Zum Inhalt
© NLK Pfeiffer

„Ein­zig­ar­tige Erfolgs­ge­schichte für Wissenschaftsstandort“

Land Nie­der­ös­ter­reich sowie Bun­des­mi­nis­te­rien für Wis­sen­schaft und Finan­zen sichern lang­fris­tige Finan­zie­rung des IST Aus­tria. Bis 2036 ste­hen der inter­na­tio­na­len Vor­zei­ge­insti­tu­tion nun wei­tere 3,3 Mrd. Euro zur Verfügung.

Am stark gewach­se­nen Stand­ort des Insti­tut for Sci­ence and Tech­no­logy (ISTA) in Klos­ter­neu­burg arbei­ten mitt­ler­weile 850 Spit­zen­for­scher aus 76 Län­dern. Rund 13.500 Wis­sen­schaft­ler haben sich für eine Pro­fes­so­ren­stelle bewor­ben. Die umfang­rei­chen Erfolge der sei­ner­zeit von Erwin Pröll gegen gro­ßen Wider­stand durch­ge­setz­ten For­schungs­in­sti­tu­tion zei­gen sich auch bei den ERC-Grants (Euro­pean Rese­arch Coun­cil), wo das ISTA mit einer Erfolgs­rate von 50 (!) Pro­zent euro­pa­weite Num­mer eins ist. Das Klos­ter­neu­bur­ger Spit­zen­in­sti­tut lässt damit andere inter­na­tio­nale Eli­te­unis wie Oxford oder Cam­bridge, die nur jeden drit­ten Antrag durch­brin­gen, klar hin­ter sich.

Pla­nungs­si­cher­heit auf dem Weg in die Zukunft
Im Zuge der Unter­zeich­nung der soge­nann­ten 15a-Ver­ein­ba­rung sichern nun das Land Nie­der­ös­ter­reich sowie die Bun­des­mi­nis­te­rien für Bil­dung, Wis­sen­schaft und For­schung (BMBWF) und Finan­zen (BMF) die lang­fris­tige Finan­zie­rung des IST-Aus­tria für die Jahre 2026 bis 2036. Rund um die zahl­rei­chen neuen Insti­tuts­ge­bäude und Labor­ein­rich­ten in Klos­ter­neu­burg infor­mier­ten Lan­des­haupt­frau Johanna Mikl-Leit­ner, Bun­des­mi­nis­ter Heinz Faß­mann und IST Aus­tria-Prä­si­dent Tho­mas Hen­zin­ger über das wei­tere Wachs­tum und den nach­hal­ti­gen Auf­stieg die­ser Ein­rich­tung in die Spit­zen­gruppe der welt­wei­ten Forschungsinstitutionen.

„Mit die­ser 15a-Ver­ein­ba­rung bekommt das IST Aus­tria noch mehr an Pla­nungs­si­cher­heit auf dem Weg in die Zukunft. Das IST Aus­tria ist zu einem inter­na­tio­na­len Anzie­hungs­punkt für die bes­ten For­sche­rIn­nen aus der gan­zen Welt gewor­den und eine ein­zig­ar­tige Erfolgs­ge­schichte. Wis­sen­schaft­le­rIn­nen sehen ihre Tätig­keit in Klos­ter­neu­burg mitt­ler­weile als einen Höhe­punkt ihrer Kar­riere“, betont Johanna Mikl-Leit­ner. „Wir wol­len die Plan­bar­keit für die Jahre 2026 bis 2036 garan­tie­ren und neh­men dafür auch sehr viel Geld in die Hand“, so die Lan­des­chefin zu den co-finan­zier­ten 3,3 Mrd. Euro. 

Erwin Pröll sicherte inter­na­tio­na­les Leucht­turm­pro­jekt für Stand­ort Österreich
Von die­ser Summe über­nimmt der Bund 75 Pro­zent und das Land 25 Pro­zent, das sind für Nie­der­ös­ter­reich 820 Mil­lio­nen Euro. Der bis­he­rige Pla­nungs­ho­ri­zont bis 2026 sieht ein Wachs­tum auf 90 For­schungs­grup­pen vor. Ver­glei­che mit ande­ren inter­na­tio­na­len Spit­zen­in­sti­tu­tio­nen wie dem Weiz­mann-Insti­tut zei­gen, dass für welt­weite Sicht­bar­keit und nach­hal­tige Spit­zen­leis­tun­gen eine kri­ti­sche Größe von etwa 150 Grup­pen not­wen­dig ist. „Mit der neuen im Minis­ter­rat beschlos­se­nen 15a-Ver­ein­ba­rung ist es dem IST Aus­tria nun mög­lich, auf diese wich­tige Größe anzu­wach­sen“, erläu­tert Heinz Faßmann.

