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Erkennt­nis statt Eskalation

Kon­flikte haben durch­aus Sinn. Zumin­dest dann, wenn man sie als pro­duk­tive Wider­sprü­che zu betrach­ten ver­steht. Dann kön­nen sie Unter­schiede her­aus­ar­bei­ten, aber auch die Ein­heit im Unter­neh­men her­stel­len hel­fen. Und sie wer­den zu : kon­struk­ti­ver Energie.

Kon­flikte tre­ten so all­ge­gen­wär­tig auf, dass man mei­nen könnte, wir hät­ten uns längst daran gewöhnt. Das Gegen­teil ist jedoch der Fall : Wir regen uns fürch­ter­lich auf, wenn in der Firma nicht alles nach Wunsch läuft. Wir ver­zwei­feln bis­wei­len unter diver­sen und unvor­her­seh­ba­ren Schwie­rig­kei­ten, in die unsere Pro­jekte gera­ten. Und so man­che pro­funde Sinn­krise, in die wir schlit­tern, wird dezi­diert durch einen bereits seit Lan­gem schwe­len­den Kon­flikt aus­ge­löst, der uns die Frage nach der eigent­li­chen Moti­va­tion unse­res Han­delns per­ma­nent vor Augen führt. In genau sol­chen „Momen­ten der fun­da­men­ta­len Rat­lo­sig­keit“ ver­ste­hen wir die Welt nicht mehr, ver­ste­hen nicht, warum unser berufl icher All­tag von Konfl ikten durch­zo­gen ist, kurz : wir wol­len end­lich wis­sen, warum diese unan­ge­neh­men Lebens­be­glei­ter so unwei­ger­lich in Erschei­nung treten.
Der Grup­pen­dy­na­mi­ker Ger­hard Schwarz kennt diese Fra­ge­stel­lung aus unzäh­li­gen Bera­tungs­ge­sprä­chen : „Viele mei­nen, Kon­flikte soll­ten in Orga­ni­sa­tio­nen gar nicht auf­tre­ten. Tre­ten sie den­noch auf, dann hat irgend­je­mand irgend­et­was falsch gemacht. ‚Kon­flikte sind Füh­rungs­feh­ler‘, sagte mir ein­mal eine hohe Füh­rungs­kraft eines Groß­un­ter­neh­mens.“ Eine Ansicht, die der Experte für Kon­flikt­ma­nage­ment für extrem irre­füh­rend hält, weil sie nicht der „Natur der Sache“ ent­spricht. Wie sehr Kon­flikte durch­aus Sinn erge­ben kön­nen, das zeigt Schwarz an einem ver­brei­tet beob­acht­ba­ren öko­no­mi­schen Bei­spiel : „So fun­giert etwa der Markt in vie­len Unter­neh­men als Wider­spruch, den die Ver­kaufs­or­ga­ni­sa­tion etwa gegen die Pro­duk­tion auf­recht­erhält. Dür­fen die einen nur pro­du­zie­ren, was die ande­ren im Markt abset­zen kön­nen, oder müs­sen die Ver­käu­fer im Markt alles abset­zen, was pro­du­ziert wird ? Die Unter­ord­nung des einen Bereichs, zum Bei­spiel des Ver­kaufs, unter den ande­ren, zum Bei­spiel die Pro­duk­tion, würde zwar den Wider­spruch aus der Welt schaf­fen, dies würde aber auf Kos­ten der Ent­wick­lungs­fä­hig­keit der Orga­ni­sa­tion gehen.“ Was Schwarz zu dem logi­schen Schluss ver­lei­tet : „Man könnte hier die Regel auf­stel­len : Je mehr Wider­sprü­che eine Orga­ni­sa­tion ver­trägt, ohne ihre Funk­ti­ons­fä­hig­keit ein­zu­bü­ßen, desto bes­ser kann sie sich wei­ter­ent­wi­ckeln, zum Bei­spiel sich rascher an Ver­än­de­run­gen anpas­sen. So lösen etwa neue Tech­no­lo­gien not­wen­dige Kon­flikte aus, deren Aus­tra­gung erst Wei­ter­ent­wick­lung garantiert.“

