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© pexels/christina morillo

Erhöhte Angst vor Cyberattacken

Füh­rungs­kräfte aus Unter­neh­men und Ver­wal­tung stu­fen Cyber­at­ta­cken aktu­ell als größ­tes Risiko ein. Künst­li­che Intel­li­genz spielt dabei eine immer bedeu­ten­dere Rolle. Bud­gets für Sicher­heit wer­den erhöht.

Hei­mi­sche Füh­rungs­kräfte aus Wirt­schaft, Tech­no­lo­gie, Insti­tu­tio­nen und Ver­wal­tung stu­fen aktu­ell Cyber­at­ta­cken als das größte Risiko ein. Sech­zig Pro­zent der Unter­neh­men möch­ten ent­spre­chend ihre Bud­gets für Cyber­si­cher­heit erhö­hen. Die Hälfte der Unter­neh­mens­len­ker geht davon aus, dass es im Laufe des Jah­res auch zu mas­si­ven Künst­li­che Intel­li­genz (KI)-Angriffen kom­men wird und viele pla­nen selbst gene­ra­tive KI-Anwen­dun­gen für die Cyber­ab­wehr ein­zu­set­zen. Ein beson­de­res hohes Risiko besteht für Gesund­heits­ein­rich­tun­gen, hier ver­ur­sa­chen Angriffe höhere Schä­den als in ande­ren Branchen.

Über die Hälfte der Befrag­ten plant gene­ra­tive KI-Anwen­dun­gen einzusetzen
Das sind die zen­tra­len Ergeb­nisse der aktu­el­len Aus­gabe der jähr­lich erschei­nen­den glo­ba­len „Digi­tal Trust Insights“-Studie der Wirt­schafts­prü­fungs- und Bera­tungs­ge­sell­schaft PwC, wo Anga­ben zufolge rund 3.800 Füh­rungs­kräfte aus Wirt­schaft und Tech­no­lo­gie in 71 Län­dern teil­ge­nom­men haben, Öster­reich inklu­sive. Ein wei­te­res Ergeb­nis ist, dass Öster­rei­chi­sche Unter­neh­men 2024 ver­mehrt auf den Aus­bau ihrer Exper­tise zum Thema Cyber­si­cher­heit set­zen und ent­spre­chend in Schutz­maß­nah­men inves­tie­ren wollen. 

Mehr als die Hälfte der Befrag­ten (53 Pro­zent) plant dabei auch gene­ra­tive KI-Anwen­dun­gen für die Cyber­ab­wehr ein­zu­set­zen. „KI bie­tet viele Mög­lich­kei­ten, sowohl für Unter­neh­men als auch für Cyber­kri­mi­nelle. Um alle Poten­tiale die­ser Tech­no­lo­gie sicher zu nut­zen, braucht es eine pro­ak­tive Stra­te­gie­ent­wick­lung, wo alle Chan­cen und Risi­ken auf­ge­zeigt wer­den müs­sen“, erklärt Rudolf Krickl, CEO von PwC Österreich. 

Finan­zi­elle Schä­den durch Cyber­at­ta­cken neh­men zu
Dem gene­rell wach­sen­den Bewusst­sein für Cyber­si­cher­heit im eige­nen Unter­neh­men gehen zunächst oft kost­spie­lige Sicher­heits­vor­fälle vor­aus. Bedingt durch die rasche Ver­brei­tung von gene­ra­ti­ver KI (GenKI) erwar­ten 50 Pro­zent der Mana­ger hier­zu­lande, dass diese Tech­no­lo­gie heuer zu ver­hee­ren­den Cyber­an­grif­fen füh­ren wird. Sechs von zehn (60 Pro­zent) beab­sich­ti­gen, GenKI auf ethi­sche und ver­ant­wor­tungs­volle Weise zu nut­zen. Drei Vier­tel der Füh­rungs­kräfte äußern neben der Sorge vor Angrif­fen aber auch Begeis­te­rung für das Poten­zial der gene­ra­ti­ven KI und erwar­ten damit die Erschlie­ßung neuer Geschäftsfelder. 

67 Pro­zent gehen davon aus, dass der indi­vi­du­elle Ein­satz gene­ra­ti­ver KI-Tech­no­lo­gien durch die Mit­ar­bei­ten­den ihre Pro­duk­ti­vi­tät spür­bar stei­gern wird und 63 Pro­zent glau­ben, dass KI-gesteu­erte Pro­zesse inner­halb eines Unter­neh­mens die all­ge­meine Pro­duk­ti­vi­tät stei­gern wer­den. „Die Cyber­ver­ant­wort­li­chen müs­sen sich mit den KI-Initia­ti­ven ihrer Unter­neh­men ver­traut machen und die Risi­ken absi­chern. Zumin­dest muss es eine klare Rege­lung zur Ver­wen­dung von Cloud basier­ter KI geben”, erklärt Georg Beham, Experte für Cyber­se­cu­rity bei PwC Österreich. 

Unter­neh­men erhö­hen Inves­ti­tio­nen in Cybersicherheit
Zu den drei am häu­figs­ten genann­ten Cyber-Bedro­hun­gen zäh­len Angriffe auf ver­netzte Geräte sowie Hack­ing und Data Leaks bzw. E‑Mail-Angriffe. Inves­ti­tio­nen flie­ßen hier­zu­lande haupt­säch­lich in Net­work Secu­rity und fort­lau­fende Sicher­heits­trai­nings, wäh­rend im glo­ba­len Ver­gleich ein Groß­teil auf Cloud Secu­rity setzt. Knapp die Hälfte der Füh­rungs­kräfte gibt aller­dings an, die Cyber-Risi­ken nicht zu ver­ste­hen, die von neuen Tech­no­lo­gien aus­ge­hen. Dazu zäh­len etwa Anwen­dun­gen für vir­tu­elle Umge­bun­gen, gene­ra­tive KI, Enter­prise Block­chain, Quan­ten­com­pu­ting sowie Vir­tual und Aug­men­ted Reality.

PwC hat die „Digi­tal Trust Insights“-Studie ent­wi­ckelt, um von Füh­rungs­kräf­ten zu erfah­ren, wel­che Chan­cen und Her­aus­for­de­run­gen sie mit­tel­fris­tig in Hin­blick auf die Cyber­si­cher­heit in ihren Unter­neh­men erwar­ten. Die Kern­fra­gen sind so kon­zi­piert, dass sie von Befrag­ten aller Berufs­grup­pen beant­wor­tet wer­den kön­nen. Ein zusätz­li­cher Satz von Fra­gen wurde spe­zi­ell für die Berei­che Sicher­heit und IT ent­wi­ckelt. Die Ergeb­nisse basie­ren auf Ant­wor­ten von 3.876 Befrag­ten aus 71 Län­dern, dar­un­ter auch Öster­reich. Die Teil­neh­mer stam­men aus ver­schie­de­nen Bran­chen und Unternehmensgrößen.

Autor: red/czaak
19.03.2024

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