für die gesamte Medi­zin­welt“ wer­den, betonte Aye-sha Abdullah.

Autor:
27.02.2009

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