Das Insti­tute of Sci­ence and Tech­no­logy Aus­tria (IST Aus­tria) in Klos­ter­neu­burg ist ein For­schungs­in­sti­tut mit eige­nem Pro­mo­ti­ons­recht. Das 2009 vom dama­li­gen Lan­des­haupt­mann Erwin Pröll gegen erbit­terte Wider­stände der Wis­sen­schafts-Com­mu­nity und auch inner­halb der eige­nen Par­tei (Anm. Johan­nes Hahn war Wis­sen­schafts­mi­nis­ter und Wer­ner Fay­mann Bun­des­kanz­ler) durch­ge­setzte Insti­tut wid­met sich der Grund­la­gen­for­schung in Natur­wis­sen­schaf­ten, Mathe­ma­tik und Infor­ma­tik. Neben dem Bekennt­nis zum Prin­zip der Grund­la­gen­for­schung, hält das Insti­tut die Rechte an allen resul­tie­ren­den Ent­de­ckun­gen und för­dert deren Ver­wer­tung. Tho­mas Hen­zin­ger, renom­mier­ter Com­pu­ter­wis­sen­schaft­ler und vor­mals Pro­fes­sor an der Uni­ver­sity of Cali­for­nia in Ber­ke­ley (USA) sowie der EPFL in Lau­sanne (CH) ist der Prä­si­dent des IST Austria.

Autor: red/czaak
30.09.2021

Weitere aktuelle Artikel

Med Uni Inns­bruck lei­tet inter­na­tio­nale Zulas­sungs­stu­die einer neuen The­ra­pie von Par­kin­son mit Wirk­stoff Pra­si­ne­zu­mab. Aktu­elle Ergeb­nisse der kli­ni­schen Phase II-Stu­die als Basis für erste „Par­kin­son-Imp­fung“ nun im renom­mier­ten Fach­jour­nal The Lan­cet veröffentlicht. Par­kin­son gehört zu den am schnells­ten zuneh­men­den Krank­hei­ten. Welt­weit lei­den daran rund 20 Mil­lio­nen Men­schen, bis 20250 sol­len es über 25 Mil­lio­nen sein. […]
Insti­tut für Demo­gra­phie der ÖAW ent­wi­ckelt neues Gebur­ten­ba­ro­me­ter für umfas­sende Ana­ly­sen zur Fer­ti­li­tät in Öster­reich. Immer mehr Frauen wol­len kin­der­los blei­ben, Zwei-Kind-Fami­lien häu­figs­tes Modell, Trend zu spä­ter Mut­ter­schaft, ältere Väter mit jün­ge­ren Partnerinnen. Das neue Gebur­ten­ba­ro­me­ter des Insti­tuts für Demo­gra­phie der Öster­rei­chi­schen Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten ermög­licht viel­fäl­tige und umfas­sende Ana­ly­sen von aktu­el­len Daten zur Fer­ti­li­tät […]
Mit Hilfe von Was­ser kön­nen bestimmte Mine­ra­lien schäd­li­ches CO2 aus der Atmo­sphäre holen und rasch in fes­tes Car­bo­nat umwan­deln. Die TU Wien konnte die­sen mine­ra­lo­gi­schen Mecha­nis­mus nun nachweisen. Steine kön­nen Koh­len­di­oxid bin­den – und das weit­aus schnel­ler als bis­her bekannt und ange­nom­men. Bis dato wur­den lang­wie­rige und ent­spre­chend lang­same Pro­zesse für die Umwand­lung von CO2 in […]
Unbe­merkte Gewe­be­re­ak­tio­nen beein­flus­sen den Zustand von Brust­im­plan­ta­ten bis hin zu Ent­zün­dun­gen. Kom­pli­ka­tio­nen resul­tie­ren nicht nur aus mecha­ni­schen Ursa­chen, son­dern auch aus bio­lo­gi­schen Pro­zes­sen. Neue Stu­die der Karl Land­stei­ner Pri­vat­uni soll kli­ni­sche Pra­xis unterstützen.  Eine neue Stu­die deu­tet dar­auf hin, dass Kom­pli­ka­tio­nen bei Brust­im­plan­ta­ten häu­fig nicht allein auf mecha­ni­sche Ursa­chen zurück­ge­hen, son­dern auch mit bio­lo­gi­schen Pro­zes­sen […]
Von robus­ter 3D-Wahr­neh­mung über sichere Bewe­gungs­re­ge­lung bis zu veri­fi­zier­ba­rer Sicher­heit und Ent­schei­dungs­lo­gik als rele­vante Schlüs­sel­bau­steine für auto­nome Maschi­nen. AIT sowie TU Wien und Tufts Uni­ver­sity zei­gen bei ICRA in Wien meh­rere hoch­ka­rä­tige Projekte, Das Aus­trian Insti­tute of Tech­no­logy (AIT) prä­sen­tiert gemein­sam mit der TU Wien und der Tufts Uni­ver­sity sechs hoch­ka­rä­tige wis­sen­schaft­li­che Bei­träge auf der […]
magnifier
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram