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© Österreichisches Patentamt_Christian Husar

Erfin­dungs­reich­tum bei Licht, Lesen und Wohnen

Staats­preise Patent 2018 gehen an Tiro­ler Licht­pio­nier für Lebens­werk, an TU-Wien für mobi­len Seh­be­helf und an Start-Up zweier FH-Stu­den­ten für sozia­les Wohn­pro­jekt. 248 Ein­rei­chun­gen in Kate­go­rien Patent, Marke und Lebens­werk bei von Patent­amt und BM für Ver­kehr, Inno­va­tion und Tech­no­lo­gie aus­ge­lob­ter Prä­mie­rung öster­rei­chi­scher Erfinder.

Beim von Öster­rei­chi­schen Patent­amt und BM für Ver­kehr, Inno­va­tion und Tech­no­lo­gie (BMVIT) ver­an­stal­te­ten Staats­preis für inno­va­tive Patente stand heuer bei den aus­ge­zeich­ne­ten Pro­jek­ten das Thema Sozia­les im Vor­der­grund. Mariana Kare­pova, Prä­si­den­tin des Öster­rei­chi­schen Patent­am­tes und Nor­bert Hofer, Bun­des­mi­nis­ter BMVIT prä­mier­ten die von der unab­hän­gi­gen Staats­preis-Jury nomi­nier­ten Sie­ger in den drei Kate­go­rien Lebens­werk, Patent und Marke.

Ver­bes­serte Arbeits­be­din­gun­gen durch hel­les wie ange­neh­mes Licht
Den Staats­preis für sein Lebens­werk erhielt dabei Chris­tian Bar­ten­bach, 88-jäh­ri­ger Erfin­der, Unter­neh­mer und Hoch­schul­leh­rer aus Tirol. Bar­ten­bach erfand die soge­nannte Spie­gel­ras­ter­leuchte und machte dar­aus einen glo­ba­len Export­schla­ger. Die durch Leucht­käs­ten mit quer lie­gen­den Spie­gel blend­freien Beleuch­tungs­ob­jekte erhel­len gleich­mä­ßig Schu­len, Flug­hä­fen, Büros oder OP-Säle auf der gan­zen Welt und ver­bes­sern damit auch die jewei­li­gen Arbeits­be­din­gun­gen. Mög­lich macht das Bar­ten­bachs paten­tierte Dark-Light-Tech­nik, wo Betrach­ter durch die Reflek­tor­tech­nik weder von der Licht­quelle noch von deren Spie­gel­bild im Reflek­tor geblen­det wird.

Mobi­ler Seh­be­helf für Blinde und Sehbehinderte
Gold in der Kate­go­rie Patent holte sich die TU-Wien für den soge­nann­ten Braille-Ring, ein klei­nes und leicht trans­por­ta­ble Lese­ge­rät für blinde und seh­be­hin­derte Men­schen (eco­nomy berich­tete). das sich ins­be­son­dere „für schnelle Nach­rich­ten am Smart­phone“, so die Ent­wick­ler Michael Treml, Wolf­gang Zag­ler und Domi­nik Busse. Der „in jede Wes­ten­ta­sche pas­sende Ring“ über­mit­telt dem „lesen­den“ Fin­ger die jeweils rotie­ren­den Braille-Buch­sta­ben und diese Rota­tion ermög­licht flüs­si­ges Lesen. Die Erfin­dung braucht auch wesent­lich weni­ger mecha­ni­sche Teile und ist dadurch ent­spre­chend güns­ti­ger in der Herstellung.

Platz ist in der kleins­ten Hütte
Die Gewin­ner der Kate­go­rie Marke ver­fol­gen mit ihrem Sie­ger­pro­jekt Liber­ty­Do­tHome ebenso einen sozia­len Aspekt. Inspi­riert von der ame­ri­ka­ni­schen Tiny-House-Initia­tive ent­wi­ckel­ten die FH-Stu­den­ten Mar­kus Hör­man­se­der und Phil­ipp Hüttl ein in Summe nur 6,4 m² klein-gro­ßes Haus bestehend aus Schlaf- und Wohn­zim­mer sowie Küche und Bad in einem. Jedes siebte ver­kaufte Modul ermög­licht zudem ein kos­ten­freies Häus­chen für soziale Zwe­cke. Pri­mä­rer Nomi­nie­rungs­grund für die Staats­preis-Jury war auch das Logo, das die „Kom­bi­na­tion von Pro­dukt und sozia­lem Enga­ge­ment ori­gi­nell und zeit­ge­mäß verbindet.“ 

12.000 Öster­rei­chi­sche Patente jähr­lich und eine neue Kategorie
Der Staats­preis Patent wird im 2‑Jah­res-Rhyt­mus und heuer zum zwei­ten Mal ver­ge­ben. Als zusätz­li­cher Preis wurde dies­mal die Kate­go­rie „Lebens­werk“ ins Leben gerufen.
„12.000 Patente mel­det das Erfin­der­land Öster­rei­cher jähr­lich welt­weit an. Ein eige­nes Patent und Marke sind schon die Krö­nung. Aber „das“ klügste Patent und „die“ krea­tivste Marke Öster­reichs zu haben, ist der schönste Lohn für die harte Arbeit hin­ter den Ein­rei­chun­gen“, kom­men­tiert BM Nor­bert Hofer. „Ich wün­sche allen Erfin­de­rIn­nen, dass ihre Ideen Export­schla­ger wer­den — so wie die Inno­va­tio­nen von Chris­tian Bar­ten­bach“, betont der Innovationsminister.
„Alle zwei Jahre kön­nen wir mit ganz Öster­reich tei­len, fei­ern und beklat­schen, was uns täg­lich im Patent­amt begeg­net. Heuer haben wir mit den Gewin­nern ein beson­de­res Glück – sie haben Dinge ent­wi­ckelt, die High-Tech mit sozia­lem Enga­ge­ment in Ein­klang brin­gen“, unter­streicht auch Mariana Kare­pova, Prä­si­den­tin des Öster­rei­chi­schen Patentamtes. 

Autor: red/czaak
15.11.2018

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