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© Pexels.com/Liza Summer

Elek­tro­nisch sofort und gegen Rechnung

Deut­sche Online-Shop­per bevor­zu­gen beim Ein­kauf Online-Bezahl­dienste wie Pay­Pal oder Klarna-Rech­nungs­kauf, so eine reprä­sen­ta­tive Stu­die des deut­schen Digi­tal­ver­ban­des Bit­kom. Kauf auf Rech­nung beson­ders bei älte­ren Kon­su­men­ten beliebt.

Online-Shop­per kön­nen sich nach Fül­lung ihres vir­tu­el­len Waren­korbs zumeist zwi­schen meh­re­ren Bezahl­mög­lich­kei­ten ent­schei­den. 42 Pro­zent bevor­zu­gen dabei Online-Bezahl­dienst­leis­ter wie Pay­Pal, Klarna (Kauf auf Rech­nung) oder Ama­zon Pay­ments. Jeder dritte Online-Shop­per bestellt bevor­zugt auf Rech­nung und das gilt ins­be­son­dere für ältere Kon­su­men­ten ab 65 Jah­ren (48 Pro­zent). Unter den Jün­ge­ren zwi­schen 16 und 29 Jah­ren sagt das ledig­lich ein Fünf­tel (21 Pro­zent). Diese Ergeb­nisse zeigt eine reprä­sen­ta­tive Umfrage im Auf­trag des Digi­tal­ver­bands Bit­kom unter mehr als 1.000 Online-Shop­pern in Deutsch­land ab 16 Jahren.

Online-Ein­käufe via Kre­dit­karte (11 Pro­zent), Last­schrift- oder Ein­zugs­ver­fah­ren (7 Pro­zent) und Sofort­über­wei­sung (4 Pro­zent) bevor­zu­gen ver­gleichs­weise nur wenige Online-Shop­per. Den Raten­kauf, also die Mög­lich­keit, sofort zu kau­fen, aber erst spä­ter zu bezah­len, wäh­len nur 2 Pro­zent. „Mit dem rich­ti­gen Mix an digi­ta­len Bezahl­me­tho­den las­sen sich für Online-Händ­ler Kauf-Abbruch­ra­ten deut­lich redu­zie­ren“, sagt Bern­hard Roh­le­der, Haupt­ge­schäfts­füh­rer vom Bran­chen­ver­band Bit­kom. Auch bran­chen­spe­zi­fi­sche Unter­schiede sind zu beach­ten, so wird etwa Klei­dung pri­mär auf Rech­nung bestellt.

Miss­brauch der Bezahl­da­ten nach Online-Kauf
Online-Shop­ping kann aber auch mal nicht so funk­tio­nie­ren wie geplant. Knapp die Hälfte (48 Pro­zent) der Online-Käu­fer erhielt trotz Bestel­lung schon ein­mal keine Ware – und dann aber den Kauf­preis zurück­er­stat­tet. Wei­tere 18 Pro­zent erleb­ten das glei­che, erhiel­ten jedoch kein Geld retour. Und neun Pro­zent mach­ten bereits die Erfah­rung, dass die Bezahl­da­ten im Anschluss an einen Online-Kauf miss­braucht wur­den. Ins­ge­samt geben 16 Pro­zent an, schon ein­mal beim Online-Shop­ping betro­gen wor­den zu sein. 

„Kun­den haben zahl­rei­che Mög­lich­kei­ten, die Pro­dukte und Anbie­ter auf Serio­si­tät zu prü­fen und soll­ten davon auch Gebrauch machen“, sagt Roh­le­der und emp­fiehlt den Blick in Impres­sum und AGBs oder zu Ver­gleichs­sei­ten und Bewer­tun­gen. Die Ergeb­nisse basie­ren auf einer reprä­sen­ta­ti­ven Umfrage von Bit­kom research/​Bitkom unter 1.048 deut­schen Online-Shop­per über 16 Jah­ren. Die Fra­gen lau­te­ten : „Bei freier Wahl, wel­che der fol­gen­den Bezahl­mög­lich­kei­ten wür­den Sie für Ihre Ein­käufe im Inter­net wäh­len?“ und „Wel­che nega­ti­ven Erfah­run­gen haben Sie bis­lang beim Online-Shop­ping gemacht?“

Autor: red/cc
08.03.2022

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