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Erfolg für nie­der­ös­ter­rei­chi­sche Satellitentechnologie

Unter­neh­men Enpul­sion ist welt­wei­ter Markt­füh­rer bei elek­tri­schen Antriebs­sys­te­men für Mikro- und Nano­sa­tel­li­ten. Deut­scher Inves­tor Nord­wind Growth finan­ziert nun mit 22,5 Mil­lio­nen Euro nächste Aus­bau­stufe. Par­al­lel stellt Nie­der­ös­ter­reich neue Hoch­schul­stra­te­gie vor.

Enpul­sion mit Sitz am Flug­ha­fen Schwe­chat zählt zu den welt­wei­ten Markt­füh­rern für elek­tri­sche Antriebs­sys­teme für Mikro- und Nano­sa­tel­li­ten. Mehr als 320 Sys­teme sind bereits im Orbit im Ein­satz und kom­men auf über 500 Jahre kumu­lierte Betriebs­zeit im All. Mit dem Invest­ment des deut­schen Wachs­tums­part­ners Nord­wind Growth in der Höhe von 22,5 Mil­lio­nen Euro star­tet das Unter­neh­men nun die nächste Phase sei­ner glo­ba­len Wachstumsstrategie. 

Enpul­sion hat seine Wur­zeln an der Fach­hoch­schule Wie­ner Neu­stadt sowie an der FOTEC For­schungs- und Tech­no­lo­gie­trans­fer GmbH, dem For­schungs­un­ter­neh­men der FH Wie­ner Neu­stadt. Diese nie­der­ös­ter­rei­chi­sche Erfolgs­ge­schichte im Space­Tech-Bereich zeigt exem­pla­risch, wie dyna­misch sich der Space-Markt ent­wi­ckelt und wie man sich mit einem ein­zig­ar­ti­gen Nischen­pro­dukt auch inter­na­tio­nal erfolg­reich posi­tio­nie­ren kann.

Tech­no­lo­gi­sche Reife, Flight Heri­tage und Profitabilität

Das fri­sche Kapi­tal dient für den Aus­bau der Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten am erst vor zwei Jahre neu bezo­ge­nen Stand­ort in Schwe­chat, die inter­na­tio­nale Markt­durch­drin­gung sowie in die Wei­ter­ent­wick­lung der nächs­ten Gene­ra­tion inte­grier­ter Mobi­li­täts­lö­sun­gen für Satel­li­ten inves­tiert. Ziel ist es, umfas­sende Lösun­gen für Bewe­gung, Posi­tio­nie­rung und Manö­vrier­fä­hig­keit im Orbit anzu­bie­ten – ein Bereich, der ange­sichts wach­sen­der Satel­li­ten­kon­stel­la­tio­nen und stei­gen­der sicher­heits­po­li­ti­scher Anfor­de­run­gen zuneh­mend an stra­te­gi­scher Bedeu­tung gewinnt.

„Der Space-Sek­tor tritt in eine neue Phase ein: Mobi­li­tät im Orbit wird für Wirt­schaft, Sicher­heit und staat­li­che Sou­ve­rä­ni­tät zu einem stra­te­gi­schen Infra­struk­tur­thema“, erläu­tert Alex­an­der Reiss­ner, CEO von Enpul­sion. „Enpul­sion ist eines der weni­gen Unter­neh­men welt­weit, das tech­no­lo­gi­sche Reife, Flight Heri­tage und Pro­fi­ta­bi­li­tät ver­eint“. Das Erfolgs­bei­spiel Enpul­sion ist auch ein Beleg für die Ent­wick­lung von Nie­der­ös­ter­reich zu einem moder­nen Hoch­schul- und Forschungsstandort. 

For­schungs­stra­te­gie für die nächs­ten Jahre

„Mit die­sem Invest­ment bekommt auch Nie­der­ös­ter­reich als inter­na­tio­na­ler Hot­spot für Space-Tech­no­lo­gie Rücken­wind. Das Invest­ment ist ein star­kes Signal für die Inno­va­ti­ons­kraft des Unter­neh­mens und zudem ein Beweis, dass Spit­zen­for­schung, unter­neh­me­ri­scher Mut und wirt­schaft­li­che Sta­bi­li­tät bei uns in Nie­der­ös­ter­reich erfolg­reich zusam­men­spie­len“, gra­tu­lierte Johanna Mikl-Leit­ner (ÖVP), Lan­des­haupt­frau von Nie­der­ös­ter­reich im Rah­men eines Betriebsbesuches.