Struk­tur ist das Problem
In eine ganz ähn­li­che Kerbe schlägt auch der Lei­ter des Insti­tuts für Phi­lo­so­phie und Grup­pen­dy­na­mik an der Uni­ver­si­tät Kla­gen­furt, Ewald Krainz, wenn er ana­ly­siert : „Das Ver­hält­nis von Pro­duk­tion und Ver­kauf ist sys­tem­be­dingt und kann daher gar nicht anders sein als konfl ikt­haft. Denn obwohl beide Berei­che ver­meint­lich nur ein Inter­esse haben kön­nen, das Wohl der Firma näm­lich, stellt sich bei nähe­rer Betrach­tung her­aus, dass beide ‚unter­halb‘ die­ses Fir­men­in­ter­es­ses konfl igie­rende Bereichs­in­ter­es­sen haben. Das Inter­esse des Ver­kaufs ist, mög­lichst kun­den­ori­en­tiert zu agie­ren, das heißt mög­lichst indi­vi­du­elle Pro­blem­lö­sun­gen für Kun­den her­bei­zu­füh­ren. Das Inter­esse der Pro­duk­tion dage­gen ist, (aus Kos­ten­grün­den) zu stan­dar­di­sie­ren. Indi­vi­dua­li­sie­ren oder stan­dar­di­sie­ren : bei­des ist gleich­zei­tig nicht zu ver­wirk­li­chen, also haben Pro­duk­tion und Ver­kauf ihre Inter­es­sen diver­genz stän­dig zu balan­cie­ren.“ Krainz kennt aus der Pra­xis genü­gend Bei­spiele, wel­che fata­len Fol­gen ein Miss­glü­cken die­ses Inter­es­sen­aus­gleichs haben kann : „Wenn dies nicht gelingt, ent­wi­ckeln sich die typi­schen Res­sen­ti­ments gegen­ein­an­der. Die Pro­duk­tion erscheint dem Ver­kauf rigid, norm­ver­ses­sen und unfle­xi­bel. Der Ver­kauf erscheint der Pro­duk­tion dage­gen ver­ant­wor­tungs­los, denn er macht Ver­spre­chun­gen, die nicht ein­zu­hal­ten sind.“
Der Orga­ni­sa­ti­ons­ana­ly­ti­ker Krainz legt daher allen, die in einem sol­chen Span­nungs­feld tag­täg­lich agie­ren müs­sen, die Erkennt­nis nahe, dass es hier­bei nicht um flüch­tige Wider­sprü­che zwi­schen Per­so­nen oder Grup­pen gehe, son­dern dass sie es mit „struk­tu­rel­len Kon­flik­ten“ zu tun haben : „Was hier am Bei­spiel des Ver­hält­nis­ses von Pro­duk­tion und Ver­kauf aus­ge­führt wurde, gilt für alle Funk­ti­ons­be­rei­che einer Firma : Der Ein­kauf folgt einer eige­nen Logik ; For­schung und Ent­wick­lung eben­falls. Und an den Stel­len, an denen die unter­schied­li­chen Funk­tio­na­li­tä­ten koor­di­niert wer­den sol­len, insze­nie­ren sich fast unver­meid­lich die Konfl ikte, aus­ge­tra­gen von Ver­tre­tern der funk­tio­na­len Sub­sys­teme in Managementbesprechungen.“
Nun : Diese Insze­nie­run­gen als sys­tem­be­dingt zu erken­nen, ist von gro­ßem Wert für einen pro­duk­ti­ven Umgang mit den ein­her­ge­hen­den Kon­flik­ten. Den­noch ist für die Akteure damit noch kei­nes­wegs garan­tiert, dass sie aus die­ser gewon­ne­nen Ein­sicht her­aus auch unbe­fan­gen mit­ein­an­der umge­hen kön­nen. Der renom­mierte Phi­lo­soph und wis­sen­schaft­li­che Lei­ter des Aus­bil­dungs­pro­jekts Euro­pean Gene­ral Media­tor, Peter Hein­tel, bringt dies lako­nisch auf den Punkt : „Es sind ver­schie­dene Denk- und Hand­lungs­wel­ten, die sich zwar theo­re­tisch, sel­ten aber emo­tio­nal ver­ste­hen. Das Koor­di­na­ti­ons­pro­blem wird spä­tes­tens dann rele­vant, wenn man in einer Pro­jekt­orga­ni­sa­tion alle Berei­che zu ver­ei­ni­gen sucht.“ Und gerade die­ses seit gerau­mer Zeit auf allen Busi­ness- Ebe­nen zur Mode gewor­dene Fai­ble für „über­grei­fende Pro­jekte“ aller Art zwingt uns end­gül­tig, das kon­struk­tive Sinn­po­ten­zial von Kon­flik­ten zu erken­nen, wol­len wir nicht in einem Hick­hack ver­sin­ken, in dem jeder gegen jeden agiert. Worin besteht nun der kon­struk­tive Sinn von pro­bat aus­ge­tra­ge­nen Konflikten ?
Eine Sinn­haf­tig­keit besteht seit jeher darin, vor­han­dene Unter­schiede zu ver­deut­li­chen, betont der ein­gangs erwähnte Experte Ger­hard Schwarz in sei­nem Stan­dard­werk „Kon­flikt­ma­nage­ment. Kon­flikte erken­nen, ana­ly­sie­ren, lösen“. Denn damit wer­den einige Grund­fra­gen unse­rer (beruf­li­chen wie pri­va­ten) Exis­tenz geklärt : Wie unter­scheide ich mich von den ande­ren ? Wer ist wofür zustän­dig ? Wer ist stär­ker ? Wer ist bes­ser ? Arbeits­tei­lung und Kon­kur­renz ent­ste­hen und ver­bes­sern die Arbeits­leis­tung quan­ti­ta­tiv wie qua­li­ta­tiv. Zugleich erlaubt die recht­zei­tige, offen­her­zige Aus­tra­gung diver­ser Mei­nun­gen in einem Unter­neh­men, dass die­ses auch mit erhöh­ter Wahr­schein­lich­keit markt­ge­recht ent­schei­det und han­delt, betont Schwarz : „Eine sinn­volle Ent­schei­dung ist erst dann mög­lich, wenn alle unter­schied­li­chen Aspekte und Dimen­sio­nen eines Pro­blems auch tat­säch­lich aus­ge­spro­chen sind, sozu­sa­gen auf dem Tisch lie­gen. Feh­len wich­tige Aspekte, dann hat die Ent­schei­dung nicht genug Realitätsbezogenheit.“

