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© piqs.de/Nicola Romagna

Enor­mes Geschäfts­po­ten­tial für IKT-Industrie

Der Markt für das Inter­net der Dinge soll sich in Öster­reich bis 2025 auf 11 Mil­li­ar­den Euro ver­drei­fa­chen. Gro­ßes Poten­zial wird für Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­neh­men erwar­tet wie auch für bis dato bran­chen­fremde Markt­teil­neh­mer, so eine aktu­elle Ana­lyse von Ernst & Young (EY).

Euro­pas Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­neh­men (Tel­cos) sind zuneh­men­dem Wett­be­werbs­druck aus­ge­setzt. Sie müs­sen gleich­zei­tig in Fest­netz- plus Mobil­funk­be­reich hohe Inves­ti­tio­nen in den Aus­bau leis­tungs­fä­hi­ger Breit­band­in­fra­struk­tur täti­gen und die Erschlie­ßung neuer Geschäfts­fel­der war bis­lang kaum erfolgreich.

Gefahr durch neue Marktteilnehmer
Gleich­zei­tig kom­men andere Markt­teil­neh­mer wie Ama­zon oder Net­flix, sowie Aus­rüs­ter wie Cisco oder Hua­wei, die unter Nut­zung der von den Tel­cos bereit­ge­stell­ten Infra­struk­tur Mil­li­ar­den­um­sätze gene­rie­ren und sogar Teile deren Kern­ge­schäfts an sich zie­hen. Ob Cloud-Dienste, E‑Commerce oder Video­Strea­ming, diese hoch­pro­fi­ta­blen Geschäfts­be­rei­che betrei­ben nicht (mehr) die Tel­cos, son­dern zuneh­mend Ama­zon, Micro­soft und Google.
Die aktu­elle EY-Ana­lyse „Mehr als Kon­nek­ti­vi­tät – digi­tale Chan­cen“ zeigt Poten­ziale euro­päi­scher Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­neh­men und bringt Ein­schät­zun­gen eini­ger füh­ren­der Tele­kom­un­ter­neh­men. Grund­sätz­lich müs­sen Tel­cos ihre Inves­ti­tio­nen in eigene, neue Wachs­tums­po­ten­ziale wan­deln. Im Fokus ste­hen dabei auf der Infra­struk­tur auf­bau­ende Anwen­dun­gen, die bis­lang mehr­heit­lich von spe­zia­li­sier­ten Anbie­tern erbracht wur­den. Das Geschäft mit der Bereit­stel­lung von Tele­kom-Infra­struk­tur pri­mär für Kom­mu­ni­ka­ti­ons­zwe­cke (Anm. Kon­nek­ti­vi­tät) dürfte auch künf­tig nur eine Neben­rolle spie­len. Laut Schät­zun­gen wur­den bereits 2015 nur noch rund 17 Pro­zent des Markt­um­satz­vo­lu­mens aus­schließ­lich mit Kon­nek­ti­vi­tät erzielt. 

5G-Mobil­funk­stan­dard als Chance und Herausforderung
„Klas­si­sche Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­neh­men müs­sen auf­pas­sen, nicht zu Rand­fi­gu­ren in einem Multi-Mil­li­ar­den­markt zu wer­den. Neue tech­no­lo­gi­sche Ent­wick­lun­gen und neue inter­net­ba­sierte Geschäfts­mo­delle ver­spre­chen zwar zusätz­li­che Geschäfts­fel­der, nur müs­sen die Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­neh­men diese Chan­cen auch nut­zen“, so Seve­rin Eisl, Lei­ter Tech­no­logy, Media and Tele­com­mu­ni­ca­ti­ons bei EY Österreich.
Wie­der ins Spiel könnte die Tel­cos der neue Mobil­funk­stan­dard 5G brin­gen. Die­ser ist Basis für zahl­rei­che völ­lig neue Geschäfts­mög­lich­kei­ten — in der Hoff­nung, dass die hier nöti­gen gro­ßen Inves­ti­tio­nen auch pro­fi­ta­bel mone­ta­ri­siert wer­den kön­nen. Vor allem das Inter­net der Dinge (IoT) und die intel­li­gente Ana­lyse der dabei anfal­len­den Daten, bie­tet enorme Markt­po­ten­ziale und das sowohl im B2B- als auch im B2C-Geschäft. 

IoT-Markt in Öster­reich soll sich bis 2025 fast verdreifachen
In den kom­men­den Jah­ren wer­den IoT-Anwen­dun­gen Gesell­schaft und Unter­neh­men grund­le­gend ver­än­dern, etwa in Form von Smart Cities, Smart Homes, Smart Fac­to­ries oder Smart Mobi­lity. In Öster­reich liegt das Markt­vo­lu­men des IoT-Mark­tes momen­tan bei rund 4,2 Mil­li­ar­den Euro. Bis 2025 wird sich diese Summe laut EY-Pro­gnose auf rund 11 Mil­li­ar­den Euro nahezu ver­drei­fa­chen und bis 2030 auf rund 16 Mil­li­ar­den Euro stei­gen. Welt­weit wird bis 2030 eben­falls mit einer Ver­vier­fa­chung des IoT-Mark­tes von aktu­ell 635 Mil­li­ar­den US-Dol­lar auf rund 2,3 Bil­lio­nen US-Dol­lar gerech­net. Dann sol­len 50 Mil­li­ar­den End­ge­räte ver­netzt sein.
Der­zeit ent­fal­len nur maxi­mal 15 Umsatz­pro­zente aus IoT-Pro­jek­ten auf das Kern­ge­schäft Kon­nek­ti­vi­tät der Tel­cos. Aber auch wei­tere IoT-Seg­mente stün­den hier grund­sätz­lich offen, etwa der Bereich Smart Chips mit bis zu 10 Pro­zent des gesam­ten Markt­vo­lu­mens, oder das Seg­ment Smart Device/​Smart Machine (Anm. Ver­net­zung von Autos, Kame­ras und Strom­zäh­lern) mit bis zu 15 Pro­zent des Gesamt­mark­tes. Wei­tere Umsatz­vo­lu­mina für die Tel­cos lie­ßen sich mit digi­ta­len Platt­for­men und Apps für IoT-Anwen­dun­gen etwa im Bereich E‑Health oder E‑Mobility erzie­len, so wei­tere Ergeb­nisse der Ana­lyse. Siehe dazu auch Bericht : Die Zukunft der Telekom-Industrie. 

Autor: red/czaak
11.02.2019

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