Zum Inhalt

Erschöp­fung kann mit Darm­krank­heit zusammenhängen

Men­schen mit chro­ni­schem Erschöp­fungs­syn­drom haben über­höhte Werte bei Darmbakterien.

Bei Pati­en­ten mit chro­ni­schem Erschöp­fungs­syn­drom bezie­hungs­weise Myal­gi­scher Enze­pha­lo­mye­li­tis (ME/CFS) sind abnor­male Werte spe­zi­fi­scher Darm­bak­te­rien zu beob­ach­ten, haben For­scher des Cen­ter for Infec­tion and Immu­nity fest­ge­stellt. Dabei sind Per­so­nen mit und ohne Reiz­darm­syn­drom betrof­fen. Bei ME/CFS han­delt es sich um eine kom­plexe und sehr beein­träch­ti­gende Erkran­kung, die neben extre­mer Erschöp­fung nach einer Anstren­gung auch zu Mus­kel- und Gelenk­schmer­zen, Schlaf­stö­run­gen und einer ortho­sta­ti­sche Into­le­ranz füh­ren kann. Bis zu 90 Pro­zent der Betrof­fe­nen lei­den auch an einem Reizdarmsyndrom.

Ver­glei­che mit gesun­den Kontrollpersonen
Die For­scher haben 50 Pati­en­ten beglei­tet und ver­gli­chen ihre Werte mit jenen 50 gesun­der Kon­troll­per­so­nen. Sie führ­ten Tests auf Bak­te­ri­en­ar­ten in Stuhl­pro­ben und auf Immun­mo­le­küle in Blut­pro­ben durch. Dabei zeigte sich, dass die Werte bestimm­ter Bak­te­ri­en­ar­ten wie Faeca­li­bac­te­rium, Rose­bu­ria, Dorea, Copro­coc­cus, Clos­tri­dium, Rumi­no­coc­cus und Copro­ba­cil­lus eng mit ME/CFS zusam­men­hin­gen. Bei Teil­neh­mern mit ME/CFS ent­sprach die Schwere der Sym­ptome inklu­sive Schmer­zen und Erschöp­fung der Häu­fig­keit bestimm­ter Arten von Bak­te­rien und Stoffwechselwegen.
Laut Stu­di­en­au­to­rin Dorot­tya Nagy-Sza­kal ver­fü­gen Pati­en­ten mit ME/CFS über einen cha­rak­te­ris­ti­schen Mix von Darm­bak­te­rien und damit ein­her­ge­hen­den Stö­run­gen des Stoff­wech­sels, die die Schwere der Erkran­kung beein­flus­sen. For­schungs­lei­ter W. Ian Lip­kin zufolge trägt die Iden­ti­fi­zie­rung der betei­lig­ten Bak­te­rien ent­schei­dend zur genaue­ren Dia­gnose und damit zu geziel­te­ren Behand­lungs­mög­lich­kei­ten bei. Die Ergeb­nisse wur­den im Fach­ma­ga­zin “Micro­biome” veröffentlicht.

Autor: PressetextAustria/red/stem
09.06.2017

Weitere aktuelle Artikel

Stu­die der Karl Land­stei­ner Pri­vat­uni­ver­si­tät zeigt das bis dato uner­kannte Über­dau­ern von Darm­vi­ren in Was­ser­a­mö­ben. Die For­scher for­dern eine sofor­tige Neu­be­ur­tei­lung von Regeln und Unter­su­chun­gen zur Wassersicherheit. Wich­tige Aus­lö­ser vira­ler Magen-Darm-Erkran­kun­gen kön­nen über län­gere Zeit in frei­le­ben­den Amö­ben über­dau­ern, die in natür­li­chen und tech­ni­schen Was­ser­sys­te­men weit ver­brei­tet sind. Dies ist das Ergeb­nis einer Stu­die der […]
Die Che­mi­sche Indus­trie kämpft schon län­ger mit enor­men Belas­tun­gen. Nun sol­len wei­tere hin­zu­kom­men und gleich­zei­tig wer­den (nur) die­ser Bran­che Kom­pen­sa­tio­nen ver­wehrt. Eco­nomy hat das nach­fol­gende Schrei­ben von stand­ort-rele­van­ten Che­mie-Unter­neh­men an die Bun­des­re­gie­rung erreicht. Zum bes­se­ren Ver­ständ­nis des offe­nen Brie­fes an die Öster­rei­chi­sche Bun­des­re­gie­rung eine kurze Erläu­te­rung der aktu­el­len Situa­tion : Auf Grund der bevor­ste­hen­den Ver­schär­fun­gen bei […]
Wie­ner Neu­stadt baut Rolle als euro­päi­sches Kom­pe­tenz­zen­trum für Sicher­heit aus. Geo­po­li­ti­sche Lage ver­deut­licht Not­wen­dig­keit einer unab­hän­gi­gen Sicher­heits­stra­te­gie. Land Nie­der­ös­ter­reich betont und unter­stützt Stand­ort mit inter­na­tio­na­ler Ausrichtung. Wie­ner Neu­stadt erwei­tert seine Bedeu­tung als euro­päi­sches Kom­pe­tenz­zen­trum für Sicher­heit. Dies pas­siert auch im Lichte neuer inter­na­tio­na­ler Ent­wick­lun­gen. Im Kon­text mit den aktu­el­len geo­po­li­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen setzt die EU einen […]
Neues Ver­fah­ren holt CO2 mit weni­ger Ener­gie aus der Luft. Anlage Aus­trian Pilot Unit 1 wird nun von Start-Ups DAClab (US) und DAC­worx (A) sowie von TU Wien weiterentwickelt.  Nicht weni­ger als ein Game­ch­an­ger für die CO2-Abschei­dung soll es Anga­ben zufolge wer­den : Der neu­ent­wi­ckelte Pro­to­typ in Größe eines Last­wa­gen­con­tai­ners holt pro Jahr 50 Ton­nen CO2 aus der […]
Nach­hal­tige Kreis­lauf­wirt­schaft und Alu­mi­ni­um­re­cy­cling über digi­tale Platt­form. Das von Leicht­me­tall­kom­pe­tenz­zen­trum Rans­ho­fen gelei­tete EU-Pro­jekt RecAL erhält ÖGUT-Aus­zeich­nung. CAN­COM Aus­tria ist Technologiepartner. Das vom LKR Leicht­me­tall­kom­pe­tenz­zen­trum Rans­ho­fen des Aus­trian Insti­tute of Tech­no­logy (AIT) gelei­tete euro­päi­sche For­schungs­pro­jekt RecAL (Recy­cling Tech­no­lo­gies For Cir­cu­lar ALu­mi­nium) wurde soeben mit dem ÖGUT-Umwelt­preis 2025 in der Kate­go­rie „Mit For­schung & Inno­va­tion zur Kreis­lauf­wirt­schaft“ aus­ge­zeich­net. „Die Öster­rei­chi­sche Gesell­schaft […]
magnifier
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram