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Ers­ter Han­del über Block­chain-Platt­form Batavia

Erste Group ver­laut­bart Durch­füh­rung der ers­ten Pilot­kun­den­trans­ak­tio­nen auf glo­ba­ler Trade-Finance-Platt­form Batavia.

Auf der Trade-Finance-Platt­form Bata­via wurde soeben die ers­ten Live-Pilot­trans­ak­tio­nen mit Fir­men­kun­den erfolg­reich durch­ge­führt. Die welt­weite Han­dels­fi­nan­zie­rungs­platt­form basiert auf der Block­chain-Tech­no­lo­gie und wurde gemein­sam von einem inter­na­tio­na­len Kon­sor­tium bestehend aus der ERSTE Group, der Bank of Mon­tréal (BMO), der Caix­a­Bank, der Com­merz­bank, UBS und IBM ent­wi­ckelt. Die ers­ten Trans­ak­tio­nen beinhal­te­ten den Ver­kauf von Autos aus Deutsch­land nach Spa­nien und den Ver­kauf von Roh­ma­te­ria­lien für die Möbel­pro­duk­tion aus Öster­reich nach Spanien .

Diese Trans­ak­tio­nen sind ein wich­ti­ger Schritt für die Eta­blie­rung von Bata­via als offe­nes, auf der IBM-Block­chain-Platt­form auf­bau­en­des Öko­sys­tem. Die Bata­via-Platt­form ermög­licht inter­na­tio­nale Han­dels­trans­ak­tio­nen digi­tal und auto­ma­ti­siert zu ver­ein­ba­ren, abzu­si­chern und zu finan­zie­ren. Die Pilot­trans­ak­tio­nen wur­den unter Berück­sich­ti­gung unter­schied­li­cher Trans­port­wege, meh­re­rer Stand­orte und Han­dels­part­ner in ver­schie­de­nen Grö­ßen durch­ge­führt. „Dies zeigt, dass die ska­lier­bare Platt­form in der Lage ist, diverse Trans­ak­ti­ons­ty­pen abzu­wi­ckeln.,“ so die ERSTE in einer Aussendung.
 
Zah­lungs­ab­wick­lung integriert
In einem naht­lo­sen (End-to-End) Trans­ak­ti­ons­pro­zess deckt Bata­via sowohl den Abschluss von Han­dels­ver­trä­gen als auch die Durch­füh­rung von soge­nann­ten Smart Pay­ments ab. Smart Pay­ments sind „intel­li­gente Zah­lun­gen“, die durch bestimmte Ereig­nisse in der Lie­fer­kette, wie z.B. durch das phy­si­sche Ein­tref­fen der Ware am Ziel­ort, auto­ma­tisch aus­ge­löst und in der Block­chain erfasst wer­den. Auf der Platt­form kön­nen auch Track-and-Trace-Lösun­gen inte­griert wer­den, die eine Nach­ver­folg­bar­keit von Pro­duk­ten von der Her­stel­lung bis zum Ver­brau­cher über einen indi­vi­du­el­len Code ermöglichen.
Zudem ist es über Bata­via mög­lich, Risi­ko­ma­nage­ment­tools ein­zu­be­zie­hen, die zwi­schen Käu­fer und Ver­käu­fer ver­ein­barte wich­tige Ereig­nisse in den Lie­fer­ket­ten sowie Signale von IoT (Inter­net of Things)-Vorrichtungen berück­sich­ti­gen. Der­ar­tige Geräte kön­nen im soge­nann­ten Inter­net der Dinge selbst­stän­dig kom­mu­ni­zie­ren und Hin­weise über Stand­ort und Zustand der auf dem Trans­port befind­li­chen Waren sen­den. Diese und viele andere Funk­tio­nen von Bata­via sol­len die Han­dels­fi­nan­zie­rungs­platt­form zu einer soli­den Grund­lage für ein zukünf­ti­ges offe­nes Trade-Finance-Öko­sys­tem machen.

Gro­ßes Poten­zial für Fir­men­kun­den als glo­bale Handelsplattform
„Die ers­ten unter Teil­nahme von Unter­neh­mens­kun­den durch­ge­führ­ten Live-Trans­ak­tio­nen stel­len einen ech­ten Mei­len­stein in der Ent­wick­lung von Bata­via dar und unter­strei­chen das unge­heure Poten­zial die­ser glo­ba­len Han­dels­platt­form. Die Erste Group dankt ihrem Kun­den Lenzing AG und des­sen Toch­ter­ge­sell­schaft Lenzing Fibers GmbH sowie der eben­falls an Bata­via mit­wir­ken­den Caix­a­Bank für die erfolg­rei­che Zusam­men­ar­beit bei einer die­ser Test­trans­ak­tio­nen,“ freut sich Patrick Götz, Head of Cor­po­rate Flow Pro­ducts bei der in Wien ansäs­si­gen Erste Group Bank AG.
„Zwar sind noch wei­tere maß­geb­li­che Schritte erfor­der­lich, bevor Bata­via in unser Ange­bot für Geschäfts­kun­den voll inte­griert wer­den kann, doch dient die Platt­form bereits als wei­te­res gutes Bei­spiel dafür, wie wir bei der Erste inno­va­tive neue Tech­no­lo­gien anwen­den, um unse­ren Kun­den – ins­be­son­dere auch im Unter­neh­mens­be­reich – Lösun­gen anbie­ten zu kön­nen, die mehr Wahl­mög­lich­kei­ten, Trans­pa­renz und Effi­zi­enz bedeu­ten“, unter­streicht Götz.
Auf­bau­end auf der erfolg­rei­chen Ent­wick­lung eines funk­ti­ons­fä­hi­gen Pro­dukts, das die Min­dest­an­for­de­run­gen des Mark­tes erfüllt (Mini­mal Via­ble Pro­duct), und den ers­ten Pilot­trans­ak­tio­nen mit Kun­den, steht das Bata­via-Pro­jekt nun vor einer neuen Phase. Der Fokus wird ver­stärkt auf dem Auf­bau einer voll­stän­dig markt­rei­fen Lösung und auf dem wei­te­ren Aus­bau des Netz­werks lie­gen. Dabei wird auch eine enge Zusam­men­ar­beit mit Fintechs, Finanz­un­ter­neh­men sowie mit ande­ren Trade Finance-Digi­ta­li­sie­rungs­in­itia­ti­ven geprüft.

Autor: red/czaak
24.04.2018

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