Ein­heit und Unterschied
Selbst­herr­li­che ebenso wie har­mo­ni­sie­rende Füh­rungs­kräfte scha­den mit dem Unter­drü­cken jed­we­der pro­duk­ti­ven Kon­flikt­kul­tur daher über kurz oder lang dem Unter­neh­men, so Schwarz : „Das Wesent­li­che im Umgang mit Wider­sprü­chen liegt darin, sie recht­zei­tig zur Spra­che zu brin­gen und aus­tra­gen zu las­sen. Wer­den sie in den ers­ten Ent­schei­dungs­in­stan­zen ver­mie­den, weil Unter­schiede nicht zuge­las­sen wer­den, dann tre­ten sie für das Unter­neh­men im Kon­takt mit den Kun­den wie­der zu Tage. Kon­flikte, die auf Unter­schiede auf­bauen, garan­tie­ren damit auch so etwas wie den Rea­li­täts­be­zug von Per­so­nen und Organisationen.“
Aber nach Schwarz erkennt man die Sinn­haf­tig­keit von Kon­flik­ten nur dann rich­tig, wenn man die inhä­rente Dia­lek­tik der Sache ver­steht : „Kon­flikte sind auch dazu da, die Unter­schiede zu über­win­den und die Ein­heit der Gruppe her­zu­stel­len. Das geschieht im All­ge­mei­nen dadurch, dass Grup­pen­mit­glie­der, die eine von der Gruppe abwei­chende Mei­nung äußern, unter sehr star­ken Druck gera­ten, unter Umstän­den sogar nega­tiv sank­tio­niert wer­den. Außen­sei­ter lösen Kon­flikte aus und kön­nen mit Hilfe der Kon­flikt­be­ar­bei­tung wie­der in die Gruppe inte­griert wer­den. Sogar die so nega­tiv besetz­ten Hal­tun­gen wie Neid und Eifer­sucht kann man unter die­sem Aspekt posi­tiv inter­pre­tie­ren. Die damit ver­bun­de­nen Kon­flikte sor­gen näm­lich dafür, dass die auf­tre­ten­den Unter­schiede im Ver­hal­ten der Gruppe bespro­chen und bear­bei­tet wer­den.“ Einen merk­wür­di­gen, sogar para­dox wir­ken­den Effekt skiz­ziert Schwarz in die­sem Kon­text : „Auch wer über­durch­schnitt­lich gut ist, gefähr­det den Erfolg einer Gruppe, weil er die Ein­heit der Gruppe in Frage stellt. Neid, Eifer­sucht oder Mit­leid gegen­über Über­o­der Unter­durch­schnitt­lich­keit brem­sen den Guten und spor­nen den Schwa­chen zu stei­gen­der Leis­tung an : Jetzt muss ich euch ein­mal zei­gen, dass ich das kann. In die­sem Sinne ist die Ein­heit der Gruppe durch Kon­flikte wiederhergestellt.“
Erst wenn man diese bei­den vita­len Sin­naspekte eines Kon­flik­tes rich­tig zu erken­nen ver­steht, erst wenn man rea­li­siert, dass beide Sei­ten des Wider­spru­ches untrenn­bar zusam­men­ge­hö­ren, erst dann erschließt sich ein pro­duk­ti­ves Umge­hen mit den laten­ten und offe­nen Kon­flikt­po­ten­zia­len im Unter­neh­men. Was heißt : In der einen Phase wird es nötig sein, die inter­nen Unter­schiede, die interne Kon­kur­renz zu för­dern, etwa um eine opti­male Lösung zu fin­den oder um den Leis­tungs­stan­dard zu heben. Jed­wede Schein­har­mo­nie wirkt sich in die­ser Phase hin­ge­gen kon­tra­pro­duk­tiv aus.
In einer ande­ren Phase wie­derum gilt es, die Rei­hen zu schlie­ßen, die Ein­heit der Beleg­schaft her­zu­stel­len, damit wir­kungs­voll umge­setzt wer­den kann, was zuvor ergie­big dis­ku­tiert und danach beschlos­sen wurde. Diese Ent­schei­dung durch ein nicht enden wol­len­des Wei­ter­dis­ku­tie­ren in Frage zu stel­len, wird in die­ser Phase dem Unter­neh­men – und damit der gesam­ten Beleg­schaft – wohl wenig brin­gen. „Sinn­voll scheint mir, dass beide Prin­zi­pien gut aus­ba­lan­ciert wer­den. Oft ist es not­wen­dig, zu ver­schie­de­nen Zei­ten Schwer­punkte in die­ser gegen­sätz­li­chen Bedeu­tung von Kon­flik­ten zu set­zen“, so das Resü­mee des Kon­flikt-Exper­ten. So ein­fach und logisch schlüs­sig die Kon­flikt­mo­delle der Grup­pen­dy­na­mi­ker Schwarz, Krainz oder Hein­tel auch erschei­nen mögen : Die Exper­ten las­sen kei­nen Zwei­fel daran, dass die Wirk­lich­keit von ganz ande­ren, groß­teils archai­schen Grund­mus­tern der Kon­flikt­be­wäl­ti­gung geprägt sind. Diese rei­chen von den mensch­heits­ge­schicht­lich wohl ältes­ten Ver­hal­tens­wei­sen wie der Kon­flikt­ver­mei­dung durch eine ansatz­lose Flucht über eine radi­kale Vari­ante, die kon­se­quente Ver­nich­tung des Geg­ners, bis zur nächs­ten Stufe der Unter­wer­fung und Unter­ord­nung unter den Stär­ke­ren, Mäch­ti­ge­ren. Erst mit der vier­ten Stufe der Kon­flikt­be­ar­bei­tung, der Dele­ga­tion an eine dritte Instanz, die den Lösungs­pro­zess unbe­fan­gen und weise beglei­tet, beginnt ein frucht­ba­rer, weil zivi­li­sier­ter Umgang mit Kon­flik­ten mög­lich zu wer­den. Und erst dadurch wurde der Weg frei­ge­legt für die nächs­ten, auch aktu­ell noch allzu sel­ten rea­li­sier­ba­ren Stu­fen, einen akzep­ta­blen Kom­pro­miss oder sogar einen für alle Betei­lig­ten befrie­di­gen­den Kon­sens. Also eine jener Win­win- Lösun­gen, die sich im Port­fo­lio geschäfts­tüch­ti­ger Bera­ter so attrak­tiv ausmachen.

