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Ener­gie­spei­che­rung neu gedacht

Mit Sau­er­stof­fio­nen­bat­te­rien als neu­ar­tige Ener­gie­spei­cher in eine nach­hal­tige Zukunft als Thema eines neuen CD-Labors an der TU Wien. Der Ver­bund ist dabei Industriepartner. 

Die Her­aus­for­de­rung bei erneu­er­ba­ren Ener­gien ist, dass ihre Ver­füg­bar­keit stark von der Tages­zeit oder Wit­te­rungs­be­din­gun­gen abhängt. Strom wird dann pro­du­ziert, wenn die Sonne scheint oder Wind weht. Wird der Strom aber nicht direkt zu die­sem Zeit­punkt benö­tigt, bleibt er unge­nutzt oder wird bes­ten­falls gespei­chert. Aber auch durch Pro­duk­ti­ons- oder Nut­zungs­spit­zen bedingte Schwan­kun­gen stel­len Strom­pro­du­zen­ten und Netz­be­trei­ber immer wie­der vor Herausforderungen. 

Pro­gramm­li­nie CD-Labors als Erfolgs­ge­schichte des Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums Im Rah­men des neuen Chris­tian Dopp­ler (CD) Labors für Sau­er­stof­fio­nen­bat­te­rien arbei­tet unter der Lei­tung von Alex­an­der Opitz (TU Wien) nun ein inter­dis­zi­pli­nä­res Team gemein­sam mit dem Ener­gie­un­ter­neh­men Ver­bund an inno­va­ti­ven Spei­cher­lö­sun­gen. Sau­er­stof­fio­nen­bat­te­rien zeich­nen sich dabei durch eine res­sour­cen­scho­nende Her­stel­lung, geringe Pro­duk­ti­ons­kos­ten und eine hohe Anwen­dungs­si­cher­heit aus. „Die Her­aus­for­de­run­gen der Zukunft las­sen sich nur mit neuem Wis­sen und fri­schen Ideen meis­tern. Inno­va­tive Strom­spei­cher spie­len dabei eine zen­trale Rolle. Das neue CD-Labor lie­fert einen wich­ti­gen Bei­trag dazu“, so Wolf­gang Hatt­manns­dor­fer, Wirt­schaft­mi­nis­ter. Das Bun­des­mi­nis­te­rium für Wirt­schaft, Ener­gie und Tou­ris­mus (BMWET) ist wich­tigs­ter För­der­ge­ber für die erfolg­rei­che Pro­gramm­li­nie der CD-Labors.

Kera­mik statt Lithium oder Kobalt
Im Gegen­satz zu her­kömm­li­chen Bat­te­rien kom­men Sau­er­stof­fio­nen­bat­te­rien ohne die kri­ti­schen Ele­mente Lithium oder Kobalt aus. Statt­des­sen wer­den hier reich­lich vor­kom­mende, kera­mi­sche Mate­ria­lien ver­wen­det, was geo­po­li­ti­sche Abhän­gig­kei­ten redu­ziert. Hinzu kommt, dass Sau­er­stof­fio­nen­bat­te­rien weder brenn­bar noch gif­tig sind. Gerade die Brenn­bar­keit von aktu­ell ver­füg­ba­ren Bat­te­rie­ty­pen (wie Natrium-Schwe­fel- oder auch Lithi­um­io­nen­bat­te­rien) ist für Groß­spei­cher ein Knackpunkt. 

Wäh­rend Lithi­um­bat­te­rien gezielt für den mobi­len Ein­satz ent­wi­ckelt wur­den und ent­spre­chende Anfor­de­run­gen wie ein gerin­ges Gewicht erfül­len müs­sen, kön­nen sich Spei­cher­sys­teme für den sta­tio­nä­ren Ein­satz von die­sen Anfor­de­run­gen lösen. Dies ist ins­be­son­dere für Ener­gie­ver­sor­ger wie Ver­bund rele­vant, die einen Groß­teil der Ener­gie aus erneu­er­ba­ren Quel­len bereit­stel­len und mit sta­tio­nä­ren Groß­bat­te­rien elek­tri­sche Ener­gie von Zei­ten hoher Pro­duk­tion zu Zei­ten hoher Nach­frage ver­schie­ben wollen.

Ener­gie­trans­for­ma­tion als große Her­aus­for­de­run­gen unse­rer Zeit Die Idee, kera­mi­sche Mate­ria­lien für Bat­te­rien zu ver­wen­den, ist dabei eher durch Zufall ent­stan­den. „Erst indem wir den Blick­win­kel auf das von uns eigent­lich für Brenn­stoff- und Elek­tro­ly­se­zel­len­an­wen­dun­gen unter­suchte Mate­rial geän­dert haben, haben wir gese­hen, dass unsere Kera­mi­ken unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen eine ähn­li­che Kapa­zi­tät wie her­kömm­li­che Lithi­um­io­nen­bat­te­rie-Mate­ria­lien auf­wei­sen kön­nen. Das heißt, sie kön­nen eine ähn­li­che Menge Ener­gie spei­chern“, erläu­tert Alex­an­der Opitz.

„Die Ener­gie­trans­for­ma­tion ist eine der größ­ten Her­aus­for­de­run­gen unse­rer Zeit. Sie erfor­dert nicht nur neue Tech­no­lo­gien, son­dern vor allem eine kon­ti­nu­ier­li­che, inten­sive For­schung. Durch die Zusam­men­ar­beit mit der Wis­sen­schaft, wie etwa im Rah­men des Chris­tian Dopp­ler Labors, kön­nen wir dazu bei­tra­gen, dass Inno­va­tio­nen wie die Sau­er­stof­fio­nen­bat­te­rie rascher markt­fä­hig wer­den und so zur Lösung der Ener­gie­spei­cher­pro­ble­ma­tik bei­tra­gen“, so Michael Strugl, CEO von Ver­bund, zum Enga­ge­ment als Industriepartner. 

Autor: red/czaak
29.04.2025

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