Das Land hat kürz­lich an der Uni­ver­sity of Applied Sci­en­ces St. Pöl­ten die For­schungs­stra­te­gie für die nächs­ten Jahre prä­sen­tiert. „Vor rund 30 Jah­ren gab es in Nie­der­ös­ter­reich keine Uni­ver­si­tä­ten und Fach­hoch­schu­len, heute sind wir mit 15 Hoch­schu­len, mehr als 31.000 Stu­die­ren­den und etwa 8.000 Leh­ren­den und For­schen­den regio­nal ver­an­kert und inter­na­tio­nal ver­netzt“, erläu­tert Mikl-Leit­ner. „Das ist kein Zufall, son­dern das Ergeb­nis bewuss­ter Ent­schei­dun­gen und Inves­ti­tio­nen des Lan­des“, betonte die Nie­der­ös­ter­rei­chi­sche Landeschefin. 

Hoch­schul­po­li­tik ist Stand­ort­po­li­tik, Wirt­schafts­po­li­tik und Zukunftspolitik

Die neue Hoch­schul­stra­te­gie besteht aus sechs Säu­len. Ein Schwer­punkt ist etwa die neue Work­shop­reihe „Unter­neh­me­ri­sche Hoch­schu­len in Nie­der­ös­ter­reich“, wo es in Zusam­men­ar­beit mit dem nie­der­ös­ter­rei­chi­schen Inku­ba­tor tec­net vor allem um den Erfah­rungs­aus­tausch zwi­schen den Hoch­schu­len geht und um eine Brü­cke zwi­schen Wis­sen­schaft und Wirt­schaft. Die Lan­des­haupt­frau erwähnt hier den Euro­pa­cam­pus Hain­burg, wo durch insti­tu­tio­nen­über­grei­fende wie inter­na­tio­nale Koope­ra­tio­nen und inter­dis­zi­pli­näre For­schung und Lehre vor allem Zukunfts­fel­der wie Grüne Tech­no­lo­gie, Nach­hal­tig­keit und Entre­pre­neur­ship bear­bei­tet werden. 

Bei der Prä­sen­ta­tion der neuen FE-Stra­te­gie wur­den auch die volks­wirt­schaft­li­chen Effekte erör­tert. „Laut WIFO lösen Hoch­schu­len, For­schungs­ein­rich­tun­gen und Stu­die­rende eine Wert­schöp­fung von rund 950 Mil­lio­nen Euro in Nie­der­ös­ter­reich aus. Das ist Bil­dung, die Wir­kung zeigt“, unter­strich Mikl-Leit­ner. „Wis­sen­schaft schafft Zukunft für unser Land, unsere nie­der­ös­ter­rei­chi­schen Hoch­schu­len sind nicht nur Aus­bil­dungs­stät­ten, sie sind Werk­stät­ten der Zukunft“, ergänzte Ste­phan Pern­kopf, Stell­ver­tre­ter von Lan­des­haupt­frau Johanna Mikl-Leit­ner und ope­ra­tiv ver­ant­wort­lich für die Berei­che For­schung und Bildung.

41 Mil­lio­nen für eine neue FH-Offen­sive in Niederösterreich

Pern­kopf fasst dann die sechs Leit­li­nien der neuen Hoch­schul­stra­te­gie zusam­men: „Ers­tens wol­len wir in Nie­der­ös­ter­reich ein attrak­ti­ver Stu­di­en­ort sein und des­halb inves­tie­ren wir in den kom­men­den drei Jah­ren im Zuge einer FH-Offen­sive 41 Mil­lio­nen Euro in den Aus­bau, wodurch die Anzahl der Stu­di­en­plätze von 13.000 auf 15.000 stei­gen soll“. Die zweite Leit­li­nie lau­tet „Gut stu­die­ren – Zugang ermög­li­chen, Abschluss sichern“. „Dafür ver­ge­ben wir jähr­lich 1.100 Sti­pen­dien im Umfang von 2,7 Mil­lio­nen Euro“, so Pern­kopf. Der dritte Schwer­punkt lau­tet „Gelebte Inter­na­tio­na­li­tät“, wo pro Jahr rund 500 Aus­lands­auf­ent­halte ermög­licht werden. 

Vier­ter Schwer­punkt ist, Nie­der­ös­ter­reich durch For­schungs­fi­nan­zie­rung als star­ken Hoch­schul­stand­ort wei­ter zu fes­ti­gen, fünf­ter Punkt seien die „Hoch­schu­len als Part­ner der Wirt­schaft“ und sechs­tens sei es wich­tig, „gesell­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung zu tra­gen und Wis­sen zu ver­mit­teln“, so Pern­kopf. Er nannte in die­sem Zusam­men­hang For­mate wie die Sci­ence Aca­demy, das Sci­ence Cen­ter in Tulln oder den Wis­sen­schafts­heu­ri­gen „Heu­rika“. Abschlie­ßend betonte Pern­kopf auch die Bedeu­tung des Pro­mo­ti­ons­rechts für die Fach­hoch­schu­len für die Wei­ter­ent­wick­lung die­ser Ein­rich­tun­gen. (red/​czaak)

Autor: red/czaak
13.03.2026

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