Letz­ter Aus­weg : Angriff
Die Wirk­lich­keit ist eine andere, näm­lich Kon­flikt­lö­sung durch Eska­la­tion. Die­ser hilf­lose wie para­dox anmu­tende Pro­zess führt Stufe um Stufe hin­un­ter, bis hin zum Zustand der archai­schen Bar­ba­rei. Kann der Geg­ner auf dem Markt nicht auf­ge­kauft (unter­wor­fen) wer­den, ver­sucht man sei­nen Markt­an­teil sys­te­ma­tisch abzu­gra­ben (zu ver­nich­ten). Und nützt alles nix, bleibt nur mehr die Flucht in andere, erfolgs­träch­ti­gere Geschäfts­fel­der. Ana­log dazu ließe sich auch die Kon­flikt­be­wäl­ti­gung in den Fir­men dar­stel­len : Lässt sich der Kon­flikt nicht hier­ar­chisch (durch Sub­or­di­na­tion) lösen, neigt so man­cher Mana­ger zur Besei­ti­gung (durch Ent­las­sung oder wenigs­tens Ver­set­zung) des Kon­tra­hen­ten. Oder die­ser ver­lässt frei­wil­lig das Unter­neh­men. Das bedeu­tet : Aktu­el­les Kon­flikt­ma­nage­ment gelingt meist nur dann, wenn die Betei­lig­ten sich ent­schlie­ßen, ein­an­der auf einer der zivi­li­sier­te­ren Stu­fen der Kon­flikt­lö­sung zu begeg­nen. Oder in die­sem Pro­zess der­einst viel­leicht sogar ler­nen, die Wider­sprü­che in einem Kon­flikt aus­zu­ba­lan­cie­ren – und deren pro­duk­tive Ener­gie damit zu nutzen.

Aus­ge­wähl­ter Arti­kel aus dem Jahr 2006

Autor:
10.04.2015

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